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Fußball Verbandsliga Baden

VfB Eppingen erkämpft sich in Unterzahl Punkt gegen 1. FC Bruchsal

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VfB Eppingen muss gegen den 1. FC Bruchsal mehr als eine Stunde mit einem Mann weniger auskommen, ist spielerisch aber die bessere Mannschaft und kommt zwei Mal nach Rückstand zurück.

Philipp Zentler (Mitte) hat zum zwischenzeitlichen 1:1 für den VfB Eppingen gegen den 1. FC Bruchsal getroffen.
Philipp Zentler (Mitte) hat zum zwischenzeitlichen 1:1 für den VfB Eppingen gegen den 1. FC Bruchsal getroffen.  Foto: Herbert Schmerbeck

Einen Sieg der Moral hat der VfB Eppingen am Dienstagabend im Verbandsliga-Spitzenspiel gegen den 1. FC Bruchsal errungen. Zwar reichte es beim 2:2 (1:1) der Kraichgauer gegen den Verbandsliga-Tabellendritten nur zu einem Punkt. Doch nach der Roten Karte gegen Dejan Tomic in der 26. Minute kamen die Eppinger nach zweimaligem Rückstand zurück. Dennoch ist David Pfeiffer nicht zufrieden. „Das ganze Szenario, dass wir in Unterzahl am Ende mit einem Punkt zufrieden sein müssen, haben wir uns selbst zuzuschreiben. Die Bruchsaler haben sich das nicht erarbeitet, sondern müssen wir uns durch drei Aussetzer ankreiden. Da wäre deutlich mehr möglich gewesen“, ärgert sich der VfB-Trainer.

Dejan Tomic lässt sich bereits in 26. Minute zu Tätlichkeit hinreißen

Bereits in der 26. Minute flog Tomic vom Platz. Der VfB-Mittelstürmer war von Bruchsals Innenverteidiger Christian Reuer am Strafraumeck der Gäste gehalten worden. Als er sich losriss, bekam der beste Torschütze der Eppinger in dieser Saison von Reuer eine mit und ließ sich zu einer Tätlichkeit hinreißen. Der FC-Innenverteidiger sank daraufhin zu Boden und „heult eine Dreiviertelstunde rum“, ärgert sich Eppingens Sportvorstand Oliver „Mucki“ Späth. „So etwas gibt es im Handball nicht, so etwas gibt es im Eishockey nicht. Im Fußball wird es immer schlimmer.“ Für David Pfeiffer einer der Aussetzer an diesem Abend.

In Unterzahl kamen die Gastgeber aber relativ gut zurecht. Nach einem Freistoß von Vincenzo Cianciolo fast von der Eckfahne, den Noah Lorch per Kopf am kurzen Pfosten verlängerte und Elias Feljauer dahinter wieder scharf machte, drückte Philipp Zentler das Spielgerät aus rund acht Metern zum 1:1 über die Linie – und egalisierte damit die Führung der Bruchsaler. In der 20. Minute hatte sich Simon Kranitz auf Links durchgesetzt. Sein Querpass gelangte zum völlig allein gelassenen Ex-Eppinger Alessandro Sautter, der den Ball Torwart Gianluca Mack durch die Hosenträger schob.

VfB Eppingen: Mack – Diamalembe (46. Kradija), Lambert, Schnabel, Zentler – Zengerle (87. Kritter), Lorch, Cianciolo (74. Ulusoy) – Feljauer (45.+1 Sasso), Tomic, Hazrati (63. Yazji).

1. FC Bruchsal: Seitz – Wagensommer, Reuer, Schongar (85. Hirth), Schiek (66. Sabki) – Kranitz – Sautter, Kleinert, Marton, Malsam – Savarese (79. Neres de Oliveira).

Tore: 0:1 Sautter (20.), 1:1 Zentler (40.), 1:2 Malsam (56.), 2:2 Ulusoy (90./Foulelfmeter).

Rote Karte: Dejan Tomic (26./VfB Eppingen).

Schiedsrichter: Linus Pascher (Mannheim), Christoph Werner, Oskar Pape.

Das Gegentor war ein weiterer Aussetzer der Eppinger. „Wie sich der Bruchsaler durchdribbeln konnte, ist mir ein Rätsel. Wir waren komplett in Überzahl. Doch dann müssen wir Druck auf den Ball ausüben“, echauffiert sich Pfeiffer. „Dadurch waren wir natürlich eingerückt. Aber dann muss jemand aus dem Mittelfeld nachkommen.“ Den dritten Aussetzer leisteten sich die Eppinger rund zehn Minuten nach der Pause. Bei einer Sautter-Ecke schauten die Gastgeber zu, wie Jonas Malsam hochstieg und den Ball ins lange Eck verlängerte (56. Minute). „Da muss jemand Verantwortung übernehmen“, bemängelt David Pfeiffer.

VfB Eppingen in Zwickmühle zwischen bedingungsloser Offensive und Absicherung

Die Eppinger gaben sich aber nicht geschlagen. Vor allem in der Schlussphase zogen sie noch einmal deutlich das Tempo an und waren spielerisch die klar bessere Mannschaft. Einige gute Angriffe vor allem über die rechte Seite fanden jedoch keinen Abnehmer. „Es ist immer das Vabanquespiel in Unterzahl: Wie viel Risiko geht man. Denn beim dritten Gegentor wäre das Spiel entschieden gewesen“, erklärt Pfeiffer.

In der 90. Minute fällte dann aber Adem Sabki Philipp Lambert im eigenen Strafraum. Den fälligen Elfmeter verwandelte Tolga Ulusoy sicher zum 2:2-Endstand.

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