Türkspor Eppingen: Trainer Mehmet Öztürk hat eine besondere Farbenlehre
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Wenn Spieler bei Türkspor Eppingen gleichwertig sind, schaut Coach Mehmet Öztürk auf die Farbe des Schuhwerks, wenn es darum geht, wer Einsatzzeiten bekommt. Am Freitag ist der Landesligist in die Wintervorbereitung gestartet.
Gute Laune herrschte bei Landesliga-Schlusslicht Türkspor Eppingen zum Trainingsauftakt – trotz schier aussichtsloser Tabellenkonstellation.
Foto: Herbert Schmerbeck
„Ich hatte den Eindruck, dass alle Spieler motiviert sind und ein Großteil auch nicht unfit ist. Der erste Eindruck war gut“, freut sich Mehmet Öztürk. Der Trainer von Türkspor Eppingen ist mit 19 Spielern in die Wintervorbereitung auf die zweite Saisonhälfte der Landesliga Rhein-Neckar gestartet. Gefehlt haben allerdings unter anderem die Neuzugänge Mikail Arslanoglu und Elyesa Cetin, Yusuf Erdogan (alle krank) sowie Dokugan Ak und Marius Tutea (siehe Hintergrund).
Die erste Einheit nach der Winterpause war „knackig“ (Öztürk), hatte aber auch viele spielerische Elemente drin. „Ich versuche immer alles mit Spaß und Ball auf dem Platz zu machen. Zwar werden wir auch einige Läufe machen. Aber meistens verstecke ich das Konditionstraining in Spielformen“, berichtet der Türkspor-Trainer.
Die erste Einheit nach der Winterpause war geprägt von vielen spielerischen Elementen
Auf dem Programm standen Ballarbeit und dann Spielformen. „Wir haben mit Ballgewöhnung, Passformen und so was – einfach, um reinzukommen – angefangen. Dann sind wir in Spielformen mit Verlagern übergegangen, bei dem auch ein bisschen Laufen und Umschalten dabei war. Und zum Abschluss haben wir Torschusstraining gemacht“, erzählt Öztürk.
Die erste Einheit im neuen Kalenderjahr lief so gut, dass der Coach sogar kurzfristig seinen Trainingsplan umstellte. „Ich habe länger spielen lassen und den Spielern eine rund sechsminütige Laufübung mit Ball erspart“, erklärt Öztürk. „Das kam natürlich gut an, die Spieler haben sich gefreut. Es ist aber auch immer wichtig, dass sie sich belohnt fühlen.“
Die Eppinger haben in der Winterpause schon fleißig an ihrer Fitness gearbeitet - es gab einen Laufplan
Die Eppinger Spieler hatten allerdings in der Winterpause schon gut an ihrer Fitness gearbeitet. Öztürk hatte für die letzten drei Wochen der trainingsfreien Zeit Laufpläne für die Mannschaft ausgearbeitet – insgesamt acht Läufe mit bestimmten Vorgaben, mal in einem bestimmten Pulsbereich, mal mit vorgegebenem Tempo.
Zurückgerudert
Auf einen der sieben in der Winterpause verpflichteten Spieler muss Türkspor Eppingen schon wieder verzichten. Dokugan Ag hat sich aus privaten Gründen doch kurzfristig entschieden, den Wechsel aus Nordrhein-Westfalen vom TVD Velbert in den Kraichgau nicht zu vollziehen. Und auch bei einem Weiteren gibt es Probleme. Marius Tutea von Türk Gücü Sinsheim hatte dem Landesliga-Neuling aus Eppingen zugesagt, sogar eine Unterschrift geleistet, rudert nun aber zurück. „Er eiert schon seit Anfang an rum“, berichtet Türkspor-Trainer Mehmet Öztürk. „Er erzählt wohl uns das eine und den Sinsheimern das andere. Eigentlich brauche ich so einen Spieler schon gar nicht mehr.“ nac
Denn Kondition werden die Eppinger sowohl für den weiteren Verlauf der Vorbereitung als auch für die Restsaison brauchen. „Inhaltlich wird es in den nächsten Wochen und Monaten anspruchsvoll“, sagt Öztürk. „Denn wir wollen eine Mannschaft sein, die eklig ist und sich gegen den Abstieg wehrt. Das wollen wir von Anfang an schaffen.“
Einen Beleg, dass Spieler mit schlichten Schuhfarben eine bessere Einstellung haben, gibt es nicht
Um dieses Ziel zu erreichen, geht der Coach bei Türkspor sogar neue Wege. „Wir haben angefangen, Trainingslisten zu führen“, erzählt Öztürk. „Denn bei mir gibt es die Regel, wenn zwei Spieler gleich gut sind, dann spielt der mit den schwarzen Schuhen. Nun kommt noch dazu, dass der spielt, der öfter im Training gewonnen hat – also Trainingsspiele. Da haben wir nach der ersten Einheit schon drei Spieler, die jeweils drei Punkte geholt haben.“
Mit schwarzen Schuhen ist tatsächlich die Farbe gemeint. „Das ist vielleicht etwas verrückt von mir. Aber wenn zwei Spieler gleich gut sind, alles mitbringen und ich keine Argumente für den einen oder gegen den anderen habe, dann schaue ich auf die Schuhfarbe“, berichtet Öztürk. Einen wissenschaftlichen Beleg, dass Spieler, die nicht auf modischen Schnickschnack stehen, schlechter sind, den gibt es nicht. „Ich bin da alte Schule. Ich habe auf dem Feld immer schwarze Schuhe getragen und in der Halle weiße.“
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