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Türkspor Eppingen richtet 46. Atatürk-Cup aus

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Im Jahr des 30-jährigen Bestehens ist Türkspor Eppingen Ausrichter des prestigeträchtigen Atatürk-Cups, der unter der Schirmherrschaft des Generalkonsulats Karlsruhe gespielt wird. Zu Gast im Kraichgau: zwölf Mannschaften.

Türkspor Eppingen hat beim Kraichgau-Stimme-Cup das Endspiel erreicht, verlor das Finale aber gegen den Heidelberger SC.
Türkspor Eppingen hat beim Kraichgau-Stimme-Cup das Endspiel erreicht, verlor das Finale aber gegen den Heidelberger SC.  Foto: Herbert Schmerbeck

Türkspor Eppingen feiert in diesem Jahr einen runden Geburtstag. 30 Jahre wird der Verein aus dem Kraichgau alt. Als Auftakt der Feierlichkeiten richtet der Landesligist an diesem Sonntag in der Hardwaldhalle in Eppingen den Atatürk-Cup aus. Es ist bereits die 46. Auflage des Turniers, das unter der Schirmherrschaft des türkischen Generalkonsulats Karlsruhe ausgetragen wird. Auch Generalkonsul Mahmut Niyazi Sezgin wird vor Ort sein.

„In der Zwischenzeit läuft der Atatürk-Cup jedoch fast ein bisschen nebenher“, erklärt Eppingens Trainer Mehmet Öztürk, der die Trophäe schon als Spieler und als Trainer des 1. FC Wiesloch jeweils ein Mal gewonnen hat. „Früher war es was richtig Besonderes. Es war allerdings ein anderes Format. Gespielt wurde draußen jeweils über 90 Minuten mit verschiedenen Qualifikationsrunden – erst regional, dann auf Landesebene bis hin zu Süddeutschland –, ehe in Köln das Finale vor mehreren Tausend Zuschauern und Scouts aus der Türkei stattfand.“ Für viele sei es auch ein Sprungbrett in eine türkische Profiliga gewesen.

Auch in der Halle will Trainer Öztürk sehen, wer Sieger-Gen hat

Dennoch blickt Mehmet Öztürk erwartungsvoll auf das Hallenturnier. „Ich versuche gerade, den Spielern ein Sieger-Gen einzuimpfen. Deshalb führe ich auch eine Tabelle, wer wie viele Trainingsspiele gewonnen hat. Dadurch versuche ich, bei den Spielern rauszukitzeln, dass jeder immer auch seine letzten Körner reinwirft“, sagt Mehmet Öztürk.

Nicht jeden Spieler von Türkspor Eppingen will der Trainer aber auf dem Feld in der Hardtwaldhalle sehen. „Wir haben einige Spieler, für die der Hallenboden nicht gerade gut ist“, berichtet Mehmet Öztürk. Halil Ibrahim, Yasin Kücükzeybek (beide Hüftprobleme), Burak Simsek (Knieprobleme) oder auch Ilja Eckel und Sebahattin Öztürk möchte der Eppinger Coach ungern auf dem Feld sehen. Hallenverbot hat er aber keinem erteilt. „Die Jungs sind alle alt genug. Sie sollen selbst in ihren Körper hineinhören“, sagt Mehmet Öztürk.

Zwölf Mannschaften in zwei Sechsergruppen kämpfen um Viertelfinaltickets

Dennoch hofft der Eppinger Trainer, dass seine Mannschaft im Turnier weit kommt und möglichst sogar den Atatürk-Cup gewinnt. In zwei Sechsergruppen kämpfen insgesamt zwölf Mannschaften um die Viertelfinalplätze. Das erste Vorrundenspiel findet um 10 Uhr mit der Partie Türkspor Eppingen gegen Türkspor Mühlacker statt. Die Viertelfinalpartien werden ab 16.30 Uhr ausgespielt. Die Vorschlussrunde ist auf 17.20 Uhr terminiert. Kurz vor 18 Uhr soll das Finale beginnen, so dass der Sieger gegen 18.15 Uhr ermittelt sein sollte.

Einen Favoriten auszumachen, fällt Mehmet Öztürk aber schwer. „Alle türkischstämmigen Mannschaften haben vier, fünf gute Kicker in ihren Reihen. Deshalb kann jeder gegen jeden gewinnen. Für mich wäre es keine Überraschung, wenn ein A-Klasse-Team das Turnier gewinnt.“ Die weitesten Anfahrtswege haben Türkgücü Freiburg und der DTFV Bad Säckingen. Ein halbes Heimspiel ist es neben den Gastgebern von Türkspor Eppingen für Türk Gücü Sinsheim. Außerdem haben sich angekündigt: NK Croatia Heilbronn, der 1. FC Wiesloch, Türkspor Mannheim, Türkspor Mühlacker Fatihspor Pforzheim, der SV Heilbronn am Leinbach, Türkspor Mosbach und WGB Weilburg.

Titelverteidiger GU-Türkischer SV Pforzheim ist nicht am Start

Der Titelverteidiger, Verbandsligist GU-Türkischer SV Pforzheim, der in Mühlacker den SV Pfingstweide mit 2:0 bezwang, verzichtet in diesem Jahr auf die Teilnahme. „Als höchstklassiger türkischer Verein aus der Region fehlen die Pforzheimer ein bisschen als Zugpferd“, erklärt Mehmet Öztürk.

Ex-Profis geben sich die Ehre

Im Rahmenprogramm des 46. Atatürk-Cups in der Eppinger Hardwaldhalle findet gegen 16.15 Uhr auch ein Einlagespiel statt. In diesem stehen sich einige türkische Ex-Profis sowie jetzige und ehemalige Trainer von Türkspor Eppingen gegenüber. Angekündigt haben sich unter anderem Aydin Cetin (unter anderem Karlsruher SC), Volkan Glatt (unter anderem MSV Duisburg und Galatasaray Istanbul) oder Amir Alibaz. Auch Eppingens Hakan Aslantas wird im Team der Profis auflaufen. Auf der anderen Seite schnürt auch Mehmet Öztürk seine Kickstiefel. „Mit der Traditionsmannschaft des SV Sandhausen kicken wir regelmäßig in der Soccerhalle. Darüber hinaus habe ich in der Winterpause drei AH-Turniere gespielt, eins sogar gewonnen“, berichtet der Trainer von Türkspor Eppingen. nac

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