Türkspor Eppingen beim Atatürk-Cup: Yilmaz wird Torschützenkönig, Team dennoch raus
Mit zehn Treffern ist Alperen Yilmaz von Türkspor Eppingen bester Torschütze beim Atatürk-Cup. Dennoch scheitert der gastgebende Landesligist im Viertelfinale. Den Titel sichert sich Türkspor Mannheim.

Viel zu früh aus Sicht von Alperen Yilmaz schied Türkspor Eppingen beim Atatürk-Cup aus. Der bei Hallenturnieren erfolgsverwöhnte Landesligist musste bereits im Viertelfinale mit 0:1 gegen Fatihspor Pforzheim die Segel streichen. Den entscheidenden Gegentreffer kassierten die Kraichgauer fünf Sekunden vor Ablauf der Spielzeit durch einen direkt verwandelten Freistoß. „Wir wären gerne Turniersieger geworden. Denn wir sind eine sehr starke Truppe, auch individuell – vor allem in der Halle“, berichtet Yilmaz. „Leider hat es nicht ganz gereicht. Trotzdem war es eine schöne Erfahrung – erstes Turnier von Türkspor Eppingen, es hat Spaß gemacht.“
Auch die individuelle Auszeichnung für den Türkspor-Stürmer als bester Torschütze mit zehn Treffern entschädigte nicht für das Aus im Viertelfinale. „Im Endeffekt habe ich die zehn Tore umsonst gemacht. Wenn es keine Trophäe für den Verein, für die Mannschaft gibt, sind sie irrelevant“, erklärt Yilmaz.
Sieg beim Atatürk-Cup ist etwas Besonderes für Türkspor Mannheim
Den Titel beim 46. Atatürk-Cup in der Eppinger Hardwaldhalle sicherte sich Türkspor Mannheim. Das Team aus der Quadratestadt setzte sich im Finale gegen Türkspor Mosbach mit 2:1 durch. „Die Jungs haben sich für ihren Einsatz belohnt. Im Fußball geht es nun mal darum zu gewinnen. Das haben wir geschafft. Wir haben einfach gespielt – das, was in der Halle wichtig ist“, berichtet Mannheims Kapitän Can Aydingülü. „Hier dabei zu sein und den Turniersieg zu holen, ist etwas Besonderes. Das werden wir lange nicht vergessen. Aber jeder Erfolg, egal wo, ist natürlich wichtig.“
Bei den im Endspiel Unterlegenen aus Mosbach durfte sich Luke Pförtner zumindest über die Auszeichnung als bester Spieler des Turniers freuen. „Es ist schön, so eine Auszeichnung zu bekommen. Meine Mannschaftskameraden haben mir aber auch gut geholfen – und auch ich habe gut auf sie gespielt“, berichtet der Mosbacher Mittelfeldspieler, der in der Hinrunde der vergangenen Saison für Türkspor Neckarsulm auflief. „Unser Ziel war jedoch der Turniersieg. Aber im Finale haben wir unsere Chancen nicht reingemacht. Und am Ende beim 0:2-Rückstand wurde es etwas zu wild. Manche haben den falschen Ton auf dem Platz gehabt.“
Reibungsloser Ablauf, Stimmung in der Halle und auf der Tribüne
Ein positives Fazit zog Hasan Fistikci. „Wichtig ist, dass alles ohne Probleme abgelaufen ist. Denn der Atatürk-Cup ist kein normales Turnier“, berichtet der Vorsitzende von Türkspor Eppingen. „Und was mich besonders gefreut hat, war, dass ungefähr 300 bis 350 Zuschauer da waren – Fußballer, Freunde, Eltern und Kinder.“
Den Zuschlag, den Atatürk-Cup auszurichten, hatten die Kraichgauer erhalten, weil sie im vergangenen Jahr ihr 30-jähriges Bestehen gefeiert haben. „Das Turnier war praktisch der Höhepunkt und Abschluss“, erklärt Fistikci. Und Yilmaz ergänzt: „Es ist sehr schön, ein Turnier für türkische Mannschaften zu haben. Dass die Türken in Deutschland zusammenhalten und auch andere Teams da waren, ist eine schöne Erfahrung.“
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare