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Pink Ladies

TSV Neuenstein will gegen Heidenheim den nächsten Schritt machen

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Die Pink Ladies des TSV Neuenstein fahren am Sonntag zum Oberliga-Tabellennachbar 1. FC Heidenheim. Die Niederlage im Pokal-Halbfinale ist mittlerweile verdaut. 

Maren Schmitt (links) steht den Pink Ladies aus studiumsbedingten Gründen nicht mehr zur Verfügung.
Foto: Marc Schmerbeck
Maren Schmitt (links) steht den Pink Ladies aus studiumsbedingten Gründen nicht mehr zur Verfügung. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

Die Pink Ladies des TSV Neuenstein hatten etwas Zeit zum Durchatmen. Nach rund zwei Wochen Spielpause greifen sie am Wochenende wieder ins Geschehen ein. Die Niederlage im Verbandspokal-Halbfinale ist dadurch auch bereits gut verarbeitet.

Der Fokus der Pink Ladies gilt nun wieder der Liga

„Der Fokus fürs Wochenende ist da“, sagt Trainerin Leonie Uhl im Hinblick auf das Oberliga-Auswärtsspiel gegen den Tabellennachbarn 1. FC Heidenheim am Sonntag um 14 Uhr. Sie ließ im Laufe der Woche einige taktische Dinge mit ins Training einfließen, um das Team auf Heidenheim vorzubereiten. „Wir haben nach wie vor auch die gleiche Kaderausgangssituation, dass uns nahezu alle Spielerinnen zur Verfügung stehen“, sagt Uhl.

Maren Schmitt hat studiumsbedingt ihr letztes Spiel absolviert

Wobei sie weiterhin auf die angeschlagene Sophia Klärle (Außenbandanriss) verzichten muss. „Das wird vermutlich noch ein paar Wochen dauern, bis sie wieder zu 100 Prozent zur Verfügung steht.“ Außerdem hat Maren Schmitt das letzte Spiel für Neuenstein absolviert. Es wurde vor der Saison schon kommuniziert, dass sie nur in der Hinrunde zur Verfügung stehen wird, weil sie dann studiumsbedingt wegzieht. Dies war nun im April der Fall. So lange zog sie es noch durch. „Sie wird uns fehlen und nur schwer zu ersetzen sein“, sagt Uhl. „Sie ist eine Kämpferin auf dem Platz und bringt noch dazu viel Qualität mit.“

Eine Mannschaft auf Augenhöhe wartet auf Neuenstein

In Heidenheim wartet auf dem Kunstrasenplatz eine Mannschaft auf Augenhöhe auf die Pink Ladies. Die Gastgeberinnen haben 26 Punkte auf dem Konto, die Neuensteinerinnen kommen einen Platz dahinter als Sechster auf 23 Zähler. Wobei viele die Heidenheimerinnen noch weiter vorne in der Tabelle erwartet hatten.

„Wir können uns drauf einstellen, dass die Heidenheimerinnen sehr zentrumslastig spielen. Mit einem 4-4-2 in der Raute“, hat Uhl analysiert. „Sie versuchen dann, das Zentrum zu bespielen und doch auch immer wieder mal Diagonalbälle hinter die Abwehrkette einfließen zu lassen. Da werden wir uns drauf einstellen, und haben auch entsprechend noch mal trainiert.“

Doch die Neuensteinerinnen wollen sich keinesfalls nur nach dem Gegner richten. Sie wollen auch versuchen, wieder Impulse in der Offensive zu setzen. Wahlweise über Außen oder eben auch das Zentrum. „Die Grundlage wird sein, in der Defensive stabil zu stehen“, sagt Uhl.

Die Chancenverwertung ist ein Neuensteiner Manko

Gegen den VfB Stuttgart II hat sie im Pokal-Halbfinale noch mal gemerkt, wie wichtig es ist, die eigenen Chancen zu nutzen, was in diesem Fall nicht ganz gelang. „In der ersten Viertelstunde gehörte das Spiel uns“, sagt Uhl. Doch daraus schlug ihr Team kein Kapital. Die Stuttgarterinnen, die auch zwei, drei Spielerinnen aus der ersten Mannschaft dabei hatten, waren kaltschnäuziger. Überhaupt seien die Chancenverwertung eines der größte Mankos ihres Teams.

„Es wäre schön, wenn wir in Heidenheim in Führung gehen könnten“, sagt Uhl. Andererseits sei es wichtig, ein Spiel nach Rückschlägen auch nicht zu schnell abzuhaken, sondern weiterzukämpfen. „Das haben die Mädels gegen den VfB II auch gemacht“, sagt Uhl. „Sie haben alles reingeworfen.“

Die Stimmung im Team passt

Mittlerweile ist die Enttäuschung über das verpasste Finale auch wieder der guten Stimmung gewichen. „Unser Fokus gilt jetzt der Liga“, sagt Uhl. „In Heidenheim wird wichtig sein, die Position zu halten und entsprechend aus dem Zentrum heraus auch defensive Arbeit zu leisten und zu unterstützen. Es wird schon wichtig sein, dass unsere Sechser und Achter bei klarer Zuordnung dann einfach auch sich mit fallen lassen.“ In der Defensive in Überzahl zu kommen, heißt die Devise. „

Heidenheim lag den Neuensteinerinnen in der Vergangenheit

Heidenheim ist schon auch ein Gegner, der uns in der Vergangenheit gelegen ist“, sagt Uhl. „Das Hinspiel haben wir ja auch gewonnen. Und das waren sicher keine eingeplanten Punkte.“ Nun würden die Neuensteinerinnen gerne erneut drei Zähler mitnehmen, um sich noch weiter von der Abstiegszone zu entfernen. Wobei jetzt bereits der Abstand groß ist und kaum noch etwas passieren sollte.

„Dann könnten wir ganz ohne Druck in die nächsten Spiele gehen und befreit aufspielen“, sagt Uhl.

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