Der nächste Königsklassen-Check für die TSG Hoffenheim
Hoffenheim hat in Frankfurt schon lange nicht mehr gewonnen und geht in die einzige Englische Woche bis zum Sommer.

Andrej Kramaric lag knapp daneben, als er schon direkt nach dem Sieg über Bayer Leverkusen auf die Partie an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) bei Eintracht Frankfurt blickte. „Keine Ahnung, wie lange wir da nicht mehr gewonnen haben. Acht Jahre? Neun Jahre?“, sagte der TSG-Rekordtorschütze.
Im April liegt der letzte Hoffenheimer Dreier bei der Eintracht zehn Jahre zurück. Ein Leihspieler namens Kramaric war erst wenige Wochen da, ein gewisser Julian Nagelsmann als Trainer im Abstiegskampf ebenfalls.Kramaric, 34 Jahre alt mittlerweile, hatte zuletzt mehrfach zum Ausdruck gebracht, unbedingt wieder Champions League mit der TSG 1899 zu spielen, so wie in den Glanzzeiten unter Nagelsmann. „Wenn wir die Champions-League-Plätze erreichen wollen, dann müssen wir auch mal da gewinnen“, sagt er mit Blick auf die aktuelle Bundesliga-Position (Rang drei), die es nun in Frankfurt zu verteidigen gilt.
Turbulente Tage in Frankfurt
„Es wird immer viel von Champions League gesprochen, wir hatten vergangenen Samstag Champions League, haben das am Samstag“, sagt Trainer Christian Ilzer über die Duelle mit zwei aktuellen deutschen Startern in diesem Wettbewerb, ein weiteres folgt ja zeitnah in München (8. Februar, 17.30 Uhr). Den ersten Königsklassen-Check 2026 bestanden die Kraichgauer beim 1:0 gegen Bayer Leverkusen, der zweite folgt nun in Frankfurt. Die Eintracht erlebt turbulente Wochen, hat sich gerade erst von Trainer Dino Toppmöller getrennt. Umso genauer schauten Ilzer und sein Trainerteam beim Frankfurter 2:3 bei FK Karabach Agdam in der Königsklasse hin und verschafften sich vorm TV „ein bisschen den Überblick“.
Was ist nun anders? Am Schnitt von drei Gegentoren hat das Interimstrainerduo um Chef Dennis Schmitt und Assistent Alex Meier schon einmal nichts ändern können. Jene Balance aus Offensive und Defensive, welche die Kraichgauer unter Ilzer gefunden haben, sucht die Eintracht auch nach dem Trainerwechsel noch. „Sie sind nach wie vor eine sehr starke Mannschaft, auch wenn sie gewisse Probleme haben“, sagt der TSG-Trainer.
Mit zwei Siegen zum Jahresstart und dem Sprung auf Rang drei haben die Kraichgauer ihren Status als positive Bundesliga-Überraschung der Saison untermauert. Nun steht die erste (und einzige) Englische Woche bis zur Sommerpause auf dem Programm, weil bereits am Dienstag (20.30 Uhr/Sky) die Nachholpartie bei Werder Bremen stattfindet. „Es ist ein gutes Zeichen, wenn man in so eine Woche mit einer guten Kadersituation startet“, sagt der Trainer, der lediglich auf die verletzten Adam Hlozek und Neuzugang Cole Campbell verzichten muss.
Hoffenheim-Leader Prömel saß zuletzt zwei Mal draußen
Grischa Prömel stach unter den vielen TSG-Gewinnern bis Weihnachten heraus. Nun saß der 30-Jährige zuletzt zwei Mal bei Spielbeginn nur auf der Bank, kam erst in der finalen halben Stunde ins Spiel. Trainer Ilzer verweist auf „den hohen Konkurrenzkampf im Training“. Der fordert weitere „Opfer“. Muhammed Damar befand sich zu Saisonbeginn noch mit Andrej Kramaric auf Augenhöhe. Seit Anfang Oktober hat er gerade einmal 28 Minuten Bundesliga gespielt. Kramaric ist in aller Munde, von seinem designierten Erben spricht keiner. „Für ihn persönlich ist das natürlich nicht einfach“, sagt sein Trainer: „Ich bin sicher, dass er schon in naher Zukunft auch wieder auf dem Platz zu sehen ist.“ Das gilt auch für einen anderen Hoffenheimer, fortan aber in einem anderen Trikot.
Arthur Chaves, in der Vorsaison noch Stammkraft, kam zuletzt aber auf keine Einsätze mehr. „Es war für ihn nicht befriedigend, dass er so wenig Spielzeit hatte“, sagt Christian Ilzer über den bis zum Saisonende an Ligakonkurrent FC Augsburg verliehenen Innenverteidiger. Klar ist dadurch auch: Einen weiteren Abgang in der Innenverteidigung gibt es nicht mehr. Kevin Akpoguma, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, bleibt. Mit Blick auf die Defensive sagt Ilzer: „Wir haben jetzt schon sehr ausgedünnt und haben die Ambition, mit dem Kader in die nächsten Wochen zu gehen.“
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