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Fußball Landesliga Württemberg

TSG Öhringen gegen TV Oeffingen: Umzug auf den Kunstrasen zahlt sich aus

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Die TSG Öhringen dominiert den TV Oeffingen fast die gesamten 90 Minuten und feiert mit dem 4:1 den ersten Landesliga-Sieg seit der Winterpause.

Lorik Makolli (Mitte) enteilt Oeffingens Rechtsverteidiger Luis Feyhl und schiebt den Ball TVO-Torwart Manuel Haug durch die Hosenträger zum 2:1 für die TSG Öhringen ins Netz.
Lorik Makolli (Mitte) enteilt Oeffingens Rechtsverteidiger Luis Feyhl und schiebt den Ball TVO-Torwart Manuel Haug durch die Hosenträger zum 2:1 für die TSG Öhringen ins Netz.  Foto: Michael Nachreiner

Einige Steine sind den Öhringern nach dem ersten Landesliga-Sieg im Jahr 2026 vom Herzen gefallen. „Wir waren immer wieder dran. Wir spielen es nicht schlecht, wir hatten aber immer Phasen, in denen wir es nicht auf die Kette bekommen haben. Und das reicht in der Landesliga dann nicht“, berichtet TSG-Trainer Tobias Weis. „Deshalb tut das extrem gut, so klar und deutlich zu gewinnen. Denn wir können es ja. Ich habe den Jungs auch gesagt, sie sollen ein, zwei Tage feiern gehen und das Gefühl genießen.“

Denn der Druck sei doch sehr hoch gewesen, weil die TSG Öhringen seit der Winterpause noch nicht gewonnen und nur einen Punkt eingefahren hatte. Vor allem hat sie sich selbst diesen Druck gemacht. „Wir alle wollten endlich diese drei Punkte“, sagt Lorik Makolli. Und Tobias Weis ergänzt: „Wir waren es nicht gewohnt, mal zwei, drei Spiele in Folge nicht zu gewinnen.“

Im Duell der im Jahr 2026 bis dahin sieglosen Teams kommt TSG Öhringen besser zurecht

Mit diesem Druck kamen die Öhringer aber sehr gut zurecht. Am Ende siegten sie in einem relativ einseitigen Spiel gegen den TV Oeffingen mit 4:1 (2:1). „Wir waren schon zur Pause mit dem 1:2 gut bedient. Der Sieg für Öhringen geht auch in der Höhe in Ordnung“, erklärt TVO-Trainer Haris Krak. „Mir war das heute zu lasch, zu wenig Emotion und zu ungenau.“

Der Umzug auf den Kunstrasenplatz hat den Öhringern gutgetan. „Wir sind eine Mannschaft, die Fußball spielen will. Deshalb ist der Kunstrasen für uns besser“, berichtet Makolli, der auf der linken Außenbahn wirbelte und von den Oeffingern kaum einzufangen war. Die ersten gefährlichen Angriffe auf den Kasten von Manuel Haug rollten aber über die rechte Seite auf den TVO-Schlussmann zu. Schon in der sechsten Minute hätte Maximilian Egner die TSG Öhringen in Führung bringen müssen. Doch sein Kopfball aus fünf Metern, nachdem Haug einen Freistoß nach vorne hatte prallen lassen, verfehlte das leere Gehäuse. Und zwei Minuten später traf Justin Scholl nach einem Steckpass von Jonas Stegmeier nur das Lattendreieck (8. Minute).

TV Oeffingen stellt mit 1:1 Spielverlauf in ersten Minuten auf den Kopf

Bei einem Kopfball von Philipp Schropp nach einer Ecke war Haug aber erstmals machtlos – 1:0 (14.). Nur zwei Minuten darauf stellten die Oeffinger den bisherigen Spielverlauf aber auf den Kopf. Ein Freistoß von Leonis Memaj fast von der Seitenauslinie ging an Freund und Feind vorbei und schlug im langen Eck zum Ausgleich ein (16.).

Das 1:1 schockte die Öhringer ein bisschen. Ihre Dominanz war dahin. Und beinahe wären sie sogar in Rückstand geraten. Doch Kevin Ljan schaufelte den Ball bei einem Konter zwar über TSG-Torwart Len Brutzer hinweg, aber auch knapp am Pfosten vorbei (20.).

Abwehrversuch von Oeffingens Zeneli wird zur Vorlage für Öhringens Makolli

Als Donari Zeneli an der Mittellinie Stegmeier den Ball wegspitzelte und diesen damit perfekt für Makolli auflegte, der Luis Feyhl enteilte und auch Haug keine Chance ließ, waren die Kräfteverhältnisse im Otto-Meister-Stadion wieder hergestellt (25.). Nach dem 2:1 spielte nur noch die Heimelf und hätte den Vorsprung schon bis zur Pause in die Höhe schrauben können. Mehrmals brannte es lichterloh im Oeffinger Strafraum. Wie bei einem Schuss von Alex Cosentino aus 20 Metern und der anschließende Ecke, als Egner zu überrascht war, den Ball gezielt zu verarbeiten (32.). Oder als nacheinander Makolli, Egner, Schropp und Scholl gute Schussgelegenheiten hatten, als Haug einen Freistoß erneut nach vorne faustete. Letztlich klärte Myrdon Gorica Zentimeter vor der Linie (43.).

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Öhringer weiter das Geschehen. Scholl erhöhte zunächst auf 3:1 (57.). Und Cosentino ließ das 4:1 folgen (69.), als ihm Gorica eine scharfe Hereingabe von Makolli mit der Hacke fast mustergültig auflegte. „Damit war die Messe gelesen“, konstatiert TVO-Trainer Krak. Die Gastgeber hätten aber noch weiter nachlegen können.

TSG Öhringen: Brutzer – Helming, Schropp, Jankowski, Wilske – Stegmeier (72. Hergüngezer), Egner (70. Darii), Provvido (75. Ipek), Makolli – Cosentino, Scholl (75. Pantelis).

TV Oeffingen: Haug – Feyhl (28. Uckan), Gorica, Hashani, Calemba – Memaj (79. Chirivi), Zeneli, Ahmeti, Ljan (79. Eklou) – Tsouloulis (85. Broos), Kloos.

Tore: 1:0 Schropp (14.), 1:1 Memaj (16.), 2:1 Makolli (25.), 3:1 Scholl (57.), 4:1 Cosentino (69.).

Schiedsrichter: Gabriel Grundl (Sinsheim), Ramon Ghafuri, Moritz Pfister.

Die Oeffinger, die sich immer öfter in Diskussionen mit Schiedsrichter Gabriel Grundl verstrickten, kamen erst in der Schlussphase noch mal gefährlich vor den Kasten von Len Brutzer. Doch in der 82. Minute spielte der TSG-Torwart bei einem Steckpass auf Nektarios Tsouloulis mit. Und in der Nachspielzeit rutschte Emanuel Broos knapp an einer Hereingabe vorbei (90.+2).

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