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Tobias Weis will einen erfolgreichen Abschluss bei der TSG Öhringen

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Fußball-Landesligist TSG Öhringen ist in die Winter-Vorbereitung gestartet. Es gibt wenige Veränderungen, aber einige Ausfälle drohen.

Das Öhringer Trainerteam Tobias Weis (von links), Volkan Demir und Konstantinos Drossas ist mit dem Landesliga-Team in die  Winter-Vorbereitung gestartet.
Das Öhringer Trainerteam Tobias Weis (von links), Volkan Demir und Konstantinos Drossas ist mit dem Landesliga-Team in die Winter-Vorbereitung gestartet.  Foto: Herbert Schmerbeck

Nun ist auch die TSG Öhringen in die Winter-Vorbereitung eingestiegen. Zumindest in die gemeinsame. Denn Trainer Tobias Weis hatte seinen Spielern davor klare und auch knackige Laufpläne gegeben. „Die Jungs haben durchgezogen und ihre Läufe gemacht. Wirklich top“, sagt er – trotzdem testete der Coach zunächst nochmal den Fitnesszustand seiner Jungs an.

„Damit ich weiß, wie ich dann ins Training einsteigen kann. Ich finde es einfach besser, wenn die körperliche Grundlage schon da ist“, erklärt er.

Aktuell gibt es bereits einige Ausfälle

Auf einige Spieler muss er zunächst aber verzichten. Mert Sipahi befindet sich noch auf Weltreise, Tim Maier wurde an den Bezirksligisten SG Sindringen/Ernsbach verliehen, Cedric Weyreter laboriert an einer Sprunggelenksverletzung und muss voraussichtlich operiert werden, und Maximilian Egner plagt sich noch mit einer Adduktoren-Verletzung.

Neu dazu gekommen ist nur Luca Provvido, der schon seit Längerem bei der TSG mittrainiert, nun aber in der restlichen Rückrunde spielberechtigt ist. Mit ihm will Weis versuchen, die Lücke im zentralen Mittelfeld zu schließen, die durch den Ausfall von Weyreter/Egner erstmal entsteht. „Man kann ihn als halben Neuzugang sehen“, sagt Weis.

Außerdem steigt Justin Scholl nach seinem Kreuzbandriss wieder ins Training ein. Weis: „Aber er hat immer wieder noch ein paar Probleme. Das Knie wird nach Läufen noch dick.“Ansonsten bleibt der Kader gleich.

Einige Gegner haben auf dem Transfermarkt kräftig zugeschlagen

„Wenn ich sehe, was Mannschaften wie Schorndorf gemacht haben ...“, sagt Weis, dem zumindest zu Beginn der Restsaison eben einige Stammkräfte wegbrechen. „So müssen es eben die jungen richten. Aber ich vertraue ihnen auch. Jetzt müssen sie unter mir den nächsten Schritt machen.“ Die Schorndorfer haben sich mit einem Torhüter und drei Feldspielern verstärkt.

Das dämpft beim Trainer aber keineswegs die Erwartungshaltung für das letzte halbe Jahr bei der TSG Öhringen – bevor er dann nach drei erfolgreichen Jahren Aufbauarbeit zum Verbandsligisten Sportfreunde Schwäbisch Hall wechselt. „Wenn die Jungen die nötigen Prozentpunkte abrufen – das Potenzial dazu haben sie –, können wir die Ausfälle kompensieren.“ Sein Ziel ist klar: „Wir wollen so lange wie möglich vorne dranbleiben, das Maximale rausholen.“ Auf Rang drei ist der Aufsteiger in die Winterpause gegangen – mit fünf Punkten Rückstand auf Tabellenführer SKV Rutesheim und drei auf den Zweiten FV Löchgau, der aber noch ein Spiel mehr ausstehen hat.

So schnell wie möglich den Klassenerhalt klar machen

So schnell wie möglich will Weis, dass seine Mannschaft den Klassenerhalt auch rechnerisch klar macht. „Dann haben wir eine Restsaison vor der Brust, in der wir nichts zu verlieren haben. Das kann Motivation für die letzten zwei, drei Monate sein und ein Feuer entfachen, so dass wir sagen, ,komm, wir hauen uns nochmal richtig rein‘ und sehen, was am Ende dabei rauskommt“, sagt Weis. „Klar ist aber auch, sollten wir die ersten Spiele nicht so bestreiten, dass wir zwei, drei Siege holen, dann ist die Saison schnell gelaufen, wenn es darum geht, in Richtung Platz eins oder zwei zu schauen.“

Tobias Weis ist nicht nur der sportliche Erfolg wichtig

Er verweist aber darauf, dass die Mannschaft als Aufsteiger eine „super Hinrunde“ gespielt hat. „Daran wollen wir schon anknüpfen und freuen uns auf die Rückrunde. Wir wollen die, die vor der Saison vor uns gehandelt wurden, einfach noch etwas ärgern.“ Aber noch etwas Anderes als der reine sportliche Erfolg ist ihm wichtig.

„Im Sommer habe ich drei Jahre mit den Jungs zusammengearbeitet. Ich will gehen und jeden weiterentwickelt haben. Das ist für mich ganz, ganz arg wichtig. Gerade auch bei den A-Jugendlichen, die vor der Saison rauskamen und nun ein Jahr bei mir waren“, sagt Weis und hofft, dass sein Nachfolger Thomas Kettner daran anknüpfen kann. Schließlich hat Weis aus einer Mannschaft, die am Boden lag, erst ein Bezirksliga-Spiutzenteam und nun eine Landesliga-Spitzenmannschaft geformt. 

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