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Systemfehler bei Eintracht Frankfurt führt zum Toppmöller-Aus 

  
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Trainer Dino Toppmöller ist in Frankfurt an einem fehlenden Defensivplan gescheitert, meint unser Autor. 

Eintracht Frankfurt hat sich von Trainer Dino Toppmöller getrennt.
Eintracht Frankfurt hat sich von Trainer Dino Toppmöller getrennt.  Foto: dpa

Gut, dass es für alles eine Statistik gibt: So viele Tore wie der FC Bayern München hat laut der BBC in den europäischen Topligen zu diesem Saison-Zeitpunkt seit der Saison 1930/31 kein Team erzielt. Wie die Raupe Nimmersatt im Kinderbuch frisst sich der Rekordmeister durch die Konkurrenz. Ganz ohne Magenschmerzen. Ob man als Meister-Schmetterling nun nach dem 27. oder 28. Spieltag aus dem Kokon schlüpft, das ist nach dem 5:1 bei RB Leipzig noch die einzige spannende Titel-Frage. Wer den Teams dahinter in den direkten Duellen vier, fünf oder sechs Tore einschenkt, der spielt einfach in einer eigenen Liga. Spannend ist es in der Tabelle nur weit hinter den Bayern. Zum Beispiel in Frankfurt und Hoffenheim.

Im Mai war Ilzer eigentlich schon weg und Toppmöller noch der große Held

Dino Toppmöller hatte im Mai 2025 die Eintracht aus Frankfurt das erste Mal über die Bundesliga in die Fußball-Königsklasse geführt. Sein Kollege Christian Ilzer hingegen stand bei der TSG Hoffenheim vor dem Aus. Wer damals darauf gewettet hätte, dass Ilzer mal ein Top-Vier-Team formen würde, während Toppmöller nach dem 18. Spieltag Anfang 2026 entlassen wird, der hätte mit diesem Tippzettel abkassiert. Ilzer gibt seinen Spielern einen verständlichen Plan an die Hand. Toppmöller ist genau daran gescheitert. Wer die meisten Gegentore aller Erstligisten kassiert, der hat keine Argumente. Immer wiederkehrende Abwehrfehler sprechen für einen gewaltigen Fehler im System. Zudem herrscht in Frankfurt durch einen teuren Kader erhöhter Erfolgsdruck, Rang sieben ist längst nicht mehr der Anspruch beim Europa-League-Sieger von 2022.

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