Heddesheim verzichtet auf möglichen Aufstieg
Der FV Fortuna Heddesheim verzichtet auf einen möglichen Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg, wird auch keine Relegation spielen, wenn er am Ende der Saison auf dem zweiten Platz liegen sollte. nac
Der Innenverteidiger des VfB Eppingen bringt den badischen Verbandsligisten gegen den FC Astoria Walldorf II auf den Weg zum Heimsieg und sorgt für gute Laune für den Mannschaftsausflug aufs Stuttgarter Frühlingsfest.

Dieser Hammer hätte wahrscheinlich auch eingeschlagen, wenn Walldorfs Torwart Lucca Kletti noch rangekommen wäre. „Ich denke, der Ball hatte eine Geschwindigkeit von 140 oder sogar 150 Kilometern pro Stunde. Ich habe ihn einfach gut getroffen, der geht bestimmt nicht immer so rein“, sagt Silas Schnabel, der in der 40. Minute das Spielgerät am Elfmeterpunkt volley satt getroffen hat. Dem Hammer des Eppinger Innenverteidigers ging eine Ecke von Farid Hazrati voraus, die Noah Lorch am kurzen Pfosten verlängerte und ein Walldorfer am langen Pfosten bedrängt Schnabel für sein erstes Pflichtspieltor im VfB-Dress fast perfekt auflegte.
„So den Ball zu nehmen, war genau richtig. Silas hat einen herausragend guten Schlag im Fuß“, freut sich auch Schnabels Trainer David Pfeiffer. „Ich habe ihn schon oft bei Standardsituationen vorne eingeteilt. Doch er ist manchmal gar nicht mit nach vorne gegangen, da vielleicht etwas die letzte Überzeugung fehlte, dass er ein Tor machen kann. Doch aufgrund seiner Statur hat er schon eine Wucht, die er öfters mal vorne einbringen darf.“ Mit dem Treffer zum 1:0 ebnete der VfB-Innenverteidiger den Eppingern den Weg zum 2:0 (1:0)-Sieg in der Verbandsliga gegen den FC Astoria Walldorf II. Das zweite Tor erzielte Leon Kritter bereits in der Nachspielzeit (90.+3 Minute), der nach perfekter Vorarbeit von Amin Yazji nur noch einschieben musste. Es war das dritte Spiel des VfB in Folge zu null und ohne Niederlage.
Der Erfolg war die beste Grundlage für den Ausflug der Eppinger aufs Stuttgarter Frühlingsfest, auf dem sie einen Tisch im Festzelt reserviert hatten. „Die Zugfahrt von Kirchheim am Neckar bis zum Wasen wird bestimmt witzig“, berichtet Schnabel, der sich wie andere VfB-Spieler stilecht in eine Tracht geworfen hatte. „Und nach Hause kommt man irgendwie immer“, deutet er an, dass es ein langer, feucht fröhlicher Abend werden könnte.
Heddesheim verzichtet auf möglichen Aufstieg
Der FV Fortuna Heddesheim verzichtet auf einen möglichen Aufstieg in die Oberliga Baden-Württemberg, wird auch keine Relegation spielen, wenn er am Ende der Saison auf dem zweiten Platz liegen sollte. nac
Trotz des Erfolgs war aber nicht alles Gold, was beim VfB glänzte. Nach dem enttäuschenden 0:0 beim abstiegsbedrohten TSV Reichenbach am vergangenen Sonntag war es zwar eine gute Reaktion der Eppinger. „Die Intensität ging aber nur so“, zeigt sich Schnabel selbstkritisch. „Wir waren zwar immer da, wenn notwendig war. Aber wir haben Spiele schon mit einer anderen Intensität gespielt.“ Auch Pfeiffer verfiel nicht in Überschwang. „Alle Spieler hatten mit dem Wetterumschwung zu kämpfen gehabt. Ich hätte mir dennoch vor allem in der ersten Halbzeit die Intensität etwas höher gewünscht“, erklärt der VfB-Coach. „Aber heute war wichtig, wie gut wir gegen den Ball arbeiten. Und das haben wir gut gemacht.“
Nach verhaltenem Beginn von beiden Mannschaften kamen die Eppinger nach einer Viertelstunde besser ins Spiel. Bei ihren ersten Möglichkeiten kamen sie aber entweder einen Schritt zu spät, oder es fehlte etwas das Spielglück. Bis zur Ecke, die Schnabel unter die Latte hämmerte. „Es war der erste scharf hereingebrachten Standard. Davor hatten wir schon einige, die wir eher uninspiriert reingeschlagen haben“, moniert Pfeiffer. Die Walldorfer waren nur bei Kontern gefährlich. Erst in der 73. Minute spielten sie sich ihre erste Chance heraus. Den Schuss von Lauritz Fischer wehrte Schnabel aber fast auf der Linie mit der Brust/Schulter ab.
In der Nachspielzeit machten die Eppinger durch den Treffer von Kritter dann alles klar. Und eine Minute später leistete Max Müller seinen Walldorfern noch einen Bärendienst. Ihm rutschte nach einem Foul eine Beleidigung heraus, so dass er Rot saht (90.+4). „Das ist bestimmt im Affekt rausgerutscht. Er ist eigentlich ein fairer Sportsmann und kam hinterher auch zu uns in die Kabine und entschuldigte sich“, erzählt Pfeiffer.
VfB Eppingen: Blabusch – Rauh (65. Sasso), Zengerle, Schnabel, Diamalembe (84. Madbouly) – Lorch (70. Kritter), Ulusoy, Cianciolo – Yazji, Hazrati (89. Shala), Feljauer (77. Rudenko).
FC Astoria Walldorf II: Kletti – Wirth, Müller, Keller – Jautz (77. Sieper), Thurnher, Fischer, Thunert – Gianetta, Wiesendanger (75. Balkow), Gamer (57. Essenpreis).
Tore: 1:0 Schnabel (40.), 2:0 Kritter (90.+3).
Schiedsrichter: Julian Rosenberger (Karlsruhe), Friedrich Käthler, Oussema Kriwen.
Rote Karte: Müller (Walldorf II/90.+4).
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