SG Kirchardt: Trainer Denis Schwager ärgert sich über die Platzverhältnisse
Die Fußballfelder am Kettendwald seien zwar kein „Rübenacker“. Dennoch musste Denis Schwager mit seiner SG Kirchardt in der Vorbereitung auf die Rest-Rückrunde der Landesliga Rhein-Neckar improvisieren.

Die Vorfreude auf den Restart der Landesliga nach der Winterpause ist bei den Verantwortlichen und den Spielern der SG Kirchardt groß. „Alle fiebern auf das erste Pflichtspiel im Jahr 2026 hin. Die Jungs wollen“, sagt Trainer Denis Schwager. „Immerhin waren es fast drei Monate Pause.“ Zum Auftakt der Rest-Rückrunde erwartet die SGK den VfB St. Leon am Kettendwald.
Niederlage von St. Leon bei Türkspor interessiert Trainer der SG Kirchardt nicht
Der Verbandsliga-Absteiger hat sich am vergangenen Wochenende zwei blaue Augen im Nachholspiel bei Türkspor Eppingen eingefangen, das er mit 0:3 verlor. Das interessiert Schwager aber reichlich wenig. „Vielleicht versuchen die St. Leoner, daraus extra Motivation zu ziehen. Aber ob sie die auch wirklich finden, weiß ich nicht. So ein Ergebnis erzeugt eher Druck. Und ich bin mal gespannt, wie sie mit dem umgehen“, erklärt Schwager.
Denn sein Augenmerk liegt erst einmal darauf, wie seine Mannschaft auftritt. „Ich schaue darauf, wie wir das Spiel angehen, wie wir Situationen lösen und wie wir unser Spiel aufbauen“, berichtet Schwager. Das Bauchgefühl meldet zwar noch keine Bedenken an. Dennoch ist der Kirchardter Coach nicht uneingeschränkt zufrieden mit der Vorbereitung. „Die ganzen sechs Wochen waren ernüchternd aufgrund der Platzverhältnisse“, bemängelt Denis Schwager. „Uns hat es besonders heftig getroffen. Ich weiß nicht, wie oft wir auf dem Platz waren. Aber es war sehr, sehr selten. Wir werden noch ein paar Wochen brauchen, bis wir auf einem akzeptablen Fitnesslevel sind.“
Schwagers Fazit zur Vorbereitung ist negativ - dennoch ist der SGK-Coach nicht unzufrieden
Neben der fehlenden Kondition und Kraft machte dem SGK-Trainer zu schaffen, dass Trainingsinhalte nicht umgesetzt werden konnten. „Die Qualität der Plätze ist so miserabel, dass wir nicht richtig trainieren konnten. Übungen für den Spielaufbau, bei dem man die Möglichkeiten für sauberes Passspiel benötigt, waren nicht möglich“, berichtet Schwager. „Denn gerade von hinten raus haben wir noch viel mehr Möglichkeiten, einen ruhigeren Aufbau zu leisten – mehr Ruhe reinzubekommen und nicht so oft den Ball zu verlieren.“
Bei anderen Inhalten fällt das Urteil nicht ganz so verheerend aus. „Um zu trainieren, wie man offensiv ins Pressing gegen den Ball reinkommt, dafür braucht man keine guten Platzverhältnisse“, erklärt der Kirchardter Coach. Die Spieler hätten aber gut mitgezogen, was Schwager wieder positiv stimmt.
Markus Willert steht der SG Kirchardt erst mal nicht mehr zur Verfügung
Schwerer als die suboptimale Vorbereitung wiegt, dass Linksverteidiger Markus Willert wegen beruflicher Verpflichtungen kürzertreten muss. Vor allem als verlängerter Arm von Denis Schwager auf dem Platz, den er zusammen mit Stefan Stötzel als Co-Trainer unterstützte.
In der Verteidigung haben die Kirchardter allerdings mit Stefan Stötzel, Jonas Kachel, Jan Niklas Weber und Jannik Danecker genügend Alternativen. Dazu kommen mit Finn Janjak (1. FC Mühlhausen) und Marc Wohlfarth (FV Nußloch) zwei A-Jugend-Zugänge, die ebenfalls Innenverteidiger sind. Das einzige Problem: Bei den Alternativen ist kein einziger Linksfuß dabei.
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