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Rückrunde könnte zum Charaktertest für die TSG Öhringen werden

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Fußball-Landesligist TSG Öhringen startet am Sonntag bei der SG Schorndorf in Teil zwei der Landesliga-Saison. Dabei gibt es im Vorfeld einige Fragezeichen. 

Die Öhringer mit Justin Scholl (rechts) haben am Sonntag den Rückrunden-Auftakt vor der Brust. Der Tabellendritte startet mit einem Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger SG Schorndorf. Wird der TSG-Höhenflug gebremst?
Foto: Marc Schmerbeck
Die Öhringer mit Justin Scholl (rechts) haben am Sonntag den Rückrunden-Auftakt vor der Brust. Der Tabellendritte startet mit einem Auswärtsspiel beim Mitaufsteiger SG Schorndorf. Wird der TSG-Höhenflug gebremst? Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

Die Vorbereitung hat bei Tobias Weis einige Fragezeichen hinterlassen. Der Coach hat ein paar Veränderungen innerhalb der Mannschaft des Landesligisten TSG Öhringen wahrgenommen – und nicht nur positive. „Ich muss gefühlt jede Woche eine Ansage machen“, sagt Tobias Weis. „Es hat sich viel verändert, seitdem ich gesagt habe, dass ich zur nächsten Saison gehe – und dass der eine oder andere Spieler aufhört. Da muss ich manchen einfangen und in den vergangenen zwei, drei Wochen extrem dagegenhalten.“

Für Tobias Weis ist es eine ungewohnte Situation bei der TSG Öhringen

Eine ungewohnte Situation für den ehemaligen Profi, dem seine Spieler bislang immer gefolgt sind. Nun hat auch die Trainingsbeteiligung etwas nachgelassen. Die Rückrunde könnte für das Öhringer Team zu einem Charaktertest werden. Dabei ist der Aufsteiger als Dritter gar noch in den Aufstiegskampf verstrickt. Trotz der Vorkommnisse sagt Weis: „Die Jungs haben mein vollstes Vertrauen.“

Am Sonntag geht es für die TSG Öhringen zum Mitaufsteiger SG Schorndorf 

Eine erste Standortbestimmung gibt es nun am Sonntag um 15 Uhr im Spiel bei Mitaufsteiger SG Schorndorf, der mit sechs Punkten weniger auf Position sechs liegt. „Jetzt wird sich zeigen wo wir stehen und was wir als Mannschaft noch erreichen wollen in der Rückrunde“, sagt Tobias Weis. „Denn, wenn wir die ersten zwei, drei Spiele nicht gewinnen, ist die Saison so gut wie vorbei. Dann stehen wir irgendwo im gesicherten Mittelfeld, haben weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun. Deswegen müssen wir schon schauen, dass wir punkten.“ Denn Tobias Weis ist sich sicher: „Wenn wir gut starten und die ersten zwei, drei Spiele wirklich gewinnen, dann können wir nochmal richtig oben angreifen.“

TSG Öhringen hat noch Tuchfühlung zum Spitzenduo 

Die SKV Rutesheim auf Rang zwei ist fünf Punkte entfernt, der FV Löchgau hat sechs Zähler mehr als die Hohenloher. „Wir stellen jetzt die Weichen für die gesamte Rückrunde, also für die nächsten dreieinhalb Monate.“ Es geht darum, ob diese eher langweilig werden oder spannend bleiben.

„Ich muss gefühlt jede Woche eine Ansage machen.“

Tobias Weis

„Man sollte selbst schon einen eigenen Ehrgeiz haben und entwickeln – vor allem für die Rückrunde“, sagt Tobias Weis. „Jeder Einzelne muss wissen, um was es geht und was er will. Und das heißt auch, Woche für Woche eine so gut wie mögliche Leistung zu bringen. Deswegen sind wir ja im Wettkampf, deswegen spielen wir Fußball.“

Der Öhringer Trainer erwartet in Schorndorf ein Spiel auf Augenhöhe

In Schorndorf erwartet der Öhringer Trainer eine Partie auf Augenhöhe. „Ich denke, das ist ein 50:50-Spiel“, sagt Tobias Weis. „Die machen das als Aufsteiger auch sehr gut. Wie wir auch. Ich glaube, keiner hat damit gerechnet, dass Schorndorf und wir zu diesem Zeitpunkt so weit vorne stehen. Es könnte ein spannendes Spiel werden.“ Voraussichtlich auf dem Kunstrasenplatz.

Einige Ausfälle Allerdings muss Tobias Weis auf einige Spieler verzichten. Cedric Weyreter fällt verletzt die komplette Rückrunde aus, auch Maximilian Egner muss noch etwas pausieren. Dazu fehlen Mert Sipahi (Urlaub), Alex Cosentino (Muskelfaserriss) und Emre Ipek.

Tobias Weis hat eine positive Grundstimmung

„Ich gehe die Sache immer positiv an. Aber ich bin schon gespannt, wie es meine Jungs umsetzen, jetzt wo es um etwas geht“, sagt Weis. Das 1:5 im Test gegen den nordbadischen Verbandsligisten FC Zuzenhausen gefiel ihm gar nicht. „Viele sagen immer, Ergebnisse zählen in der Vorbereitung nicht. Das ist bei mir anders. Denn die Spiele sind wichtig, um in Form zu kommen, sich Selbstbewusstsein zu holen, so dass man am ersten Spieltag bereit ist.“ Dazu passte die klare Niederlage gegen Zuzenhausen gar nicht. Andererseits könnten dadurch auch die Sinne wieder geschärft sein.

„Man muss abwarten, wir hatten zwei Monate Pause, fünf bis sechs Wochen Vorbereitung, das ist gefühlt wie eine neue Saison“, sagt Tobias Weis. „Auch wenn es einige Testergebnisse gab, die glaube ich meist gar nicht so schlecht waren, weiß man trotzdem nicht, wo man wirklich steht.“

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