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Fußball-Landesliga

Öhringen hat in der Offensive zu wenig Aktionen

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Landesligist TSG Öhringen verliert in Rutesheim mit 0:2. Vor allen in der Offensive sind die Hohenloher zu harmlos.

Auch Öhringens Trainer Volkan Demir ist enttäuscht über das 0:2.
Foto: Ralf Seidel
Auch Öhringens Trainer Volkan Demir ist enttäuscht über das 0:2. Foto: Ralf Seidel  Foto: Ralf Seidel

Die TSG Öhringen hat in der Landesliga beim Tabellenzweiten SKV Rutesheim eine erwartbare, aber dennoch enttäuschende 0:2 (0:1)-Niederlage erlitten. Trainer und Sportlicher Leiter Mert Sipahi zeigte sich nach der Partie unzufrieden - vor allem mit der offensiven Durchschlagskraft der Mannschaft.

Dabei war die Marschroute klar: tief stehen, kompakt verteidigen und über Konter Nadelstiche setzen. „Ein, zwei Mal haben wir uns gut durchkombiniert“, sagte Sipahi, „aber wir sind nie wirklich gefährlich in den Strafraum gekommen.“ Chancen blieben Mangelware - Halbgelegenheiten entstanden nur nach Einwürfen oder Standards.

Rutesheimer Effizienz macht den Unterschied

Rutesheim hingegen nutzte seine Möglichkeiten effizient. Mit einem Distanzschuss aus rund 25 Metern brachte Laurin Stütz die Gastgeber in der 18. Minute in Führung. „Der ist rechts oben eingeschlagen“, schilderte Sipahi. In der Folge kontrollierte der Favorit die Partie, ohne sich zahlreiche klare Chancen herauszuspielen. Die Öhringer Defensive stand weitgehend stabil.

Früher Rückschlag nach der Pause entscheidet die Partie

Ein früher Rückschlag nach der Pause entschied die Begegnung dann endgültig: Nur zwei Minuten nach Wiederanpfiff zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Zwar war TSG-Keeper Len Brutzer noch am Ball, parierte den Strafstoß von Tim Rudloff (47.) aber nicht entscheidend - 0:2. „Danach war ein bisschen die Luft raus“, gab Mert Sipahi zu. Seine Mannschaft bemühte sich zwar, fand offensiv jedoch weiterhin kaum Lösungen.

Besonders bitter: Ein nennenswerter Torschuss sprang für die Gäste über die gesamte Spielzeit nicht heraus. „Der gegnerische Torwart griff kein einziges Mal ein“, sagte Mert Sipahi ernüchtert.

Personelle Schwierigkeiten

Auch personell war die Lage angespannt. Mehrere Ausfälle, darunter gesperrte und verletzte Spieler, sowie kurzfristige Absagen dünnten den Öhringer Kader erheblich aus. „Wir wollen nicht jammern, aber das sind Fakten“, meinte der Coach. Gerade in Spielen gegen Spitzenteams mache sich das bemerkbar.

Die Leistung seiner Mannschaft bewertete Mert Sipahi zwiegespalten: „Einige haben alles reingehauen, andere waren nicht in Form - ein Mischmasch.“ Zudem sieht er einen Bruch zwischen Vor- und Rückrunde: „In der Hinserie war vieles am oberen Limit, jetzt ist es schwer, das konstant zu halten.“ Viel Zeit zum Hadern bleibt nicht. Bereits im nächsten Spiel wartet mit dem Duell gegen Kaisersbach eine wichtige Aufgabe. „Jetzt müssen wir zweimal gut trainieren und hoffen, dass wir wieder ein positives Ergebnis holen“, blickte Sipahi nach vorne.

Situation in der Landesliga

Schon am Freitag holte der TSV Crailsheim wichtige Punkte im Abstiegskampf. Gegen die Sport-Union Neckarsulm gelang ein klarer 5:0-Sieg. Drei Treffer erzielte Maurice Schmiedt. Auch Jan Hübsch und Daniele Hüttl trafen.

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