Stimme+
Fußball Landesliga Württemberg

Öhringen bleibt gegen Landesliga-Schlusslicht Kaisersbach geduldig

   | 
Lesezeit  2 Min
Erfolgreich kopiert!

Die TSG Öhringen tut sich gegen den an diesem Nachmittag limitierte Landesliga-Letzten SV Kaisersbach lange schwer. Erst das 1:0 durch Volkan Demir erweist sich als Dosenöffner für den am Ende standesgemäßen 3:0-Sieg.

Öhringens Dionysios Pantelis (Mitte) hat sich immer wieder an der vielbeinigen Abwehr der Kaisersbacher um Etienna Lasorko (li.) und Janik Stoll aufgerieben. Dennoch gewinnt die TSG standesgemäß mit 3:0 gegen das Landesliga-Schlusslicht.
Öhringens Dionysios Pantelis (Mitte) hat sich immer wieder an der vielbeinigen Abwehr der Kaisersbacher um Etienna Lasorko (li.) und Janik Stoll aufgerieben. Dennoch gewinnt die TSG standesgemäß mit 3:0 gegen das Landesliga-Schlusslicht.  Foto: Ralf Seidel

„Die Öhringer bringen ja überhaupt keinen rein“, sagte eine Zuschauerin nicht nur einmal. In der Tat: Die TSG tat sich gegen das an diesem Nachmittag limitierte Landesliga-Schlusslicht SV Kaisersbach lange schwer, der Kasten der Gäste aus dem Rems-Murr-Kreis schien vernagelt. Volkan Demir gelang erst in der 71. Minute mit dem 1:0 der erlösende Treffer. Am Ende fuhren die Hohenloher doch noch einen standesgemäßen 3:0 (0:0)-Erfolg gegen den Tabellenletzten ein.

Kaisersbach ist nur darauf aus, kein Tor zu kassieren

„Die Kaisersbacher haben sich nur hintenrein gestellt und ein Gegentor so lange wie möglich rausgezögert. Deshalb war uns von vornherein klar, dass wir uns wahrscheinlich schwer tun werden und geduldig bleiben müssen. Denn irgendwann passiert ihnen vielleicht der Fehler“, sagte Volkan Demir. Dieser unterlief den Gästen in der 71. Minute. Einem Schuss von Alex Cosentino, der unangenehm kurz vor dem Kasten der Gäste aufsprang, ließ SVK-Torwart David Schwankl nach vorne abprallen. Demir war zur Stelle und schob zur Führung ein. „Das 1:0 war wichtig. Die Spieler waren danach erleichtert, das hat man gemerkt“, erklärte der spielende Co-Trainer der TSG.

Noch war aber der Wille der Kaisersbacher nicht gebrochen, die Hoffnung auf etwas Zählbares blieb am Leben, zumal ein Schlenzer von Kevin Mukuka Mbuta in der 75. Minute nur knapp am Lattendreieck vorbeistrich. In der Schlussphase setzten die Gäste sogar alles auf eine Karte, stellten fünf Minuten vor dem Ende der Spielzeit von Vierer- auf Dreier-Abwehrkette um.

Öhringer wissen in Schlussphase die sich ihnen bietenden Räume zu nutzen

Das bestraften die Öhringer dann allerdings. Eine Ecke der Gastgeber wurde direkt auf den im Rückraum lauernden Cosentino abgewehrt, der den Ball mit der Brust annahm und volley ins lange Eck schoss (90. Minute). „Das war ein schönes Tor. Den hat er jeden Tag drauf“, freute sich der Sportliche Leiter Mert Sipahi, der nach dem Abgang von Trainer Tobias Weis die Hauptlast an der Seitenlinie bei den Spielen trägt. Und Volkan Demir ergänzte: „Im Training packt er solche Tore schon ab und zu aus. Er traut sich solche Abschlüsse im Spiel zu selten zu. Denn er hat einen guten Schuss. Vielleicht gibt ihm so ein Treffer das Selbstvertrauen, dass er in den nächsten Spielen häufiger mal aus der zweiten Reihe abzieht.“

TSG Öhringen: Brutzer – Helming, Schropp, Jankowski, Frank – Ceesay (60. Hergüngezer), Cosentino, Egner (77. Odabasi), Makolli – Pantelis (60. Demir), Stegmeier (68. Darii).

SV Kaisersbach: Schwankl – Schinagl, Lasorko, Bauer, Topal – Holdinghausen, Stoll (75. Butt), Seyfert, Mukuka Mbuta (75. Palmer) – Akritidis, Alkan.

Tore: 1:0 Demir (71.), 2:0 Cosentino (90.), 3:0 Makolli (90.+2).

Schiedsrichter: David Schmid (Neuenstadt), Joscha Link, Constantin Knödler.

Den Schlusspunkt setzte Lorik Makolli, der nach einer Balleroberung von Samuel Helming direkt nach dem Anspiel und einem öffnenden Diagonalpass den Ball über Schwankl hinweg zum 3:0 ins Netz chippte (90.+2).„Am Ende des Tages gibt es nur drei Punkte – egal, ob wir ein Tor oder drei erzielen“, lautete Mert Sipahis Fazit. „Wir haben das Spiel schon komplett dominiert.“ Ausdruck dieser Dominanz war unter anderem, dass die Öhringer drei Mal Aluminium trafen durch Dionysios Pantelis (31.), Cosentino (64.) und Makolli (67.). Pantelis gelang in der 14. Minute sogar das vermeintliche 1:0. Doch bei der Vorarbeit stand Mansour Ceesay im Abseits.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben