Kirchardt schenkt Spiel in Lobbach in 15 Minuten her
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Nach 1:0-Führung kassiert die SG Kirchardt beim 3:6 bei der SG-SV Lobbach in der Viertelstunde vor der Pause vier Treffer. Türkspor Eppingen unterliegt beim FV Nußloch und überwintert mit einem Rückstand von 16 Punkten auf den ersten Nichtabstiegsplatz als Schlusslicht der Landesliga Rhein-Neckar.
Die beiden Treffer von Gianluca Breve (rechts) reichten der SG Kirchardt nicht zum Sieg bei der SG-SV Lobbach.
Foto: Michael Nachreiner
Die SG Kirchardt verabschiedet sich mit einem 3:6 bei der SG-SV Lobbach in die Weihnachtspause der Landesliga Rhein-Neckar. Trotz der Niederlage überwintert die Mannschaft von Trainer Denis Schwager aber auf dem 13. Platz, der den direkten Klassenerhalt bedeutet.
Ganz ungemütlich wird das Weihnachtsfest dagegen für Türkspor Eppingen. Der Liga-Neuling verlor beim FV Nußloch und überwintert mit schon 16 Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz als Tabellenschlusslicht. Das Nachholspiel gegen den VfB St. Leon wurde auf 22. Februar terminiert.
SG-SV Lobbach – SG Kirchardt 6:3 (4:1)
Eigentlich lief alles nach Plan: Die Kirchardter waren in Lobbach zu Beginn der Partie die aktivere Mannschaft und gingen durch Gianluca Breve, dem der Ball nach einer etwas verunglückten Flanke vor die Füße gefallen war, auch mit 1:0 in Führung (12. Minute).
„Wenn man die ersten 25 Minuten sieht, waren wir klar die bessere Mannschaft. Doch defensiv hatten wir individuell dann komplette Aussetzer und haben das Spiel innerhalb einer Viertelstunde hergeschenkt“, erklärt Denis Schwager. Entweder hätten die Kirchardter entscheidende Zweikämpfe verloren oder hätten zu offensiv nach vorne verteidigt und seien überlaufen worden. Luca Steigleder (28.), Joshua Hagmaier (33.), erneut Steigleder (37.) und Robin Karrer (43.) sorgten mit vier Treffern vor der Pause fast für klare Verhältnisse zugunsten der Gastgeber.
Nach dem Seitenwechsel kamen die Kirchardter aber mit der Überzeugung aus der Kabine, das Spiel noch mal drehen zu können. Nur zwei Minuten nach dem Wiederbeginn verkürzte David Reitarow mit einem direkt verwandelten Freistoß auf 2:4 (47.). „Wir sind wie in der ersten Hälfte gut rausgekommen und waren dran“, berichtet Denis Schwager. Wirklich am 3:4 geschnuppert haben die Gäste aus dem südlichen Kraichgau allerdings nicht.
Und mit dem 5:2 durch Karrer (56.) und dem kurz darauffolgenden 6:2 durch Hagmaier machten die Lobbacher auch den Deckel auf die Begegnung. Zwar gelang Gianluca Breve noch ein weiterer Treffer nach einer Balleroberung zum 3:6 (64.). Doch danach plätscherte die Partie so vor sich hin. „Wenn man mit drei Toren zurückliegt, wird es schwer. Die Lobbacher haben sich dann auch stabil hinten reingestellt“, berichtet Schwager.
Nach insgesamt 16 Duellen mit dem FV Nußloch ohne Niederlage als Trainer nach eigener Aussage ist die Serie gerissen: Mehmet Öztürk musste sich erstmals dem FVN geschlagen geben. Und diese Niederlage tut doppelt und dreifach weh. Denn der Knockout kam zum einen erst in der letzten Minute der Nachspielzeit, Schiedsrichter Dietmar Wachsmann pfiff danach nicht mehr an. Zum anderen „hätten wir vorher das Spiel gewinnen müssen, wir waren klar die bessere Mannschaft“, berichtet der Türkspor-Coach. „Zwar hatten die Nußlocher vielleicht die eine oder andere klare Chance mehr. Doch wir hatten mehr Ballbesitz. Allerdings hat die letzte Entschlossenheit gefehlt. Wir haben zu lange gebraucht für den Abschluss oder haben noch mal quergelegt.“
Mit der letzten Aktion fanden die Nußlocher einen eingelaufenen Spieler, der uneigennützig quer auf Giuliano Breve legte, der nur noch einschieben musste (90.+6). Schon der erste Treffer der Gastgeber ging auf das Konto von Giuliano Breve. Aus Öztürks Sicht stand er beim 1:0 aber klar im Abseits. Die Eppinger benötigten ein paar Minuten, um den Rückstand zu verarbeiten. Dann waren sie aber wieder im Spiel und glichen durch Yasin Kücükzeybek kurz nach der Pause aus (49.).
In Eppingen wird nun alles auf den Prüfstand gestellt. Auch Öztürk macht sich Gedanken, ob er weiterhin zur Verfügung steht, kündigt der Trainer an: „Nur um den Abstieg zu verwalten muss ich nicht weitermachen.“ Auch im Kader wird sich einiges tun. Einige Spieler sind auf dem Sprung, andere sollen kommen. nac
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