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Fußball Landesliga Rhein-Neckar
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Kirchardt hofft auf Selbstreinigungseffekt

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Bei der SG Kirchardt gab es in dieser Woche eine große Aussprache nach zwei Niederlagen zum Restart nach der Winterpause in der Landesliga. Türkspor Eppingen ist sich derweil sicher, dass es sich nicht von der Leistung im vorhergegangenen Spiel mehr blenden lässt.

Winterneuzugang Mikail Arslanoglu bringt viel Qualität mit. Der ehemalige U-Nationalspieler ist darüber hinaus variabel einsetzbar.
Winterneuzugang Mikail Arslanoglu bringt viel Qualität mit. Der ehemalige U-Nationalspieler ist darüber hinaus variabel einsetzbar.  Foto: Michael Nachreiner

Ganz wichtige Partien stehen für die beiden Sinsheimer Landesligisten an diesem Wochenende an. Die SG Kirchardt, die nach der Niederlage in Nußloch auf den Abstiegsrelegationsplatz 14 abgerutscht ist, empfängt am Sonntag (15 Uhr) den um fünf Punkte schlechteren Drittletzten SC Rot-Weiß Rheinau am Kettendwald. Und für Türkspor Eppingen zählen sowieso nur noch Siege, um das Wunder Klassenerhalt zu schaffen. Am Sonntag (15 Uhr) muss der Liganeuling zum Tabellensiebten Spvgg Ketsch. 

SG Kirchardt – SC Rot-Weiß Rheinau

In der Rückrunde der vergangenen Saison waren die Kirchardter schon einmal an so einem Punkt: Die Ergebnisse stimmten nicht, die SGK rutschte immer weiter in den Tabellenkeller. Nach der Niederlage gegen den FV Nußloch stehen die Kraichgauer aktuell auf dem Abstiegsrelegationsplatz. Damals setzten sich alle Kirchardter zusammen und sprachen sich aus.

Auf einen Selbstreinigungseffekt hofft Stefan Stötzel auch jetzt. „Damals lief es nach der Aussprache auch“, berichtet der spielende Co-Trainer, der aktuell etwas mehr in der Pflicht steht, weil Coach Denis Schwager privat eingespannt ist. „In dieser Woche haben wir uns auch zusammengesetzt, und jeder konnte seine Meinung sagen. Wir als Trainer wären überrascht, wenn keine Reaktion kommt. Letztes Jahr war auch im Heimspiel nach der Aussprache Feuer drin.“

In der Analyse wurde vor allem der Umgang miteinander auf dem Platz angeprangert. „Man motzt sich an, statt sich gegenseitig zu unterstützen und aufzubauen“, berichtet Stötzel. Denn an der Trainingsintensität liege es nicht, ist sich der Verteidiger sicher. Die habe bisher gestimmt. Aber aufgrund der Platzverhältnisse konnten Trainingsinhalte nicht umgesetzt werden, prangerte Schwager bereits vor zwei Wochen an. Das habe wieder zur Folge gehabt, dass die Spieler nicht auf dem besten Fitnesslevel sind, auf dem sie sein können. Deshalb wurde das Training auf drei Einheiten pro Woche erhöht.

Denn für die SGK stehen die Wochen der Wahrheit an. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt sie den Drittletzten SC Rot-Weiß Rheinau, der fünf Punkte weniger auf dem Konto hat als Kirchardt. Dann muss sie zum Schlusslicht Türkspor Eppingen. Und in gut zwei Wochen gibt die Spvgg Ketsch ihre Visitenkarte im Kettendwald ab, die sich mit zwei Siegen nach der Winterpause erst mal etwas Luft zum Tabellenkeller verschafft hat.

Spvgg Ketsch – Türkspor Eppingen

„Die Spieler verstehen langsam, was ich von ihnen erwarte.“ Mehmet Öztürk ist erleichtert, dass Türkspor Eppingen als Kollektiv Woche für Woche einen Schritt nach vorne macht in puncto Taktik und Einsatz. Der Glaube an das Wunder Klassenerhalt nimmt dennoch stetig ab. „Es sind super Jungs, ich stehe gerne mit ihnen auf dem Platz“, erklärt der Türkspor-Trainer. „Aber es ist keine Landesliga-Mannschaft. Und der eine oder andere freut sich vielleicht schon wieder darauf, in der Kreisliga kicken zu können.“

Etwas macht Öztürk allerdings Mut. „Ich denke nicht, dass wir es noch mal so machen wie gegen Rheinau, dass wir verblendet sind vom Spiel davor“, berichtet der Coach. Gegen den SC Rot-Weiß verloren die Eppinger mit 0:3, nachdem sie den VfB St. Leon davor beim 3:0 dominiert hatten. In Brühl folgte wieder ein guter Auftritt, wenn auch beim 0:1 keine Punkte. „Wir haben gut nach vorne gespielt, sind taktisch gut gestanden und haben gut verschoben“, lobt Öztürk.

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