Jann Baust folgt Thomas Kettner zur TSG Öhringen
Der variabel einsetzbare Offensivspieler des Bezirksligisten TSV Pfedelbach, Jann Baust, ist seit der gemeinsamen Zeit bei den A-Junioren des FSV Hollenbach vom neuen Trainer der TSG Öhringen, Thomas Kettner, überzeugt

Der Wechsel ist beschlossen: Jann Baust wird in der kommenden Saison das Trikot des Bezirksligisten TSV Pfedelbach gegen das des Landesligisten TSG Öhringen tauschen. Für den vielseitigen Offensivspieler ist der Schritt nicht nur sportlich reizvoll – er ist vor allem eng mit einer persönlichen Verbindung verknüpft.
„Der Hauptgrund ist tatsächlich der Trainer“, sagt Baust offen. Gemeint ist Thomas Kettner, unter dem er künftig in Öhringen spielen wird. Bereits in der A-Jugend des FSV Hollenbach trainierte Baust unter seinem zukünftigen Trainer. „Das war meine lehrreichste Zeit im Fußball“, erinnert sich der Spieler. „Ich habe damals alles aufgesaugt wie ein Schwamm.“
Jann Baust gibt viele der Ideen, die er damals vermittelt bekam, nun selbst als Trainer weiter
Viele der Ideen, die er damals vermittelt bekam, prägen Baust bis heute – nicht nur als Spieler, sondern auch als Trainer. Denn neben seiner Rolle in der Bezirksliga-Mannschaft engagiert er sich im Jugendbereich des TSV. Aktuell betreut er die Pfedelbacher B-Jugend, und auch künftig will er diese Aufgabe weiterhin ausüben.
„Ich versuche, den Fußball, den wir damals gelernt haben, auch meinen Jugendspielern weiterzugeben“, sagt Baust. „Thomas macht sich unglaublich viele Gedanken über das Spiel – und vieles davon funktioniert. Das überzeugt mich.“ Trotz seines Wechsels in die Landesliga bleibt Baust dem TSV Pfedelbach also weiterhin verbunden. Als Jugendtrainer will er weiterhin Strukturen im Verein mitentwickeln. „Ich habe in den letzten zwei Jahren viel Arbeit in die B-Jugend gesteckt“, erklärt er. „Wir haben da schon einiges bewegt.“
„Der Hauptgrund ist tatsächlich der Trainer. Das war meine lehrreichste Zeit im Fußball. Ich habe damals alles aufgesaugt wie ein Schwamm.“Jann Baust
Besonders stolz ist er darauf, dass inzwischen auch junge Spieler den Sprung in den Aktivenbereich schaffen. Zwei Akteure aus seiner Mannschaft trainieren bereits regelmäßig bei der ersten Mannschaft mit. „Die nehmen das Tempo gut an und entwickeln sich körperlich weiter“, sagt Baust. „Das zeigt, dass unsere Arbeit Früchte trägt.“
Sportlich ist Jann Baust noch auf die aktuelle Aufgabe beim TSV Pfedelbach konzentriert
Sportlich ist Baust jedoch noch voll auf seine aktuelle Aufgabe konzentriert. Mit Pfedelbach verfolgt er in dieser Saison klare Ziele: den Aufstieg und den Pokalsieg. In der vergangenen Runde scheiterte der TSV zwei Mal knapp – sowohl im Aufstiegsspiel als auch im Pokal. „Letztes Jahr waren wir zwei Mal ganz nah dran“, sagt Baust. „Das war natürlich bitter.“ Das Pokalfinale verloren die Pfedelbacher gegen die Sportfreunde Untergriesheim ebenso wie das erste Entscheidungsspiel der Relegation zur Landesliga gegen den TV Aldingen.
Ein Problem war dabei die hohe Belastung durch viele Spiele und einen relativ kleinen Kader. „Wir hatten oft dieselben Spieler auf dem Platz“, erklärt er. „Irgendwann bricht man dann körperlich ein.“
Zudem sei Pfedelbach keine Mannschaft, die ihre Spiele regelmäßig deutlich gewinnt. Viele Partien seien hart umkämpft gewesen und hätten bis zum Schluss volle Konzentration erfordert. „Das kostet extrem viel Kraft“, sagt Baust.
TSV Pfedelbach ist seit Amtsantritt von Trainer Nico Bauer auch im Spiel mit Ball verbessert
Trotzdem sieht der Pfedelbacher Offensivspieler die Entwicklung des Teams positiv – vor allem seit Trainer Nico Bauer übernommen hat. „Er hat das Spiel mit dem Ball deutlich weiterentwickelt“, sagt Baust. Während der TSV früher stärker auf Kompaktheit und Umschaltmomente gesetzt habe, sei das Team inzwischen auch im Ballbesitz variabler geworden. Baust: „Man merkt, dass da eine klare Idee dahintersteckt.“
Im Sommer beginnt für Baust dann das nächste Kapitel seiner Laufbahn. Bei der TSG Öhringen trifft er nicht nur auf seinen ehemaligen Trainer, sondern auch auf eine Mannschaft im Umbruch. Sein persönliches Ziel ist zunächst klar: sich in der Landesliga etablieren. „Öhringen hat gerade einen Umbruch“, sagt Baust. „Da geht es erst mal darum, ein stabiles Team zu formen.“
Jann Baust sieht viel Potenzial bei der TSG Öhringen, ist über aktuelle Saison aber überrascht
Dass die Mannschaft in dieser Saison weit oben mitspielt, überrascht ihn durchaus. „Das hätten wahrscheinlich nicht viele erwartet“, meint er.
Langfristig sieht er Potenzial, doch zunächst gehe es um nachhaltigen Aufbau. „Der erste Schritt ist, sich in der Landesliga zu festigen“, sagt Baust. „Und wenn die Zeit reif ist, kann man vielleicht auch mal nach oben schauen.“
Bis dahin liegt sein Fokus jedoch weiterhin auf Pfedelbach. Ein Titel zum Abschied wäre für ihn der perfekte Abschluss. „Wenn wir am Ende etwas holen – egal, ob Meisterschaft oder Pokal – wäre das natürlich ein schöner Abschluss.“
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare