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Fußball-Bundesliga

TSG Hoffenheim sucht neue Glitzerware die Schatzkiste

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Der schwächelnde Bundesliga-Sechste aus dem Kraichgau strebt einen Trendwende-Sieg gegen Borussia Dortmund an

Die jüngsten Misserfolge der TSG Hoffenheim haben Trainer Christian Ilzer nachdenklich gemacht. Jetzt ist die Zeit, in der die Preise verteilt werden.
Die jüngsten Misserfolge der TSG Hoffenheim haben Trainer Christian Ilzer nachdenklich gemacht. Jetzt ist die Zeit, in der die Preise verteilt werden.  Foto: Harry Langer

Deckel auf, reinschauen. Und Inspiration mitnehmen. Man habe, sagt der Hoffenheimer Trainer Christian Ilzer, „eine Schatzkiste mit Erfolgen, die wir schon angehäuft haben“. Große Spiele, große Siege, famose Erinnerungen – es finden sich funkelnde Fußball-Schätze in der Truhe.Aber das Vergangene reicht nicht für eine Königsklassen-Zukunft. Die TSG Hoffenheim hat zuletzt geschwächelt, ist nur noch Sechster in der Bundesliga-Tabelle. Das ist zu schlecht, um in der kommenden Saison zu den Champions-League-Startern zu gehören. Platz vier muss her, um sicher zu sein, vielleicht wird auch der fünfte Platz für ein Happy End sorgen. Ein Sieg im Duell mit dem Tabellenzweiten Borussia Dortmund könnte an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) ein ganz wichtiger Schritt sein.Der Trend ging zuletzt abwärts. Die Wende muss her. Jetzt ist die Zeit, „um aus einer guten Saison hinten raus noch eine sehr gute zu machen“, wie es Christian Ilzer ausdrückt. Jetzt „werden die Preise für die Saison verteilt“. Und die Teilnahme an der Europa League wäre für die Hoffenheimer Profis erstmal ein gefühlter Trostpreis. Also sagt der TSG-Trainer vor dem so wichtigen Heimspiel in der ausverkauften Sinsheimer Arena: „Du strebst nach dem Maximum.“

TSG in der Jäger-Rolle

Als Sechster mit 51 Punkten auf dem Konto jagen die Hoffenheimer den Fünften Bayer Leverkusen (52) sowie den Dritten und Vierten, den VfB Stuttgart und RB Leipzig (jeweils 56). Die Dortmunder auf Rand zwei stehen mit 64 Zählern deutlich davor. Christian Ilzer lobt den BVB in den höchsten Tönen. Das sei ein „top, top Gegner“. Aber das Aufeinandertreffen biete der TSG eben auch die Chance „zu zeigen, wie unangenehm wir sein können“.Um tatsächlich Erfolg zu haben, müsse man an Samstagnachmittag „auf einem sehr hohen, konstanten Level“ spielen, „sehr mutig“ sein, es brauche „kreative Elemente“ und „individuelle Glanzlichter“, man müsse, so der TSG-Trainer, aber auch „aus einer guten Kompaktheit heraus“ mit „kollektiver Intensität“ die Dortmunder Fähigkeiten unterbinden, „Fehler sehr, sehr schnell auszunutzen“.Die TSG Hoffenheim hat Druck. Der Königsklassen-Traum droht zu platzen. Christian Ilzer muss versuchen, mögliche mentale Verkrampfungen zu vermeiden. Man müsse „im Kopf auch eine gewisse Freiheit mitbringen“, sagt der Trainer. Es ist also nicht nur fleißig mit dem Ball geübt worden, sondern es wurden auch Gespräche geführt.Ilzers klarer Eindruck: „Ich merke bei keinem einzigen meiner Spieler, dass da irgendwie ein Energieverlust da ist.“ 

Zukunftsgedanken im Kopf der Hoffenheimer Profis

Es geht nicht allein um die Verarbeitung der jüngsten Misserfolge. Bei einigen Schlüsselspielern stecken auch Zukunftsgedanken in den Köpfen. Grischa Prömel wird wohl zum VfB Stuttgart wechseln, bei der Kraichgau-Legende Andrej Kramaric läuft der Vertrag aus, Stürmer Fisnik Asllani wird vielfach umworben – wohl auch vom BVB.Zuletzt haben zahlreiche Hoffenheimer Profis zusammen das Champions-League-Spektakel des FC Bayern gegen Real Madrid angeschaut. Ilzer drückt den Münchnern und dem SC Freiburg die Daumen, denn ganz große internationale Erfolge dieser Teams könnten im Optimalfall die deutsche Türe zur Champions League ein bisschen weiter öffnen. Bei der TSG würde man nämlich sehr gerne Königsklassen-Schätze in die Kiste packen. 

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