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Wie die Sport-Union Neckarsulm gegen die TSG Tübingen eine 2:0-Führung leichtfertig verspielt hat

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In der Verbandsliga gerät die Sport-Union Neckarsulm nach der unnötigen Niederlage gegen die TSG Tübingen im Abstiegskampf noch mehr unter Druck.

Man habe "nicht clever genug" gespielt, ärgerte sich Robin Neupert.
Man habe "nicht clever genug" gespielt, ärgerte sich Robin Neupert.  Foto: Bertok, Alexander

2:0 führte Verbandsligist Sport-Union Neckarsulm und marschierte gegen die TSG Tübingen einem scheinbar sicheren Sieg entgegen. Am Ende aber schlichen die SUN-Spieler nach einer 2:3-Pleite völlig frustriert vom heimischen Rasen. Die Klassenerhalt-Sorgen sind zum Start in eine Englische Woche weiter gewachsen. Am Donnerstag geht es zum ebenfalls abstiegsbedrohten TV Echterdingen, am Samstag kommt Schwäbisch Hall. "Das war nicht nur bitter, sondern extrem dumm", kommentierte SUN-Trainer Robin Neupert die unnötige Niederlage. "Die schießen gefühlt dreimal auf unser Tor, und wir stehen wieder mit leeren Händen da."

Die erste Chance hatte Tübingen (12. Minute). Wenig später kam Neckarsulm, eingeleitet durch Philipp Seybold, zu einer Dreifachchance. Erst wehrte TSG-Keeper Hafiz Kerim Aslan einen Ball von Niklas Meltzer ab, dann war zweimal ein Tübinger Bein bei Schüssen von Julian Schiffmann und Steven Neupert im Weg (12.).

Doppelschlag bringt die Sport-Union Neckarsulm gegen die TSG Tübingen in Führung

Ein Doppelschlag der dominanten SUN führte in der Folge zum verdienten 2:0. Nach schnell ausgeführtem Freistoß auf Seybold schloss dieser erfolgreich ab (23.). Anschließend glänzte Seybold als Vorbereiter für das 2:0 von Shpejtim Islamaj (25.). In der Nachspielzeit war es eine schlecht ausgeführte kurze Ecke der Platzherren, die Tübingen zu einem Gegenangriff in Überzahl und dem 2:1 durch Tim Steinhilber nutzte. "Es kann nicht sein, dass wir uns so auskontern lassen", ärgerte sich Chefcoach Neupert. "Wir hatten bis dahin alles im Griff."

Es war ein Wirkungstreffer, denn in Halbzeit zwei ließ die Sport-Union ihre zuvor gezeigte Zielstrebigkeit vermissen. "Wir haben nicht mehr diese Tiefenläufe gemacht, die wir brauchen", analysierte der Coach. Ein Standard führte zum 2:2. Nachdem es die Neckarsulmer verpasst hatten, den Ball entscheidend zu klären, drückte Tim Brändle ihn zum 2:2 über die Linie (77.). "Uns fehlt das Spielglück", haderte Robin Neupert unter anderem mit einer Szene in der 83. Minute, als der eingewechselte Enrico Zimbili bei einem Zweikampf im Strafraum zu Fall kam, der Pfiff des Schiedsrichters aber ausblieb. "Das war ein klarer Elfmeter", monierte der Trainer.

Ein Standard entscheidet in der 89. Minute

In der 86. Minute hätten die Tübinger einen scharf getretenen Eckball fast ins eigene Tor abgefälscht. Dann kam Minute 89 und ein weiterer Standard. Erneut stand ein Tübinger goldrichtig und vollendete zum 2:3-Endstand. Trotz allem Frust stellt sich Robin Neupert hinter sein Team: "Was soll ich den Jungs vorwerfen, außer, dass wir in den entscheidenden Situationen nicht clever genug sind." 


Sport-Union Neckarsulm: Guttleber, E. Elshanaj, Müller, Grupp, Meltzer, Islamaj, Greco, Seybold, Gebert, Neupert, Schiffmann. Tore: 1:0 Seybold (23.), 2:0 Islamaj (25.), 2:1 Steinhilber (45.+4), 2:2 Brändle (77.), 2:3 (89.) Zahn. Schiedsrichter: Janik Wieland (SRG Öhringen). Zuschauer: 200. Platzverweis: Gelb-Rote Karte Julian Grupp (SUN, 90.+3).

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