Tickets fürs Frankenstadion
Karten für das Testspiel am Freitag (14 Uhr) in Heilbronn zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem 1. FC Kaiserslautern gibt es unter diginights.com.
1. FC Heidenheim und 1. FC Kaiserslautern bestreiten am Freitag ein Testspiel im Heilbronner Frankenstadion. VfR-Boss Onur Celik erwartet bis zu 1500 Zuschauer.

Großer Fußball im Heilbronner Frankenstadion, so war das einmal. So ist das am Freitag (14 Uhr) mal wieder: Der 1. FC Heidenheim und der 1. FC Kaiserslautern nutzen die Länderspielpause, um sich mehr oder weniger in der geografischen Mitte zu einem Testspiel zu treffen. „Als die Anfrage kam, habe ich sofort zugesagt“, erzählt Onur Celik, erster Vorsitzender des VfR Heilbronn.
Der wiedergegründete VfR hatte schon vor einem Jahr den Test des VfB Stuttgart gegen den niederländischen Erstligisten Fortuna Sittard im Frankenstadion durchgeführt – den 3:0-Sieg der Schwaben hatten 5500 Zuschauer verfolgt. Wie viele erhofft sich Celik beim Duell des Conference-League-Achtelfinalisten der vergangenen Saison gegen den legendären Club aus der Pfalz, der im Mai die Zweitligasaison als Siebter abschloss?
„Ich hoffe auf 1000 bis 1500 Fans“, sagt Onur Celik, der seit Jahren mit der Vermarktungsagentur Onside Sports in Hamburg im Austausch ist. Dass sein Zuschauerwunsch optimistisch ist, das weiß Onur Celik, denn „wir reden von Freitag, 14 Uhr, wir haben Ferien und Heidenheim und Kaiserslautern sind nicht der VfB“. Aber der FCH als auch der FCK sind nicht irgendwer. Und beide Vereine haben zum VfR beziehungsweise zum Frankenstadion eine Verbindung.

Onur Celik lacht und sagt: „Ich weiß: 1980 hat der VfR in der ersten Runde des DFB-Pokals gegen Kaiserslautern im Frankenstadion 0:3 verloren.“ Im Stadion war Celik nicht dabei – „ich war damals drei“. Heidenheim und Heilbronn spielten einige Jahre in der Verbandsliga gegeneinander, 1998/99, 2002/03 und 2003/04 (mit dem heutigen Trainer Frank Schmidt als Spieler). „Ich kenne Geschäftsführer Holger Sanwald persönlich“, erzählt Onur Celik.
Der 1. FC Heidenheim und der 1. FC Kaiserslautern wecken auch bei Marco Merz, dem Sportlichen Leiter des Landesligisten Sport-Union Neckarsulm, emotionale Erinnerungen. Am 7. Mai 2013 unterlag die SUN im WFV-Pokalfinale in Großaspach dem damaligen Drittligisten Heidenheim 1:3 und am 3. August desselben Jahres in der ersten Runde des DFB-Pokals Kaiserslautern im Frankenstadion 0:7: „Das waren zwei der größten Spiele unserer Vereinsgeschichte.“
Tickets fürs Frankenstadion
Karten für das Testspiel am Freitag (14 Uhr) in Heilbronn zwischen dem 1. FC Heidenheim und dem 1. FC Kaiserslautern gibt es unter diginights.com.
Marcel Susser, 2013 gegen FCH und FCK im Tor der SUN, wurde diesen Sommer mit einem Abschiedsspiel auf dem Pichterich bedacht. Merz hatte für diesen Anlass über den Heidenheimer Profi und früheren Oberliga-Spieler der Sport-Union, Adrian Beck, das Sondertrikot von Susser aus dem Pokalfinale von Frank Schmidt, dem damaligen wie auch heutigen FCH-Trainer, unterschreiben lassen.
Auch Susser denkt gerne an seine beiden Karriere-Highlights zurück, die eng miteinander verknüpft sind. Als unterlegener Finalgegner wäre die SUN für den DFB-Pokal qualifiziert gewesen, wenn Heidenheim die Saison in der 3. Liga auf Platz vier oder besser abgeschlossen und so sich dadurch nochmals zusätzlich für den nationalen Cup-Wettbewerb qualifiziert hätte. „Die haben es in den letzten Spielen dann aber verkackt“, erzählt Susser.

Die Sport-Union rückte als Lucky-Looser in den DFB-Pokal nach, da Dynamo Dresden wegen Fan-Ausschreitungen ausgeschlossen worden war. Vor 9300 Zuschauern ins Frankenstadion einzumarschieren, „das war schon krass, mir ging schon etwas die Düse“, erinnert sich Susser. Damals waren 3000 Fans der Roten Teufel im Stadion – und bejubelten die Vollblutamateure auf deren Ehrenrunde. Großer Fußball im Heilbronner Frankenstadion.
Nervöser Kalli Feldkamp
Der 1. FC Kaiserslautern im Heilbronner Frankenstadion? Da mag sich mancher noch an den 30. August 1980 erinnern, als Oberligist VfR Heilbronn vor 6500 Zuschauern die Partie der 1. Runde im DFB-Pokal gegen die Bundesliga-Profis von Trainer Kalli Feldkamp mit 0:3 (0:0) verlor – Friedhelm Funkel (61.) und Reinhard Meier (65., 75.) trafen für die Gäste.
Der Bundestagsabgeordnete Dieter Spöri (SPD) sagte der Stimme: „Nachdem der VfR seinen anfänglichen Respekt vor den großen Namen abgelegt hatte, hielt die Mannschaft eine Stunde lang ausgezeichnet mit. Von Klassenunterschied war in dieser Phase nichts zu sehen.“ Und VfR-Fan Gerhard Hackl wurde im Bericht von Lothar F. Strobl so zitiert: „Unsere Truppe war Spitze. Mann, war der Feldkamp nervös, bis das Ding gelaufen war!“
Für den VfR Heilbronn spielten damals: Wilfried Deeg, Erwin Kadlubski, Werner Mann, Manfred Jung, Ralf Rangnick, Manfred Grimm, Andreas Jankowski, Gerhard Schneider, Karl-Heinz Kornetzki, Dieter Heß und Josef Kappes – Trainer Werner Mangold kam ohne Auswechslung aus.
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