Warum sich der VfL Mühlbach beim Hallenturnier in Sulzfeld auch als Sieger fühlen kann
Beim Rewe-Ströhmann-Cup des FVS Sulzfeld sticht zwar die individuelle Klasse des FV Nußloch. Aber es gibt nicht nur einen erfolgreichen Titelverteidiger.

Als bestes Team aus dem Kreis Sinsheim erspielte sich der VfL Mühlbach nach einem 2:1 im kleinen Finale gegen die U19 des VfB Bretten beim Rewe-Ströhmann-Cup des FVS Sulzfeld den dritten Platz. „Das passt alles in allem für uns, wir sind ja mit einem relativ jungen Team, gemischt aus erster und zweiter Mannschaft, angetreten. Ich bin sehr zufrieden“, sagte VfL-Spielertrainer Manuel Hecker, der aber in der Ravensburghalle seine Kickschuhe nicht geschnürt hat.
Zu hoch will er den Erfolg allerdings nicht hängen. „Abgerechnet wird letztlich im Feld in der Kreisliga Sinsheim“, berichtet der Mühlbacher Coach. Und da will der VfL möglichst alle Konkurrenten aus dem Stadtgebiet Eppingens hinter sich lassen. Und aus der Halle könne man nicht viel mit aufs Feld nehmen.
Finaleinzug des VfL Mühlbach war beim Turnier in Sulzfeld fast unmöglich
„Das ist ein ganz anderer Fußball“, erklärt Manuel Hecker. „Auf Hallenboden und auf einem so kleinen Feld ist das Spiel technischer. In der Kreisliga zählt dann wieder mehr die Physis. Aber ein guter Fußballer hat auch auf dem Feld seine Vorteile.“ Den Finaleinzug der Mühlbacher machte der Turnierbaum fast unmöglich. Denn im Halbfinale traf der VfL auf den Titelverteidiger FV Nußloch.
„Am allermeisten zeichnet uns die Gemeinschaft aus, das macht uns im Feld, aber auch in der Halle stark.“
Manuel Hecker, VfL Mühlbach
Gegen den Landesligisten war letztlich beim 1:3 tatsächlich kein Kraut gewachsen. „Wir haben eine gute Mannschaft und sehr gute Fußballspieler – technisch und physisch. Am allermeisten zeichnet uns die Gemeinschaft aus, das macht uns im Feld, aber auch in der Halle stark“, berichtete Hecker. „Am Ende war es etwas unglücklich – vor allem so leicht, wie wir das 1:2 kassiert haben. Aber alles in allem war Nußloch die bessere Mannschaft.“
Nußlocher freuen sich über die fairen Partien
Nicht nur im Halbfinale gegen Mühlbach, sondern auch im gesamten Turnierverlauf. Letztlich war die individuelle Klasse des Landesligisten aus Nußloch zu gut, als dass ein Gegner wirklich gefährlich werden konnte. „Wir konnten es uns erlauben, nicht ganz so ehrgeizig in die Spiele zu gehen, und uns einfach über die fairen Partien freuen“, erklärt Dominique Logan.

Denn: „Wir konnten uns geschmeidig aus den Drucksituationen lösen, die freien Räume bespielen und dann auch gezielt zum Abschluss kommen“, fährt der FVN-Betreuer fort. Der Titelverteidiger sicherte sich erneut den Turniersieg. Im Finale gewann der Landesligist gegen den SV Bruchsal mit 3:1.
A-Ligist SV Bruchsal unterliegt im Finale mit 1:3
Für den Bruchsaler A-Ligisten dennoch kein Beinbruch, auch wenn „am Ende der Zwei-Klassen-Unterschied sichtbar war“, sagt SVB-Trainer Ilker Yesilgurt. „Wir sind im Großen und Ganzen aber sehr zufrieden. Wir haben ein gutes Turnier abgeliefert und können stolz auf unsere Leistung sein. Und mit etwas Glück hätten wir das Endspiel auch gewinnen können.“
„Mit etwas Glück hätten wir das Endspiel auch gewinnen können.“
Ilker Yesilgurt, FV Nußloch
Auf dem vierten Platz landete die U19 des VfB Bretten, die im Turnierverlauf auch einen sehr starken Eindruck hinterlassen hatte. Und auch wenn die Brettener einen Podestplatz verpasst hatten, durften sie sich über eine individuelle Auszeichnung freuen. Phil Rüßmann wurde als bester Spieler des Rewe-Ströhmann-Cups ausgezeichnet.
A-Jugendlicher Phil Rüßmann als bester Spieler des Turniers ausgezeichnet
„Das hat mich doch sehr überrascht. Als A-Jugend-Spieler bei einem Herrenturnier so gut zu sein...“, erklärt der 18-jährige Rüßmann. Die persönliche Auszeichnung tröste auch etwas darüber hinweg, dass es nur der „Holzplatz“ geworden ist. „Wir haben zwei Mal dumm unnötig verloren – im Halbfinale und im Spiel um Platz drei“, berichtet Rüßmann. „Wir haben aber auch schlecht verteidigt.“
Lob gab es von allen Seiten wieder für den Ausrichter FVS Sulzfeld. Das Turnier sei wieder perfekt organisiert gewesen. „Das war wieder ein schöner Fußballabend mit einem super organisierten Vollbanden-Turnier“, berichtete Logan. „Sich in der Halle zu präsentieren macht immer wieder Spaß.“ Das unterschreiben auch die anderen Spieler und Trainer. „Man merkt, wie intensiv Fußball sein kann – vor allem, wenn einem die Luft ausgeht“, sagt Rüßmann. Und Yesilgurt ergänzt: „Das ist einfach eine andere Atmosphäre mit einigen hitzigen Spielen.“
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