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Standardschwäche kostet VfR Heilbronn Einzug in dritte WFV-Pokal-Runde

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Heilbronner Verbandsliga-Aufsteiger verliert in der zweiten Pokalrunde beim Landesligisten TSV Crailsheim nach Verlängerung und Platzverweis mit 1:4.

Frust und Enttäuschung bei den Spielern des Verbandsligisten VfR Heilbronn. Beim ehemaligen Landesliga-Rivalen TSV Crailsheim kam das Pokal-Aus.
Foto: A. Bertok
Frust und Enttäuschung bei den Spielern des Verbandsligisten VfR Heilbronn. Beim ehemaligen Landesliga-Rivalen TSV Crailsheim kam das Pokal-Aus. Foto: A. Bertok  Foto: Bertok, Alexander

Das hatte sich Onur Celik anders vorgestellt. "Es wäre schön, mal in die dritte Pokalrunde zu erreichen", hatte der Vorstand des Verbandsligisten VfR Heilbronn vor dem Anspiel sehnsüchtig gesagt. Sein Wunsch blieb unerfüllt.

Im Zweitrundenspiel des WFV-Pokals unterlag der VfR Heilbronn am Samstag beim ehemaligen Ligarivalen TSV Crailsheim nach Verlängerung 1:4. Drei Gegentore nach Eckbällen bescherten dem Favoriten, der ab der 103. Minute in Unterzahl spielte, das Aus.

Fehlende Leistungsträger können nicht ersetzt werden

Zdenko Juric, der den im Urlaub weilenden VfR-Chefcoach Markus Lang vertrat, war enttäuscht. Dass seine Mannschaft nicht in Bestbesetzung antreten konnte, wollte der Team-Manager nicht als Ausrede gelten lassen, weil "wir Spieler haben, die den Anspruch haben, im ersten Punktspiel in der Startelf zu stehen". Letztlich war das Fehlen von Leistungsträgern wie Hakan Kutlu, Mirco Born oder Clemens Schlimgen aber nicht zu kompensieren.

"Crailsheim hat keinen Zentimeter Boden verschenkt und alles gegeben", sprach Juric von einer verdienten, aber zu hohen Niederlage. "Man hat man keinen großen Klassenunterschied gesehen. Wir haben dem VfR einen klasse Pokalfight geliefert", war TSV-Trainer Michael Gebhardt zufrieden, auch weil seine Mannschaft "120 Minuten mutig gespielt" hatte. Der Platzverweis gegen Luca Hofmann hatte Crailsheim in die Karten gespielt.

Eitelwein lässt Lars Albig vor der Pause keine Chance

Nach einer Viertelstunde nahm die Partie Fahrt auf. Einen Freistoß lenkte VfR-Keeper Jannis Bieniek ins Aus. Den anschließenden Eckball von Matti Bunk klärte der VfR nicht entscheidend, der Ball landete wieder bei Bunk, der scharf nach innen passte. Dort stand Daniele Hüttl völlig frei und drückte den Ball in der 18. Minute zum 1:0 für die Gastgeber über die Linie.

Der VfR steigerte sich, kam immer wieder zu Abschlüssen. Doch es dauerte bis zur 45. Minute, ehe sich die Unterländer belohnten. Neuzugang Yannick Eitelwein zog aus 28 Metern ab. Der Ball zappelte unhaltbar für TSV-Schlussmann Lars Albig zum Ausgleich im Netz.

VfR kommt besser aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel erwischte der VfR den besseren Start. Eitelwein (48.) passte nach innen, doch Jannik Schmid verfehlte die Führung knapp. Vier Minuten später war es erneut Schmid, der Albig zu einer Glanzparade zwang. Das war es aber mit der Herrlichkeit des VfR. In der Folgezeit entwickelte sich "ein wildes Hin und Her", wie es Celik formulierte. In der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Milot Halilaj den Siegtreffer für den VfR auf dem Fuß, scheiterte aber aus kurzer Distanz an der Latte. Auf der Gegenseite verzog Simon Glück in aussichtsreicher Position, so dass es in die Verlängerung ging.

In der 93. Minute machte Glück seinem Namen keine Ehre und knallte den Ball an den Innenpfosten des Heilbronner Tores. Besser machte es Marius Doderer in Minute 100 mit dem 2:1. Abermals hatten es die Heilbronner verpasst, nach einer Ecke konsequent zu klären.

Platzverweis und Eigentor in der Verlängerung

Wenig später kassierte VfR-Kapitän Luca Hofmann die Gelb-Rote Karte (103.). Der VfR versuchte in Unterzahl alles, doch die Chancen hatte Crailsheim. Zunächst scheiterte Hüttl frei vor dem Tor, war dann aber in der 117. Minute zum 3:1 erfolgreich. Ausgangspunkt war einmal mehr ein Eckball. Ein Konter führte dann noch per Eigentor von Tom Marmein zum 4:1 für die Gastgeber.

"Wir hatten unsere Chancen, aber der letzte Wille, das letzte Wollen hat gefehlt" haderte Juric damit, wie auch in den Jahren zuvor die dritte Runde nicht erreicht zu haben und ärgerte sich über die drei Gegentreffer nach Eckbällen. "Wir wissen jetzt, wo wir den Hebel ansetzen müssen, es gibt noch viel zu tun."

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