VfR Heilbronn und Türkspor Neckarsulm stehen vor der nächsten Standortbestimmung
Verbandsliga-Duo startet mit gegensätzlichen Stimmungslagen in den 2. Spieltag. Heilbronn gastiert bei der TSG Tübingen, Neckarsulm erwartet die TSG Balingen II.

Der zweite Spieltag der Verbandsliga-Saison 2024/2025 steht an und damit für die beiden Unterland-Vertreter die nächste Standortbestimmung. Während der VfR Heilbronn bei der TSG Tübingen gastiert, empfängt Türkspor Neckarsulm die TSG Balingen II. Anpfiff ist jeweils um 15.30 Uhr.
Der Saisonauftakt mit dem 1:0 beim starken Aufsteiger FC Esslingen, trotz ersatzgeschwächter Mannschaft, war erfolgreich. Die drei Punkte wurden jedoch teuer bezahlt: Alban Kastrati musste mit einer Knieverletzung ausgewechselt werden und Matteo Divkovic sah die Gelb-Rote Karte. Nun gilt es im ersten Heimspiel unter dem neuen Spielertrainer Julian Grupp gegen die TSG Balingen II einen weiteren Sieg nachzulegen.
Urlaubsrückkehrer vergrößern personelle Auswahl
Die Personalsorgen von Grupp werden für das Wochenende aber nicht unbedingt kleiner, auch wenn drei Akteure aus dem Urlaub zurückgekehrt sind. Der starken Leistung von Türkspor-Keeper Kevin Rombach standen in Esslingen in der Offensive etliche vergebene Chancen und schlecht gespielte finale Pässe gegenüber.
"Wir haben mit einen Team gespielt, das in den drei Mannschaftsteilen so nicht ansatzweise auch nur in einem Testspiel angetreten ist", erzählt Grupp. Mit dabei war aber in Burak Alabas erstmals ein weiter Neuzugang von der Sport-Union Neckarsulm. Grupp hebt den Einsatz und Kampfeswillen seines Teams hervor. "Jeder hat für den anderen gefightet", sagt der Spielertrainer.
TSG Balingen II könnte zur Wundertüte werden
Mit der TSG Balingen II erwartet Türkspor eine sehr junge Mannschaft mit Wundertüten-Effekt. Man weiß nie, wie viele Spieler eventuell aus dem Oberliga-Team eine Spielklasse nach unten geschoben werden. Grupp hofft, dass seine Mannschaft wie in Esslingen mit den nötigen Grundtugenden überzeugt.
Bis sich sein Kader in den nächsten Wochen final eingespielt hat, heißt es für Grupp: "Wir müssen Fußball arbeiten." Er selbst stand nach auskurierter Verletzung und wenigen Trainingseinheiten in Esslingen bereits wieder auf dem Platz. "Ich sehe ein wenig aus, wie ein angeschlagener Boxer", erzählt Grupp von einem blauen Auge, weil ein Gegner "mit dem Fuß gegen meine Birne gegangen ist".
Am Samstag könnte in Matthias Eiba, der in Österreich in der dritten Liga gespielt hat, auch der letzte Neuzugang erstmals im Kader stehen.
Heilbronner Auftakt-Niederlage hat wichtige Erkenntnisse geliefert
Die 0:2-Auftakt-Niederlage des Liga-Neulings VfR Heilbronn gegen Titelaspirant SF Dorfmerkingen kam nicht überraschend. "Wir haben verdient verloren, wissen jetzt aber noch besser, wo wir ansetzen müssen, um in der Verbandsliga anzukommen", hat VfR-Trainer Markus Lang wichtige Erkenntnisse erhalten. "Daran haben wir in dieser Woche gearbeitet."
Die größte Chance des Spiels hatte Julian Schiffmann, der quasi als Sturmspitze aufgeboten wurde, es aber in der sechsten Minute verpasste, den VfR in Führung zu schießen. Und wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, hätte Schiffmann zum 1:0 getroffen. Dass die Aufgabe bei der TSG Tübingen nun einfacher wird, das glaubt der Trainer indes nicht. "Es gibt keine leichten Spiele, die Verbandsliga ist ausgeglichen besetzt", sagt der Trainer mit einem Blick auf den ersten Spieltag, an dem bei den Ergebnissen keine Ausreißer zu notieren waren. Zu den Siegern gehörte die TSG Tübingen mit einem 2:1-Erfolg in Balingen.
VfR setzt auf mehr Qualität und mehr Erfahrung
"Jede Partie steht auf der Kippe und man muss an 100 Prozent Leistung rankommen, um das Spiel auf seine Seite zu ziehen", macht der Trainer deutlich: Ohne vollen Einsatz wird es schwer zu punkten.
Sicher ist, sagt Lang, "werden wir eine Mannschaft auf den Platz bringen, die anders aussehen wird", mit Spielern, die vergangene Woche noch nicht zur Verfügung standen. "Das stimmt uns zuversichtlich, dass wir mehr Qualität und Erfahrung aufbieten können." Schließlich seien es Jungs, die schon mehrere Jahre aktiv spielen und "das zum Teil mit herausragenden Leistungen". Lang erwartet in Tübingen eine stärkere Leistung als noch gegen Dorfmerkingen.
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