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VfB Eppingen nimmt viel aus Test gegen TSG Hoffenheim II mit

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Der VfB Eppingen hat dem Drittligisten TSG Hoffenheim II ordentlich Paroli geboten. Vor allem bei eigenem Ballbesitz machte es der sechsklassige Verbandsligist gut. Die Gegentore beim 1:6 (0:3) sind für VfB-Trainer David Pfeiffer aber zu einfach gefallen.

Eppingens Arnold Luck lässt Hoffenheims Diren Dagdeviren stehen.
Eppingens Arnold Luck lässt Hoffenheims Diren Dagdeviren stehen.  Foto: Nachreiner, Michael

Standesgemäß hat der Drittligist TSG Hoffenheim II den Test beim VfB Eppingen mit 6:1 (3:0) gewonnen. Doch Stefan Kleineheismann war dennoch voller Lob für den drei Klassen unter seiner Mannschaft auflaufenden Verbandsligisten aus der Fachwerkstadt mit Pfiff. „Die Eppinger haben eine gute Struktur und sind taktisch gut aufgestellt. Sie haben es uns schwer gemacht“, berichtet der TSG-Trainer. „Überhaupt: Der ganze Rahmen mit dem Stadion, dem Platz und den Zuschauern hat mir gefallen.“

Hoffenheimer lassen immer wieder individuelle Klasse aufblitzen

Sein Gegenüber David Pfeiffer war unter dem Strich auch zufrieden. „Wir haben uns ordentlich verkauft und es mit Ball ganz gut gemacht“, berichtet der VfB-Coach. „Wir haben es - natürlich gegen einen überlegenen Gegner - den Hoffenheimern bei den Gegentoren zu einfach gemacht. Wenn wir uns in solchen Situationen in der Verbandsliga auch so verhalten, werden wir auch da bestraft.“

Beim 1:0 durch Yannis Hör benötigte der Hoffenheimer Außenverteidiger nur eine Körpertäuschung gegen Silas Schnabel, um frei zum Abschluss zu kommen (15. Minute). Beim 2:0 nickte Ben Labes eine Flanke von Nader El-Jindaoui ein (18.). Und beim 3:0 tanzte Tiago Poller sowohl Antonio Sasso als auch Marc Zengerle an der Strafraumgrenze aus und war frei durch. (33.). 

Nach dem Seitenwechsel ließ erneut Labes nach einem Steckpass von Poller das 4:0 folgen (51.)., ehe nach Flanke von Denis Donkor Arian Llugiqi das 5:0 köpfte (55.). Den Hoffenheimer Schlusspunkt setzte Daniel Labila zum 6:1 (84.), nachdem El-Jindaoui mit einem Steckpass Simon Kalambayi geschickt hatte und der von der Torauslinie zurückgelegt hatte. „Die Hoffenheimer haben ein brutales Tempo an den Tag gelegt. Und wir hatten kaum Entlastung, waren fast nur am Hinterherrennen. Jeder von uns hat die Trinkpause in der ersten Halbzeit schon herbeigesehnt“, berichtet VfB-Innenverteidiger Silas Schnabel und ergänzt: „Wir haben es kompakt und den Hoffenheimern so schwer wie möglich gemacht. Die Gegentore fielen vor allem nach individuellen Fehlern von uns.“

Elias Feljauer verwandelt als Gefoulter einen Elfmeter zum Ehrentreffer des VfB

Die Eppinger kamen aber auch noch zum Ehrentreffer. Nachdem Luca Erlein Elias Feljauer im eigenen Strafraum von hinten umgestoßen hatte, entschied Schiedsrichter Haris Kresser sofort auf den Punkt. Zum Elfmeter schnappte sich der Gefoulte selbst den Ball und versenkte diesen zum zwischenzeitlichen 1:5 (77.) - ganz zum Ärger von Kleineheismann. „Da haben wir ein Geschenk verteilt - schon durch den Ballverlust im Aufbauspiel“, ärgert sich der TSG-Trainer.

Der Torschütze genoss dagegen den Torerfolg. „Es ist etwas Besonderes, gegen einen Drittligisten ein Tor zu machen. Ich freue mich über den Treffer“, berichtet Feljauer, der genauso wie alle Eppinger einiges mitnehmen kann aus diesem Spiel. „Man kann viel von so einem Profiteam lernen - die individuelle Technik und die Ruhe am Ball.“

Kleineheismann nimmt viele Erkenntnisse mit in das spielfreie Wochenende

Kleineheismann nimmt aber nicht nur den 6:1-Sieg mit nach Hoffenheim, sondern auch viele Erkenntnisse vor dem aufgrund des DFB-Pokals spielfreien Wochenende in der 3. Liga. „Für die Spieler insbesondere, die zuletzt hintendran waren, brauchen wir Spielpraxis. Denn Training ist das Eine, aber Spiele sind etwas Anderes. Man hat schon Erkenntnisse gewonnen, wie der eine oder andere drauf ist. Und auch für das Fitnesslevel sind solche Spiele extrem wichtig. Denn wir mussten aufpassen, dass die, die hintendran sind, nicht den Anschluss verlieren“, berichtet der TSG-Coach.

VfB Eppingen: Dominik Samija (46. Nick Blabusch) - Antonio Sasso (46. Mark Rauh), Christopher Diamalembe (46. Vincent Zeiler), Silas Schnabel (65. Christopher Diamalembe, 83. Kevin Shala), Niklas Winter (46. Florian Kradija) - Farid Hazrati (46. Vincenzo Cianciolo), Marc Zengerle (46. Noah Lorch), Amin Yazji (46. Dino Corajevic) - Philipp Zentler (46. Leon Kritter), Arnold Luck (46. Dejan Tomic), Alexander Rudenko (46. Elias Feljauer).

TSG Hoffenheim U23: Benjamin Lade (46. Tim Philipp) - Yannis Hör (64. Florian Bähr), Lars Strobel, Diren Dagdeviren, Denis Donkor - Melvin Onos, Tiago Poller, Arian Llugiqi (64. Daniel Labila) - Nader El-Jindaoui, Ben Labes, Blessing Makanda (46. Simon Kalambayi).

Tore: 0:1 Yannis Hör (15.), 0:2 Ben Labes (18.), 0:3 Tiago Poller (33.), 0:4 Ben Labes (51.), 0:5 Arian Llugiqi (55.), 1:5 Elias Feljauer (83./Foulelfmeter), 1:6 Daniel Labila (84.).

Schiedsrichter: Haris Kresser, Dominik Vogel, Ben Grießmann.

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