VfB Eppingen mit vielen Neuen in die Vorbereitung gestartet
Verbandsligist aus dem Kraichau legt auch außerhalb des Platzes engagiert los. Was passiert mit VfB-Spielern, die sich über die Auswahl der Kabinenmusik beschweren?

Beim inoffiziellen Beauftragten für Musik und gute Laune beim VfB Eppingen waren bis zum Sonntagmittag noch keine Beschwerden eingegangen. Auch die Auswahl der Kabinenmusik schien die neuen Spieler des Verbandsligisten nicht weiter zu irritieren. Und wenn schon: "Wer sich beschwert, der wird abgegrätscht", stellte Jan-Hendric Hoyer klar.
Zu diesem Zeitpunkt saß der Mittelfeldspieler mit den neuen und alten Teamkollegen bereits in gechillter Atmosphäre auf der Terrasse des Clubhauses beisammen. Bei Gegrilltem ließen es sich Mannschaft, Verantwortliche und ein paar Gäste gut gehen.
Von den 20 Spielern im Auftakttraining ist knapp die Hälfte neu
Der Termin für das Auftakttraining an diesem Sonntagmorgen war vom neuen Trainer bewusst so gewählt worden. "An einem Montagabend hätten wir vielleicht nicht so schön zusammensitzen können", sagte Christian Schweinfurth. Dem 34-Jährigen lag viel daran, in guter Atmosphäre zu starten. Schließlich hat sich beim VfB viel getan.
Der Umbruch war beim Training zuvor sichtbar geworden: Von 20 Spielern war knapp die Hälfte neu. Wobei mit Alexander Rudenko und Florian Kradija zwei alte VfB-Hasen fehlten. Die beiden Kapitäne hatten vom Trainer noch frei bekommen, stoßen nach dem Urlaub im Lauf der Woche zum Team. Der Rest hat den Kampf um Stammplätze aufgenommen. "Da war schon richtig Zug drin", urteilte auch der Partybeauftragte Hoyer.
Schweinfurth hatte einen bunten Mix zusammengestellt - Kräftigung, Passübungen, Spiel: alles dabei. Bei den Koordinationsübungen wurde es dann ein bisschen wild, weil nicht nur Füße, sondern auch Hände und damit der Kopf gefordert waren. Das sorgte mitunter für Lacher. "Das ist nix für mich", meinte Emre Durmus hinterher. Was der Mittelfeldspieler der Eppinger freilich nicht als Kritik am neuen Trainer verstanden wissen wollte. Zumal der, fanden gerade die älteren Spieler, eine gute erste Einheit gemacht hatte. "Es war ein positiver Auftritt von ihm", fand Hoyer.
Positiver erster Auftritt - auch von Trainer Christian Schweinfurth
Christian Schweinfurth gab das Kompliment zurück. "Das war für einen Auftakt sehr gut, alle haben Vollgas gegeben." Auch die Neuen nutzten die Chance, sich zu zeigen. "Die waren alle motiviert, sind gut gestartet", fand Durmus, der mit Andreas Dups noch lange nach dem Training auf dem Rasen lag und auf die neue Runde voraus blickte. Der Torhüter, der von Oberligist FC Nöttingen gekommen ist, ist nominell der stärkste Neuzugang des VfB. Dem Sulzfelder, der mit Yannic Clevens noch einen jungen Keeper als Herausforderer aus Nöttingen mitbrachte, fehlte zwar noch ein Torwarttrainer. Spaß hatte er trotzdem. "Wir sind gut aufgenommen worden, das sind coole Jungs hier", sagte Dups.
Unter den Neuen war in Till Schweizer auch ein Rückkehrer. Der defensive Mittelfeldspieler, der schon seit der Jugend beim VfB kickt, war im Winter zum FSV Schwaigern gewechselt, weil ihn Rückenschmerzen ausgebremst hatten. "Mir geht es blendend", ließ der 21-Jährige wissen, der nicht damit gerechnet hatte, nach nur sechs Monaten wieder nach Eppingen zurückkehren zu können.
Erst Fitnesstests, dann Trainingslager
Für ihn und seine Teamkollegen stehen in dieser Woche Fitnesstests und am Wochenende dann das Trainingslager an. Der Trainer kündigte eine intensive Woche an - mit einem ersten Test am Sonntag, 16.30 Uhr, gegen Oberligist 1. CFR Pforzheim als Abschluss. Beschwerden werden in dem Fall nicht angenommen.
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