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Fußball-Verbandsliga

Unglücklich, unnötig, unglaublich: unschöner Steigerungslauf des VfB Eppingen

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Der VfB Eppingen macht das Spiel, Fortuna Heddesheim die Tore und gewinnt 3:1. Trainer David Pfeiffer ärgert sich vor allem über den letzten Treffer.

Der Eppinger Dejan Tomic (vorne) sitzt nach Abpfiff enttäuscht auf dem Rasen, während die Heddesheimer feiern.
Der Eppinger Dejan Tomic (vorne) sitzt nach Abpfiff enttäuscht auf dem Rasen, während die Heddesheimer feiern.  Foto: Michael Nachreiner

War das 1:2 gegen den 1. FC Mühlhausen „unglücklich“ und das 0:2 bei der SG Heidelberg-Kirchheim „unnötig“, wie VfB-Trainer David Pfeiffer die Niederlagen bezeichnete, war das 1:3 (1:2) gegen den FV Fortuna Heddesheim unglaublich: „Wie wir ein so hochkarätig besetztes Team so dominieren können und am Ende als Verlierer vom Platz gehen, war unglaublich“, sagt Pfeiffer.

Die Eppinger setzten die Gäste von Beginn an unter Druck. Doch trotz der Überlegenheit waren Abschlüsse erst einmal Mangelware. Bis zur 20. Minute, als Tim Kallis einen Schuss von Amin Yazji nach vorne abklatschen ließ. Doch Noah Lorch scheiterte im Nachsetzen am langen Bein des Fortuna-Torwarts. Drei Minuten später musste Kallis aber doch hinter sich greifen. Yazji hämmerte den Ball unter die Latte (23. Minute).

Heddesheim stellt die Partie gegen den VfB Eppingen komplett auf den Kopf

Die Gastgeber blieben auch in der Folge spielbestimmend. Doch dann stellten die Heddesheimer die Partie innerhalb von gut fünf Minuten komplett auf den Kopf. Erst vollendete Leon Edobor einen Konter zum 1:1 (35.). Dann riss Torwart Nick Blabusch Lotfi Graida am Strafraumeck um, als er einen Ball aus der Luft fischen wollte. Den fälligen Elfmeter versenkte Fabian Geckle zur 2:1-Führung der Fortuna (41.).

„Es gibt nicht viel, was man in der ersten Hälfte hätte besser spielen können.“

David Pfeiffer

„Es gibt nicht viel, was man in der ersten Hälfte hätte besser spielen können – außer, dass wir in der einen oder anderen Situation das Ding noch konsequenter reindrücken hätten müssen“, sagt Pfeiffer. „Die Heddesheimer hatten eigentlich gar nichts Gefährliches. Doch zwei Mal waren wir so unkonzentriert, dass wir zwei Tore kassiert haben.“

Eppinger haben genügend Chancen, um das 2:2 zu machen

Die Kraichgauer ließen sich durch den Rückstand aber nicht beirren. Noch vor der Pause hatte Dejan Tomic den Ausgleich auf dem Fuß, kam aber am langen Pfosten (44.). Und auch nach dem Seitenwechsel hatten die Eppinger genügend Chancen auf das 2:2. Doch Kallis war nicht zu überwinden – weder von Hazrati (52.), von Tolga Ulusoy mit einem Freistoß (61.), noch von Vincenzo Cianciolo mit einem Aufsetzer aus 18 Metern (83.). Den Kopfball von Mark Rauh nach dem anschließenden Eckball kratzte der Gäste-Torwart von der Linie.

„Der Heddesheimer ist nur in Marc reingesprungen, ohne das Ziel, an den Ball zu kommen.“

David Pfeiffer 

Die Fortuna war aber bei Kontern immer gefährlich. Ein Kopfball von Edobor landete beispielsweise am Pfosten (67.). In der 89. Minute machte Gilles-Florian Djahini mit den Deckel drauf. Dem 3:1 war allerdings ein klares Foul vorausgegangen. Djahini hatte an der Mittellinie Marc Zengerle weggecheckt, der zu einem Kopfball hochgestiegen war. „Der Heddesheimer ist nur in Marc reingesprungen, ohne das Ziel, an den Ball zu kommen“, ärgert sich David Pfeiffer. 

VfB Eppingen: Blabusch – Rauh, Lambert (84. Diamalembe), Schnabel, Kradija (74. Zentler) – Ulusoy (79. Zengerle), Lorch, Cianciolo – Yazji (69. Feljauer), Tomic, Hazrati (79. Rudenko).FV Fortuna Heddesheim: Kallis – Marsal, Lutz, Malchow, Butscher – Graidia (76. Sabah), Schwöbel, Müller, Edobor (88. Djahini) – Graciotti (69. Gessel), Geckle (65.Cultrera).Tore: 1:0 Yazji (23.), 1:1 Edobor (35.), 1:2 Geckle (41./Foulelfmeter), 1:3 Djahini (89.).Schiedsrichter: Liam Kastner (Karlsruhe), Friedrich Kathler, Fabian Muschinski.

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