TSG Öhringen trennt sich von Co-Trainer Constantinescu
Tobias Weis bleibt Chef-Trainer des Hohenloher Bezirksligisten. Kupferzeller Offensiv-Spieler Emre Ipek kommt als Verstärkung.

Die TSG Öhringen und Trainer Marius Constantinescu trennen sich in der Winterpause. Grund dafür sind unterschiedliche Auffassungen. "Es sind keine gravierenden Themen dabei, am Ende war es ein Bauchgefühl, dass wir im gegenseitigen Einvernehmen die Zusammenarbeit beenden", sagt Hauptabteilungsleiter Michael Carle.
Schon während der Vorrunde in der Bezirksliga Nord hatte es nach der durchwachsenen Leistung gegen die SGM Niedernhall/Weißbach ein Gespräch zwischen dem Trainerteam und der Abteilungsleitung gegeben. "Der Spielmodus in dieser speziellen Saison lässt keine Durststrecken zu. Wir wollen uns unbedingt für die neue Bezirksliga Franken qualifizieren", mahnt Carle. Und um da ganz sicher dabei zu sein, ist ein Platz unter den ersten drei nötig, ansonsten könnte Zittern bis zum Schluss notwendig sein. Aktuell dürfte es realistisch vier bis fünf zukünftige Bezirksliga-Plätze für die Hohenloher geben.
Trainer Weis blickt mit Vorfreude auf die Rest-Runde
Chef-Trainer in Öhringen ist aber weiterhin Ex-Profi Tobias Weis. Erstmal für die Rückrunde, Gespräche über eine Zusammenarbeit über diese Saison hinaus laufen aktuell noch. Vor dem offiziellen Vorbereitungsstart in der nächsten Woche bot er zwei freiwillige Übungseinheiten an, die gut angenommen wurden. "Das hat mich sehr gefreut", meint Weis, der deshalb voller Elan auf die Vorbereitung und die restliche Rückrunde schaut. "Wir wollen so lange wie möglich im Kampf um Platz eins dabei sein", sagt Weis.
Der Landesliga-Aufstieg ist nicht zwingend eingeplant oder gar ein Muss. Die Öhringer würden diesen aber durchaus gerne annehmen. Aber dafür reicht der erste Platz in der Nordstaffel nicht aus. Es folgen nach der Runde noch die Aufstiegsspiele gegen den Meister im Süden um den letzten Hohenloher Bezirkstitel und den Platz in der Landesliga.
Emre Ipek kommt, Patrick Abele geht

Um die Ziele zu erreichen, hilft in der Saison-Endphase Emre Ipek, der vom Liga-Schlusslicht TSV Kupferzell nach Öhringen wechselt. "Der Kontakt zu ihm war immer da", sagt Carle. "Die Lage der Kupferzeller ist in der Liga fast aussichtslos, sonst wäre er wohl auch nicht im Winter gewechselt." Ipek soll eins-zu-eins Patrick Abele ersetzen, der zum Unterländer A1-Ligisten TSV Löwenstein wechselt. Zuletzt hatte er bei der TSG ehe eine Reservistenrolle inne - vergangene Saison gehörte Abele noch zu den Leistungsträgern.
In dieser Spielzeit konnte er sich bei Trainer Tobias Weis noch nicht durchsetzen. "Es ist zwar schade für uns", sagt Kupferzells Abteilungsleiter Michael Volpp zu dem Abgang. Aber man wollte Ipek auch keine Steine in den Weg legen. Schließlich dürfte der Wiederabstieg des Aufsteigers schon jetzt besiegelt sein - mit oder ohne Ipek. "Wenn man nach zwei Dritteln der Runde mit einem Punkt dasteht, geht es auch um Qualität. Aber letzten Endes ist die Stimmung in der Mannschaft trotzdem gut."
Minimalziel bleibt die Bezirksliga-Qualifikation

Die Öhringer konnten hingegen in der Vorrunde kämpferisch überzeugen, ließen die spielerischen Mittel dabei aber manchmal vermissen. "Bei den Grundtugenden haben Tobias und Marius unsere junge Mannschaft ganz klar nach vorne gebracht. Ich bin überzeugt, dass mit etwas mehr Mut und Selbstvertrauen auch in der Spielanlage ein Schritt nach vorne möglich ist", hofft Carle.
Die Trennung von Constantinescu ist durchaus ein gewagter Schritt der TSG-Verantwortlichen, steht das Team doch bei einem Spiel weniger mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei hinter dem SV Wachbach. "Wir müssen unter die ersten Drei kommen, um sicher in der neuen Bezirksliga dabei zu sein. Deshalb wollten wir Diskussionen während der Rückrunden-Vorbereitung vermeiden", sagt Carle. "Wachbach hat schon sehr gut dagegen gehalten."
Spielmodus in der Bezirksliga Hohenlohe
Constantinescu hätte gerne seine angefangene Arbeit in Öhringen zu Ende gebracht. Er geht aber nicht im Groll. "Es hat mir viel Spaß gemacht mit der jungen Mannschaft und ich bin stolz auf das, was wir in der kurzen Zeit zusammen geschafft haben. Ich drücke der TSG die Daumen, dass die Ziele erreicht werden", sagt der scheidende Co-Trainer.,
In Vorbereitung auf die anstehende Strukturreform wurde die Bezirksliga Hohenlohe in zwei Staffeln geteilt. Dadurch ist sie ungewöhnlich kurz und in der Nordstaffel treten gar nur neun Mannschaften an, die jeweils drei Mal aufeinander treffen. Vor der Winterpause wurden rund zwei Drittel der Spiele absolviert. So geht die Runde am 3. März wieder weiter und ist bereits am 11. Mai beendet. Danach spielen die beiden Staffelsieger um Titel und Aufstieg.

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