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Fußball-Landesliga
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TSG Öhringen freut sich auf die Landesliga-Rückkehr

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Die TSG Öhringen ist nach der Bezirksliga-Meisterschaft in die Landesliga aufgestiegen. Am Samstag startet die Saison. Das sind die Ziele des Rückkehrers und von Trainer Tobias Weis.

Tobias Weis hat die richtige Worte und die richtige Herangehensweise gefunden, um die TSG Öhringen zurück in die Landesliga zu führen.
Foto: Marc Schmerbeck
Tobias Weis hat die richtige Worte und die richtige Herangehensweise gefunden, um die TSG Öhringen zurück in die Landesliga zu führen. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Herbert Schmerbeck

Nach drei Jahren Abwesenheit ist die TSG Öhringen zurück in der Landesliga. Am Samstag geht nun die Saison mit dem Auswärtsspiel beim GSV Pleidelsheim los. Nach dem Abstieg 2022 und dem 13. Platz in der Bezirksliga im Folgejahr, hat Tobias Weis, der zur Saison 2022/23 das Traineramt übernommen hat, den TSG-Kickern wieder eine Siegermentalität eingehaucht. Der Öhringer Star ist der Coach. Auch wenn sich der in Schwäbisch Hall geborene Ex-Profi und ehemalige Nationalspieler generell eher im Hintergrund hält. Aber er hat den richtigen Weg gefunden mit den Spielern umzugehen. Fordernd aber auch fördernd.

Das Fußball-Magazin 11freunde widmet TSG-Trainer Tobias Weis eine Bilderstrecke

Diesen Monat hat ihm das Fußball-Magazin „11freunde“ eine Bilderstrecke zum 40. Geburtstag gewidmet. „Seit einigen Jahren bringen die fast jedes Jahr etwas über mich“, sagt Weis lachend. „Mit einer gewissen Ernsthaftigkeit aber auch mit Ironie. Irgendwie haben die etwas an mir gefressen, glaube ich. Ich fand es ganz cool. Wenn man die Bilder sieht, kommen immer wieder Erinnerungen hoch.“ Und an seinen Erinnerungen lässt er auch die Spieler teilhaben, erzählt immer wieder von seinen Erfahrungen. Das kommt im Kreis der Spieler an. Und sie hören auf ihren Coach, vertrauen ihm.

So absolvierten sie auch klaglos den Laufplan, den sie noch vor dem Vorbereitungsstart zu erfüllen hatten. „So wie die Jungs es durchgezogen haben, ist schon super. Wir waren schon immer ein Team, aber was da in den sechs, sieben, acht Wochen zusammengewachsen ist, ist der Wahnsinn“, sagt Weis. „Die Stimmung ist sensationell. Wir machen im Training Läufe und die Jungs feiern sich dafür und jubeln. Deshalb bin ich mit der Vorbereitung sehr zufrieden. Dafür können wir uns nichts kaufen, aber ich glaube, wir sind vor dem ersten Spieltag so weit, taktisch und fitnesstechnisch, so dass wir die Jungs auf den Punkt fit bekommen haben.“

Die Mischung und auch die Stimmung innerhalb der Mannschaft passt

Und das ist auch nötig. Er erwartet ein ausgeglicheneres, höheres Niveau als in der Bezirksliga. Und mehr Tempo in den Spielen. „Darum geht es doch im Fußball, in jeder Liga, die man höher geht, geht es um Fußballverständnis auf dem Platz, um Schnelligkeit, um Situationen zu erkennen“, sagt Weis. Und ein Teil der Spieler kennt die Liga.

Was den Kader angeht, blieb der Großteil zusammen und auch die Mischung stimmt. Es gibt einige erfahrene Spieler, dazu kommen die Mitte 20-Jährigen und noch einige ganz junge, die erst in den Aktivenbereich aufgerückt sind. Auch die Neuzugänge haben sich bereits gut integriert. „Sie sind schon fester Bestandteil der Mannschaft. Bei uns ist es eigentlich einfach, weil sie von den Jungs gut aufgenommen werden“, sagt Weis. „Ob es Verstärkungen sind, wird sich zeigen. Sie müssen liefern, wie meine Jungs auch.“

TSG Öhringen will sich mit intensivem Fußball Respekt verschaffen 

Ziel ist es, so schnell wie möglich den Klassenerhalt zu sichern. „Wenn das geschafft ist, können wir immer noch sehen, was möglich ist“, sagt Weis, der einen einstelligen Tabellenplatz im Auge hat. „Ich denke, die Liga ist sehr ausgeglichen und habe da aktuell keinen Favoriten. Und wir würden gerne überraschen. Ich habe es selbst erlebt, wie es ist, neu in einer Liga zu sein. Uns kann noch keiner greifen, richtig einschätzen und das wollen wir zu unserem Vorteil machen.“

Um das zu schaffen stellt er sich einen intensiven Fußball vor, mit dem sich seine Mannschaft Respekt in der Landesliga verschaffen kann. Außerdem setzt er auf die Heimstärke: „Wir haben in der Liga, glaube ich, rund ein Jahr kein Spiel mehr verloren. Und das kann gerne so bleiben. Es ist unser Wohnzimmer, unser zu Hause, da wollen wir es jedem Gegner schwer machen.“

Tobias Weis beschäftigt sich in erster Linie mit seiner Mannschaft

Pleidelsheim kann er noch nicht einschätzen. „Ich bin aber auch ein Trainertyp, der sich auf seine Mannschaft konzentriert, weil ich weiß, wenn wir die Dinge, die wir uns vornehmen, zu 100 Prozent ausführen wird es schwer, uns zu schlagen“, sagt Weis. „Wenn wir es in gewissen Phasen des Spiels nicht auf den Platz bekommen, wird es schwer für uns. Jetzt gilt es eine gewisse Konstanz reinbekommen.“ Und zum Auftakt gibt er ganz seiner Siegermentalität, die er ausstrahlt vor: „Wir wollen gut ins Spiel reinkommen, das ist ganz arg wichtig. Wenn möglich kein Gegentor kassieren. Überhaupt ist es uns wichtig, hinten stabil zu stehen. Wir fahren voller Überzeugung nach Pleidelsheim, um dort auch zu gewinnen.“

Kader der TSG Öhringen

Tor: Len Brutzer, Nikolaos Drossas,Abwehr: Mansour Ceesay, Mika Frank, Samuel Helming, Yannick Jankowski, Tim Maier, Erkan Odabasi, Philipp Schropp.Mittelfeld: Alessandro Cosentino, Mihail Darii, Maximilian Egner, Emre Ipek, Lorik Makolli, Sebahattin Öztürk, Mert Sipahi, Jonas Stegmeier, Patrick Uhrich, Cedric Weyreter, Simon Wilske.Angriff: Volkan Demir, Jemal Hergüngezer, Dionysios Pantelis, Justin Scholl, Valentin Schuhmacher.Trainer: Tobias Weis, Konstantinos Drossas (Co-Trainer), Volkan Demir (spielender Co-Trainer).Abgänge: Jakup Mehmeti (TSG Öhringen II), Mario Lösch (TSV Pfedelbach), Dimitris Parakevas (TSV Pfedelbach), Marco Steffan (TSV Ilshofen), Gbenga Daniel Adeykoya (TSV Botenheim), Zugänge: Volkan Demir (Spfr.Schwäbisch Hall), Konstantinos Drossas (Co-Trainer/B-Jugend), Erkan Odabasi, Mansour Ceesay (beide TSVPfedelbach), Sebahattin Öztürk (Türkspor Eppingen), Lorik Makolli (SGM Bitzfeld/Schwabbach ), Jemal Hergüngezer (FSV Hollenbach U19), Valentin Schuhmacher, Jonas Stegmeier (beide eigene U19). 

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