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SSV Auenstein bezwingt Sportfreunde Neckarwestheim – dann wird's hektisch

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Der SSV Auenstein kann nach dem Sieg in der Relegation gegen die Sportfreunde Neckarwestheim weiter auf den Aufstieg in die Kreisliga A1 hoffen. In der Nachspielzeit und nach Abpfiff wird es hektisch.

Jubelnde Auensteiner Spieler nach dem Tore zum zwischenzeitlichen 3:1
Jubelnde Auensteiner Spieler nach dem Tore zum zwischenzeitlichen 3:1  Foto: Alexander Bertok

Bei hochsommerlichen Temperaturen setzte sich B3-Vizemeister SSV Auenstein am Samstagabend auf dem Sportgelände der TSG Heilbronn im Qualifikationsspiel zur Kreisliga-A1-Relegation gegen den ersten Nichtabsteiger der A1, die Sportfreunde aus Neckarwestheim, verdient mit 3:2 durch. Auenstein spielt nun am Freitag, 20. Juni, um 18.30 Uhr auf dem Sportgelände in Leingarten im Relegationsfinale gegen den FSV Schwaigern II um den letzten freien Platz in der A1. Der B1-Vizemeister aus Schwaigern hatte sich am Freitagabend in Cleebronn gegen den B2-Zweiten TV Flein souverän und verdient mit 4:1 durchgesetzt.

„Die Jungs haben es heute bei diesen Temperaturen gut gemacht. Ich hätte nicht spielen wollen“, freute sich SSV-Trainer Michael Knauerhase, dass die Saison für ihn uns seine Mannschaft noch nicht zu Ende ist. „Letztlich haben wir es am Ende nochmals unnötig spannend gemacht. Im Großen und Ganzen denke ich schon, dass wir verdient gewonnen haben.“

Kreisliga-Relegation: Auenstein schlägt Neckarwestheim – Partie beginnt mit Elfmetern

Sportfreunde-Spielertrainer Gianluca Bellantoni nahm die Niederlage und den damit verbundenen Abstieg gelassen hin. „Wir haben es einigermaßen gut gemacht. Aber bei uns war die Luft schnell raus, Auenstein ist einfach fitter gewesen. Wir müssen damit leben und in der B-Liga neu starten.“ Die Partie begann mit einem „Elfmeterschießen“. In der 5. Minute sprang dem Auensteiner Phil Beckbissinger im Strafraum der Ball unglücklich an die Hand. Yuce Furkan Gönültas ließ sich die Chance nicht nehmen und verwandelte zur 1:0-Führung der Sportfreunde aus Neckarwestheim.

Quasi im Gegenzug wurde SSV-Torjäger Boban Zdjelar im 16er der Neckarwestheimer zu Fall gebracht. Erneut pfiff Schiedsrichter Maximilian Lauer und zeigte auf den Punkt. Der Gefoulte selbst trat an und verwandelte zum 1:1. In der Folge dominierte Auenstein das Geschehen, versuchte spielerische Mittel zu finden, während Neckarwestheim vor lediglich 190 zahlenden Zuschauern mit langen Bällen oder Befreiungsschlägen agierte.

SSV Auenstein siegt in Relegation gegen Neckarwestheim – Boban Zdjelar mit 42. Saisontor

Zdjelar verfehlte mit einer Volleyabnahme über das Tor (10.) und bei einem Kopfball nach einer Ecke (14.) die Führung für die klassentieferen Auensteiner. Spätestens nach einer halben Stunde zeigten sich bei den Sportfreunden erste konditionelle Nachteile. Auenstein wirkte körperlich deutlich fitter. Und so wurde die Partie immer mehr zu Einbahnstraßenfußball auf das Tor von Spfr-Keeper Thomas Becker.

Immer wieder sorgte Zdjelar für Gefahrenmomente und belohnte sich in der 38. Minute mit seinem 42. Saisontor zum 2:1 für Auenstein. Wenig später hämmerte Adrian Haradinaj den Ball an die Neckarwestheimer Latte. Kurz vor dem Pausenpfiff stoppte Zdjelar eine Flanke gekonnt mit der Brust, legte ab auf Philipp Thullner, der aus zehn Metern an Becker scheiterte.

Überraschend kam Neckarwestheim mit frischem Elan aus der Kabine zurück und zeigte sich erneut als Team der ersten Minuten. Nach einem Patzer der SSV-Defensive, verpasste Gönültas das mögliche 2:2 (49.). Doch dann legte Auenstein wieder einen Gang zu und nach einer Ecke stieg Haradinaj am höchsten und köpfte den Ball unhaltbar zum 3:1 für den B-Ligisten ins Netz (54.).

Tumult und Rote Karten in der Nachspielzeit

In der restlichen Spielzeitging es hin und her, auch beim SSV ließen jetzt die Kräfte nach. Bei einem Lattenstreichler verpasste Zdjelar das 4:1, auch zwei weitere Abschlüsse der Auensteiner blieben erfolglos, der beste Neckarwestheimer, Keeper Thomas Becker, ließ keinen weiteren Gegentreffer zu. Neckarwestheim bemühte sich in der Schlussphase, versuchte alles, doch war das wenig, um dem Spiel nochmals eine Wende zu geben. Es reichte mit dem letzten Willen nur noch zum 2:3-Anschlusstreffer. Nach einer Flanke in der Nachspielzeit war Daniel Szilvas mit dem Kopf zu Stelle.

„Wir haben ein oder zwei Tore zu wenig geschossen, dann wäre es am Ende auch etwas entspannter gewesen“, sagte Michael Knauerhase mit Blick auf unnötige Tumulte in der letzten Minute und nach dem Abpfiff, die für die Sportfreunde-Spieler Endritt Sertollaj und Rasim Lafiti in je einer Roten Karte endete.

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