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SG Sindringen/Ernsbach setzt auch zukünftig auf bewährtes Personal

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Fußball-Landesligist bindet Trainer Tobias Strothmann und das Gros seines Kaders. Hoffnung auf eine Saison-Fortsetzung besteht bei Abteilungsleiter Thilo Baier allerdings kaum.

Friedmar Sütterlin, Jonas Max, Robin Winkler und Fabio Roth (v. li.) bleiben Landesligist Sindringen/Ernsbach wohl auch in der nächsten Saison erhalten. Ob sie auch in dieser Spielzeit noch einmal eingreifen, ist weiterhin offen.
Foto: Marc Schmerbeck
Friedmar Sütterlin, Jonas Max, Robin Winkler und Fabio Roth (v. li.) bleiben Landesligist Sindringen/Ernsbach wohl auch in der nächsten Saison erhalten. Ob sie auch in dieser Spielzeit noch einmal eingreifen, ist weiterhin offen. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Es war ein kurzer Prozess. "Es war im Januar innerhalb von ein paar Sekunden erledigt", berichtet Thilo Baier. Er und sein Abteilungsleiter-Kollege Jonas Max hatten sich per Video schnell mit Trainer Tobias Strothmann zusammengeschaltet. Und schon war klar: Strothmann wird auch nächste Saison Trainer des Landesligisten SG Sindringen/Ernsbach bleiben. "Wir kennen uns alle so lange, da braucht man auch nicht irgendeine Professionalität oder so", sagt Baier. Da funktioniert es eben auch auf dem kurzen Dienstweg.

Mannschaft bleibt zusammen, Neuzugänge weiter denkbar

Auch sonst bleibt es bei der gewohnten Kontinuität in Sindringen und Ernsbach. "Wenn überhaupt, wird wohl jemand berufsbedingt gehen", sagt Baier. Will heißen: Nach momentanem Stand bleibt die Mannschaft zusammen. Strothmann, Max und Baier hatten sich die Spieler für die Gespräche aufgeteilt und mittlerweile fast alle abgearbeitet. "Wenn nicht noch etwas dramatisches passiert, sind alle an Bord", sagt Baier. "Es ist bei uns ja auch nicht das große Drama. Wir sind von keinen Sponsoren abhängig. Jeder weiß, wofür er bei uns spielt."

Vorstellbar ist, dass es noch den einen oder anderen Neuzugang geben wird. "Wir schauen uns um. Es muss aber jemand sein, der zu uns passt. Wir müssen aber auch sehen, was der Markt nach der Pause hergibt", sagt Baier.

Dabei befürchtet er, dass die Pause noch länger dauern kann. "Wenn man die Nachrichten verfolgt und die Zahlen sieht, dann werden wir diese Saison wohl nicht mehr spielen. Es gibt zwar Öffnungskonzepte, aber die sind wohl mit Schnelltests verknüpft. Ich bin skeptisch, dass dies klappt", meint Baier.

Im April sollte wieder trainiert werden können

Bis Ostern, glaubt er, kann wohl nicht trainiert werden. Anfang April sollte aber eine Rückkehr auf den Platz wieder möglich sein, damit die gewünschten vier Wochen Vorbereitungszeit vor dem Re-Start zum spätesten Zeitpunkt, dem 9. Mai, genutzt werden können. "Wir halten uns zwar alle fit, aber vorhersagbar ist im Moment gar nichts", sagt Baier.

Er selbst kann sich nicht daran erinnern, jemals so eine lange Fußball-Pause eingelegt zu haben. Noch nicht einmal wegen einer Verletzung, Deshalb hält auch Baier die vier Wochen Vorbereitung vor einem ersten Pflichtspiel für zwingend notwendig. "Im Winter war es relativ leicht zu pausieren", sagt Baier. "Aber jetzt, bei den ersten Sonnenstrahlen, wenn man den Frühling, den Rasen riecht und die Sportplätze sieht, dann will man so schnell wie möglich wieder kicken."

Komfortable Tabellensituation sorgt für relative Gelassenheit

Die SGSE ist in der komfortablen Situation, dass sie als Tabellenvierter jedem Szenario gelassen entgegen schauen kann. Bei einer Fortsetzung der Vorrunde scheint der Klassenerhalt fast schon sicher. Bei einer Annullierung passiert sowieso nichts. Aber genau dieses Szenario passt Baier überhaupt nicht.

Er sieht es wie Michael Blondowski, Trainer des TSV Pfedelbach, und stellt die Frage: "Warum muss man die Saison annullieren und wieder bei Null anfangen, wenn wir bis zum 9. Mai nicht wieder mit spielen anfangen können? Man könnte doch einfach die Spiele, die gemacht sind, mitnehmen. Wir spielen ja eh gegen die gleichen Mannschaften." Dies hätte in den großen Staffeln wie der Landesliga mit 18 Teams und mehr den Vorteil, dass die Belastung und auch der Termindruck nicht mehr so groß sind wie in der aktuellen Runde.

"Dann hat es auch wenigstens einen Sinn, was wir bisher gemacht haben", sagt Baier. "Außerdem hätten wir in dem Fall nicht nach einer zehnmonatigen Pause 36 Spiele. Ich weiß nicht, wie die sich das vorstellen. In solchen Fällen sollte ein Verband auch flexibel sein. Die erwarten ja auch von uns Flexibilität. In so einer Ausnahmesituation müsste das doch machbar sein. Ich will das verstehen, auch wenn es uns tabellarisch egal ist. Das haben wir auch in der Stellungnahme an den WFV so abgegeben."

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