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Fußball-Landesliga Rhein-Neckar

SG Kirchardt bei Türkspor Eppingen: Ein Derby ohne die ganz großen Emotionen

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Obwohl Türkspor Eppingen und die SG Kirchardt aus dem Fußballkreis Sinsheim kommen, gibt es keine großen Animositäten zwischen beiden Clubs. Im Landesliga-Derby ist dennoch viel Brisanz drin.

Für Michael Baronas (links) und die SG Kirchardt geht es im Sinsheimer Landesliga-Derby darum, die ersten Punkte im Jahr 2026 einzufahren. Für Hakan Aslantas (rechts) und Türkspor Eppingen ist es praktisch die letzte Chance, die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten.
Für Michael Baronas (links) und die SG Kirchardt geht es im Sinsheimer Landesliga-Derby darum, die ersten Punkte im Jahr 2026 einzufahren. Für Hakan Aslantas (rechts) und Türkspor Eppingen ist es praktisch die letzte Chance, die Hoffnung auf den Klassenerhalt aufrechtzuerhalten.  Foto: Ingo Doberstein

So richtig Derbystimmung ist vor dem Duell von Türkspor Eppingen gegen die SG Kirchardt noch nicht aufgekommen – bei keinem der beiden Landesligisten. „Aufgrund der Tatsache, dass es zwei Mannschaften aus dem Kreis Sinsheim sind, kann man das Spiel als Derby bezeichnen. Aber ich habe jetzt weniger im Training wahrgenommen, dass da wirklich Feuer drin ist“, berichtet Kirchardts spielender Co-Trainer Stefan Stötzel, der Denis Schwager aufgrund privater Verpflichtungen des Coaches vertritt.

Und Türkspor-Trainer Mehmet Öztürk ergänzt: „Es ist bestimmt eine gewisse Brisanz drin, weil es gegen ein anderes Team aus dem Kreis Sinsheim geht. Aber im Training spüre ich davon nichts.“

Aufgrund der Tabellensituation ist viel Brisanz im Sinsheimer Landesliga-Derby

Dennoch ist Brisanz drin in der Begegnung. Denn für Türkspor gilt: Wenn die Eppinger nicht gegen die SG Kirchardt gewinnen, die auf dem Abstiegsrelegationsplatz stehen, wann will das Schlusslicht überhaupt Punkte holen? Denn langsam gehen Türkspor die Spiele aus, um die notwendigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Acht bis neun Siege muss es einfahren, hat Öztürk ausgerechnet. Aber es sind nur noch 13 Spieltage. Und für die Kirchardter gilt: Punkte müssen her, um entweder wieder über den Strich zu klettern oder zumindest nicht den Anschluss an die Nichtabstiegsplätze zu verlieren.

Trainingseinheiten waren bei beiden Mannschaften intensiv

In beiden Lagern herrscht Zuversicht. Die Trainingseinheiten waren gut. Stötzel ist vor allem von der Intensität begeistert, die in Kirchardt in den Übungseinheiten herrscht. „Es ist viel Power drin“, sagt der Übungsleiter. „Der Trend der letzten Wochen geht deutlich nach oben.“

Bei den Eppingern liefen die Einheiten unter dem Motto „Wiedergutmachung für die 0:5-Hinspielklatsche“. Allerdings bemängelt Öztürk, dass „der ein oder andere immer noch nicht angekommen ist in der Landesliga, den Ernst der Lage erkannt hat und nur seinen Stiefel runterspielt“. Resignieren kommt für den Türkspor-Coach allerdings nicht in Frage.

Auf dem Eppinger Kunstrasen wird ein umkämpftes und sogar hitziges Spiel erwartet

Beide Trainer erwarten ein umkämpftes Spiel. „Es kann auf dem kleinen Kunstrasen in Eppingen schnell hitzig werden. Denn die Zweikämpfe werden intensiv geführt werden“, erklärt Stötzel. Zumal Öztürk davon ausgeht, dass die Kirchardter „über den Kampf kommen werden“.

Dass die Gäste weiterhin Defizite im Spielerischen aufweisen, sieht Stötzel nicht als Nachteil. „Auf unserem Platz ist es im Winter einfach schwierig, etwas einstudieren zu können. Der eine oder andere Ball verspringt halt, weshalb wir mehr Ballkontakte brauchen und nicht so die Geschwindigkeit auf den Platz bringen können“, berichtet der spielende Co-Trainer. 

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