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Pink Ladies gehen mit Rückenwind ins Heimspiel gegen Alberweiler

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Nach 2:0-Auswärtssieg beim Hegauer FV spielen die Fußballerinnen des TSV Neuenstein am Sonntag um 13 Uhr daheim gegen SV Alberweiler.

Nach dem Sieg beim Hegauer FV haben die Pink Ladies um Lorena Bürkle (rechts) vor dem Heimspiel gegen Alberweiler Rückenwind.
Foto: Marc Schmerbeck
Nach dem Sieg beim Hegauer FV haben die Pink Ladies um Lorena Bürkle (rechts) vor dem Heimspiel gegen Alberweiler Rückenwind. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Mit neuem Selbstvertrauen gehen die Oberliga-Fußballerinnen des TSV Neuenstein in ihr erstes Heimspiel in der Rückrunde. Nach dem wichtigen 2:0-Auswärtssieg beim Hegauer FV empfängt das Team von Trainerin Leonie Uhl am Sonntag um 13 Uhr den Tabellendritten SV Alberweiler – und will dann den nächsten Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.

Pink Ladies wollen so schnell wie möglich Punkte für den Klassenerhalt 

„Der Sieg in Hegau war extrem wichtig für uns“, sagt Uhl. „Wir wollen so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Klassenerhalt holen.“ Entsprechend gelöst sei die Stimmung im Team der Pink Ladies, das sich mit den drei Punkten etwas Luft im engen Tabellenmittelfeld verschafft hat. Der Abstand nach unten ist gewachsen, gleichzeitig bleibt auch der Blick nach oben erlaubt – denn die Liga präsentiert sich in dieser Saison ausgesprochen ausgeglichen. Nur drei Punkte ist Rang fünf entfernt. Fünf Punkte mehr hat Alberweiler.

Der Sieg gegen Hegau war kein Selbstläufer

Der Erfolg beim Hegauer FV war allerdings kein Selbstläufer. „In Hegau haben wir uns schon immer schwergetan“, sagt Uhl. Die Gastgeberinnen agierten körperbetont und arbeiteten viel mit langen Bällen – ein Spielstil, der Neuenstein nicht unbedingt liegt. Entsprechend holprig verlief der Start. „Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen, hatten zu wenig Zugriff und zu wenig Ballbesitz“, analysiert die Trainerin.

Stabile Defensive als Grundlage

Dennoch blieb die Defensive stabil. Und genau das wurde zur Grundlage für den späteren Erfolg. „Wir haben kaum etwas zugelassen, auch wenn es nach Standardsituationen immer wieder gefährlich wurde“, berichtet Uhl. Im zweiten Durchgang steigerte sich der TSV Neuenstein deutlich, übernahm die Kontrolle und war schließlich das bessere Team. „Der Sieg war am Ende verdient“, sagt Uhl. Besonders erfreulich: Erstmals seit mehreren Spielen blieb die Mannschaft wieder ohne Gegentor. „Zu null zu spielen, tut uns natürlich sehr gut“, bestätigt die Trainerin.

Mit Alberweiler kommt der Oberliga-Dritte nach Neuenstein 

Mit dem SV Alberweiler wartet nun jedoch ein ganz anderes Kaliber auf die Neuensteinerinnen. Der Tabellendritte zählt zu den offensivstärksten Teams der Liga und hat viel Tempo im Spiel nach vorne. „Sie haben sehr schnelle Spielerinnen und eine hohe Qualität nach vorne“, warnt Uhl. Bereits im Hinspiel bekamen die Neuensteinerinnen diese Stärke zu spüren – auch wenn das 2:4 aus ihrer Sicht nicht den Spielverlauf widerspiegelte.

„Wir müssen die Stabilität aus dem Hegau-Spiel mitnehmen.“

Leonie Uhl

„Wir lagen zur Halbzeit 0:3 hinten, haben uns dann aber zurückgekämpft und waren lange dran am Ausgleich“, erinnert sich Uhl. Erst in der Schlussphase fiel die endgültige Entscheidung. „Ein 3:3 wäre damals auf jeden Fall verdient gewesen.“ Umso größer ist nun die Motivation, es im Rückspiel besser zu machen.

Neuenstein will schnelle Angriffe frühzeitig unterbinden

Der Schlüssel wird erneut in der Defensive liegen. „Wir müssen die Stabilität aus dem Hegau-Spiel mitnehmen“, fordert die Trainerin. Gleichzeitig gilt es, die schnellen Angriffe der Gäste frühzeitig zu unterbinden. „Sie versuchen immer wieder, die Räume hinter unserer Abwehr zu nutzen – darauf stellen wir uns im Training gezielt ein.“ Trotz der anspruchsvollen Aufgabe sieht Uhl ihr Team keineswegs chancenlos. „Der Abstand nach vorne ist nicht groß. Wenn wir gewinnen, können wir wieder näher heranrücken.“ Die Tabelle sei aktuell extrem eng, gerade im Mittelfeld könne jeder jeden schlagen.

Neuensteiner Optimismus vor dem ersten Heimspiel des Jahres

Personell kann der TSV Neuenstein nahezu aus dem Vollen schöpfen. Einige zuletzt angeschlagene oder kranke Spielerinnen stehen am Sonntag voraussichtlich wieder zur Verfügung. Ein entscheidender Faktor ist für die Trainerin derzeit ohnehin vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit. „Die Einstellung und Mentalität im Team stimmen absolut“, sagt sie. „Da geht jede für jede, auch von der Bank kommt volle Unterstützung.“ Genau diese Energie mache in engen Spielen oft den Unterschied aus. „Das sind die entscheidenden Prozente, die man braucht.“

Auch die äußeren Bedingungen passen: Der Platz in Neuenstein ist für die aktuelle Jahreszeit in einem guten Zustand, ein geregelter Trainingsbetrieb war zuletzt wieder möglich.

Leonie Uhl blickt daher optimistisch auf die Partie: „Wir haben Selbstvertrauen, wir sind gut vorbereitet – und die Chancen sind da.“ Jetzt liegt es an den Pink Ladies, diese auch zu nutzen.

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