Personalplanungen beim FV Künzelsau kommen voran
Seitenwechsel: Modelle für die Fortsetzung der aktuell unterbrochenen Spielzeit gibt es mehrere, sinnvoll erscheinen jedoch nicht alle. Ungeachtet dessen plant Fritz Zott in Künzelsau bereits für die nächste Saison.

Die Eckpunkte stehen. Der Stichtag für eine mögliche Fortsetzung dieser Saison ist der 9. Mai. Kann bis dahin nicht wieder gespielt werden, soll die Fußball-Saison im Bereich des Württembergischen Fußballverbands annulliert werden. "Man hat wenigstens einen Plan gemacht. Und zwar etwas schneller als sonst", sagt der Hohenloher Bezirksvorsitzende Ralf Bantel. Aber: "Die Szenarien wurden zu einem schwierigen Zeitpunkt herausgebracht. Man weiß ja im Moment nicht, wo man steht. Wichtig war aber, dass etwas kommuniziert wurde. Man lässt sich aber alles offen."
Er ist der Meinung, dass die aktuelle Spielzeit nicht mit aller Gewalt durchgezogen werden sollte. Auch wenn er sich für das Modell ausgesprochen hat. "Ich persönlich glaube auch nicht, dass wir es durchziehen können", sagt Bantel. Die Zahlen sprechen seiner Meinung nach dagegen. Aber falls ein Re-Start möglich sein sollte, befürwortet er das Szenario, dass die Vorrunde gewertet wird, auch dann, wenn nur 75 Prozent der Mannschaften einer Staffel alle Spiele absolviert haben. "Es geht ja dabei darum, dass die Runde nicht annulliert werden muss, wenn beispielsweise der siebte und achte einer Liga noch ein Spiel ausstehen haben", erklärt Bantel.
Im Schlimmsten Fall drei Aufsteiger aber keine Absteige
Es könnte im schlimmsten Falle aber auch große Schwierigkeiten mit sich bringen. Beispielsweise, wenn die A-Ligen die Quote erfüllen, die Bezirksliga aber nicht und annulliert werden müsste. Dann würde es drei Aufsteiger aber keine Absteiger geben. "Wenn dann noch die Landesliga durchkommen würde und es Absteiger gibt, wird es schwierig", sagt Bantel. "Dann müssten wir überlegen, in der nächsten Saison zwei Bezirksliga-Staffeln zu machen." Aber er kann sich kaum vorstellen, dass dies eintrifft. "Wenn wir die A-Ligen durchbekommen, müssten wir auch die Bezirksliga durchbekommen", sagt Bantel. "Ich denke, das müsste gehen."
Sonderfall Pokal
Die Pokalspiele sind von den Szenarien ausgenommen. "Er wird normal weitergespielt", sagt Bantel. "Es könnte nur sein, dass wir mit dem Endspiel in den Sommer gehen müssen." Je nachdem eben, wann die Fortsetzung des Spielbetriebs möglich ist. In Hohenlohe steht als nächste Runde bereits das Viertelfinale an. "Dadurch haben wir nicht den großen Druck", sagt Bantel. "Da mache ich mir weniger Gedanken."
Eine Vorgabe, was Schiedsrichter- und Jugend-Versammlungen anbelangt, gibt es auch. Sie sollen alle Online abgehalten werden. "Das finde ich nicht ganz optimal", sagt Bantel. Er sorgt sich darum, dass verdiente Personen so nicht gebührend geehrt werden können. Was den Bezirkstag anbelangt, arbeitet Bantel noch an einer Möglichkeit, diesen mit Präsenz abzuhalten. Zumindest wurde er dafür auch schon mal auf Ende Mai verschoben. Aber auch hier könnte sich der Vorsitzende zur Not mit einer Videokonferenz anfreunden. Jedenfalls eher, als mit Maskenpflicht und strengen Abstandsregeln in einer Halle zu sitzen.
Weisler bleibt Künzelsauer
Nicht untätig war Fritz Zott in der Pause. Er verlängerte mit Cheftrainer Matthias Weisler und dem erst im Winter verpflichteten spielenden Co-Trainer Janni Papakostas. "Ich hab schon ein bisschen getan", sagt Zott. So plant er unter anderem, eine zweite Mannschaft in Konkurrenz zu melden und stellt die Weichen dafür. Außerdem kehrt wohl Jorgo Barbas zurück. Auch Benjamin Berisha, der momentan in der Landesstaffel-A-Jugend des SV Mulfingen spielt, wird wohl ein Künzelsauer.
"Ich werde aber die Augen und Ohren offen halten", sagt Zott. Nur zu gerne würde er mit seiner Mannschaft noch in der Kreisliga A1 um den Aufstieg mitspielen. "Am Ende sollten wir aber froh sein, wenn wir wieder kicken können. Da denke ich auch an keine Platzierung", sagt Zott. "Hauptsache, wir spielen wieder." In der Mitteilung des WFV sieht er zumindest, "dass sie gewillt sind, die Saison zu Ende zu bringen". Er ist der Meinung, dass auch eine kürzere Vorbereitungszeit als vier Wochen reichen würde. "Es haben ja alle das gleiche Los und die gleichen Voraussetzungen. Jeder kann sich ja auch jetzt fit halten. Deshalb wäre auch niemand benachteiligt."
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