Michael Lieb hat Bock auf seine neue Aufgabe bei der SG Sindringen/Ernsbach
Nach seiner Fußball-Pause freut sich Michael Lieb auf den Start mit der SG Sindringen/Ernsbach. Aber bis es soweit ist und er seine Vorstellungen umsetzen kann, muss er noch etwas warten.

Ja, es kribbelt. Michael Lieb würde am liebsten sofort auf den Platz gehen. „Ich habe mega Bock drauf“, sagt er. Nach seiner „Babypause“ weil er zu Hause seine „Frau unterstützen“ wollte, ist er bereit für die neue Aufgabe.
Und er kennt Umfeld und Mannschaft beim Bezirksligisten SG Sindringen/Ernsbach, da er drei Jahre (2012 bis 2015) dort spielte. Nach vier Jahren beim SV Mulfingen trainierte er den VfR Gommersdorf II (2018 bis 2021), bevor Lieb den VfB Sennfeld in die Landesliga Odenwald führte und schließlich in Erwartung des zweiten Kindes dann pausierte.
Michael Lieb kennt das Umfeld bei der SG Sindringen/Ernsbach
Allzu lange musste er auch nicht überlegen, bevor er die SGSE übernahm. Dort steht ihm aktuell ein 21-Mann-Kader zur Verfügung. Mit Marlon Roth (TSV Pfedelbach) gibt es lediglich einen Neuzugang. „Die Zeit war recht knapp. Viele Spieler hatten bei ihren Vereinen bereits zugesagt“, sagt Lieb. „Aber ich denke, die Mannschaft ist stark genug.“
Konkrete Ziele geben im Moment weder er noch der Verein vor. Doch nach Platz vier in der vergangenen Runde herrscht schon eine gewisse Erwartungshaltung. „Ich komme ja in ein Mannschaftsgefüge, das funktioniert“, sagt Lieb, der unter anderem von Torwarttrainer Ruben Götz unterstützt wird, der zu seiner Zeit als Spieler bei der SGSE sein Trainer war. „Die Jungs sind alle top. Deshalb habe ich da wenige Bedenken.“
Am 11. Juli startet der neue Trainer mit seinem Team in die Vorbereitung
Am 11. Juli bittet er zur ersten Trainingseinheit. Bewusst wählte er einen Freitag, damit „wir danach noch ein wenig zusammensitzen können“. Für den 37-Jährigen steht der Spaß im Vordergrund. „Zusammenhalt ist mir wichtig. Ich denke, das ist bei der SGSE aber auch gegeben. Dazu kommen zwei super Plätze, ein gut strukturierter Verein, und auch das Drumherum passt. Es ist ja mehr oder weniger der Vorzeigeverein im Kochertal“, sagt Lieb, der bei aller Lockerheit auch ehrgeizig ist und Erfolg haben will: „Es ist auch eine Herausforderung, aber ich habe ein gutes Gefühl.“
So half die Mannschaft auch dabei, ein Trainingslager vom 8. bis zum 10. August in Freudenstadt zu organisieren. „Da wollen wir den Teamgedanken nochmal erweitern und sehen, dass eine Woche vor der ersten Pokalrunde alle fit werden“, sagt Lieb. „Die Jungs brennen dafür.“ Aber ein wichtiger Punkt wird auch sein, Thilo Baier zu ersetzen, der viel Arbeit auch als Abteilungsleiter um die Mannschaft herum geleistet hat. „Da müssen vielleicht auch die Spieler etwas mehr in die Verantwortung“, meint der Gommersdorfer.
Die Bezirksliga Franken kann Michael Lieb nur schwer einschätzen
Die Bezirksliga Franken kann er nur schwer einschätzen. „Ich denke aber, dass sie sehr stark ist. Ein paar Spiele habe ich auch gesehen. Wir müssen da körperlich fit sein, um das eine oder andere Spiel vielleicht auch so auf unsere Seite ziehen zu können“, meint Lieb, der aber generell einen fußballerischen Ansatz sucht. „Ich will Spaß am Fußballspielen vermitteln. Und die Jungs dazu haben wir in der Mannschaft. Wir wollen und können den Ball laufen lassen. Es wird vielleicht aber auch etwas Zeit brauchen“, sagt Lieb, der den Ansatz auch in Sennfeld verfolgt hat. „Ich freue mich jetzt drauf und würde am liebsten gleich loslegen.“
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