Mara Alber geht ihren Weg nach dem Knöchelbruch ohne Angst und mit großen Zielen
Die Stockheimerin Mara Alber arbeitet nach ihrem Knöchelbruch an ihrer Rückkehr ins Hoffenheimer Bundesliga-Team. Warum die Reha für sie doppelte Hilfe ist.

Etwa drei Monate nach ihrem Bruch des Knöchels ist Mara Alber die Verletzung im Alltag nicht mehr anzumerken. Die 19-jährige Stockheimerin läuft wieder rund. Dennoch wird es noch einige Wochen, wenn nicht sogar Monate dauern, bis das Offensivtalent des Frauen-Bundesligisten TSG Hoffenheim wieder daran denken kann, die Fußballschuhe zu schnüren und ins Training einzusteigen.
„Ich bin quasi zwischen Phase zwei und drei in meiner Reha. Phase eins war die Zeit, als ich auf Krücken gelaufen bin und nicht wirklich viel machen konnte außer Therapie, damit mein Fuß schneller heilt – und Krafttraining für den Oberkörper“, sagt Mara Alber.
Der Heilungsprozess von Mara Alber nach dem Knöchelbruch läuft nach Plan
Sie ergänzt: „Phase zwei war die, in der ich wieder laufen gelernt habe. Der Fuß war doch relativ lange steif, daher habe ich wieder mit Kraftübungen angefangen. Und Phase drei, mit der ich gerade angefangen habe, beinhaltet Einbeinstand und andere Übungen, um Stabilität in den Fuß zu bekommen. Die abschließende Phase umfasst dann Sprünge und Joggen“, sagt die Unterländer Sportlerin des Jahres.
„Ich fühle mich gut. Ich habe auch keine Ängste. Ich steh einfach drauf – und entweder es klappt oder eben nicht.“
Mara Alber
Der Heilungsprozess läuft nach Plan. „Ich fühle mich gut. Ich habe auch keine Ängste. Ich steh einfach drauf – und entweder es klappt oder eben nicht“, sagt Alber: „Mir ist es wichtig, dass alles ausgeheilt und mein Körper komplett fit ist.“
Die Frage nach dem Zeitpunkt ihrer Rückkehr stellt sie sich nicht
Um die Frage, wann sie wieder zurück auf den Platz darf, hat die 19-Jährige, die Sportmanagement im Fernstudium studiert, bisher einen Bogen gemacht. „Ich habe sie tatsächlich noch nie gestellt. Ich will mich mit dem Thema auch gar nicht beschäftigen, weil ich mich nicht unter Druck setzen will“, erzählt Mara Alber.

Es ist ihr klar gewesen, dass sie in dieser Saison nicht mehr spielen werde. Außerdem, ergänzt sie, „beginnt jetzt erst die heiße Phase, in der man rausfinden kann, wie lange es wirklich dauert, bis ich zurück im Training bin. Es geht aufwärts.“ Derweil lenkt sie sich mit Dingen ab, die sie interessieren. „Ich stand schon vor der Verletzung ständig in Kontakt mit unserer Sportpsychologin. Sie gab mir Tipps mit auf den Weg, dass ich an das Positive denken und mich jeden Tag mit etwas belohnen soll, was mir Spaß macht“, sagt Alber.
Mara Alber backt gerne Zimtschnecken und Weihnachtsgebäck
Vor allem hat sie die Küche für sich erobert. „Ich backe und koche ganz gerne – am liebsten Zimtschnecken, später auch Weihnachtsgebäck. Ich habe viel ausprobiert – wurde es was, habe ich es wieder gemacht“, sagt sie. Außerdem brachte sich die 19-Jährige auf den neuesten Stand bei ihren Lieblingsserien im Fernsehen. Als sie wieder mobil war, hat sie sich regelmäßig mit ihren Mannschaftskameradinnen getroffen.
„Ich war das erste Mal seit der Verletzung im Stadion. Es war schön, dass die Mädels an mich gedacht haben.“
Mara Alber
Viel bedeutet hat der Stockheimerin auch, dass sich das Hoffenheimer Team vor dem Heimspiel gegen Werder Bremen in Shirts mit ihrem Konterfei und dem Schriftzug „A11e für Mara!“ warm gemacht hat. „Das hat mich sehr gefreut. Ich war erst zwei oder drei Tage vorher aus dem Krankenhaus entlassen worden und war das erste Mal seit der Verletzung wieder im Stadion“, sagt Mara Alber. „Es war schön, dass die Mädels an mich gedacht haben.“ Schon beim Spiel davor hatten ihre Teamkameradinnen Albers Trikot beim Einlaufen hochgehalten.
Reha ermöglicht gezielte Arbeit an anderen Problemen
Plan der 19-Jährigen ist, noch stärker als zuvor auf den Rasen zurückzukehren. „Die Reha hilft mir vielleicht sogar ein bisschen. Ich konnte mal gezielt am einen oder anderen Problem arbeiten. Ich hatte immer mal wieder mit dem Knie Probleme. Und ich bin noch nie wirklich beweglich gewesen.“
Die 19-Jährige hat ambitionierte Ziele. „Als Erstes will ich mich in der 1. Bundesliga etablieren. Außerdem würde ich gerne Champions League spielen – ob mit einem deutschen oder ausländischen Verein, ist mir egal. Und dann ist da das Ziel A-Nationalmannschaft, das ich gerne erreichen würde“, sagt die junge Frau.
Da darf 2025 gerne kommen.
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