Mannheims Spielstärke hat keiner etwas gegenzusetzen
Der Mannheimer FC Phönix gewinnt das Erwin-Ruess-Gedächtnisturnier. Im Finale setzt er sich gegen die AH des TSV Fürfeld durch. Auf Platz drei folgt das Team jung des Gastgebers TSV Obergimpern.

Wir kommen auf jeden Fall wieder.“ Brandon Wiley hatte nach dem Turniersieg des Mannheimer FC Phönix beim Erwin-Ruess-Gedächtnisturnier des TSV Obergimpern durch ein 3:1 im Finale gegen die Alten Herren des TSV Fürfeld direkt Lust auf mehr. „Es hat richtig viel Spaß gemacht“, sagte der Mannschaftskapitän des Fußball-A-Klasse-Vertreters.
Das hat man den Mannheimern angesehen. Sie waren spielerisch das beste Team in der Bad Rappenauer Kraichgauhalle. „Wir haben viele Fußballer in unseren Reihen, die gerne den Ball am Fuß haben. Doch auf dem großen Feld, während der Runde, hat man nicht so viele Aktionen, deshalb nehmen wir Hallenturniere gerne mit“, berichtet Wiley. „Wir haben aber auch einen Trainer, der sehr viel Wert auf Passgenauigkeit legt. Das haben wir auch wieder gezeigt.“
Als bester Torschütze wird Schoheib Azad mit acht Treffern ausgezeichnet
Dennoch sah der Phönix-Kapitän auch noch einiges an Luft nach oben bei sich und den anderen Mannheimern. „Wir hatten viele Passfehler und haben auch zahlreiche Kontermöglichkeiten nicht gut ausgespielt“, erklärt Wiley. Das unterschreibt auch sein Teamkamerad Schoheib Azad: „Wir haben uns schwer getan, hatten einige Passfehler. Und auch vor dem Tor war mehr drin. Mehr als fünf Treffer haben wir eigentlich nie gemacht. Nach diesen fünf ging nichts mehr.“

Der Mannheimer Mittelfeldspieler wurde mit acht Treffern zum besten Torschützen des Turniers ausgezeichnet. „Im Feld bin ich für gewöhnlich Sechser. Aber ich bin sehr torhungrig und ich kicke gerne in der Halle. Dieses Tiki-Taka macht mir viel Spaß“, sagte Schoheib Azad.

Doch nicht nur die Mannheimer, auch die Fürfelder hatten allen Grund zur Freude. „Die meisten bei uns im Team sind Ü 40. Und wenn man gesehen hat, sind wir mehr als zufrieden – aber auch etwas enttäuscht, weil wir sehr ehrgeizig sind“, berichtet André Saam. Ein Schlüssel zum Erfolg für den Teamkapitän war die Erfahrung von sich und seiner Truppe. „Uns hat ausgezeichnet, dass wir nicht zu hektisch geworden sind und die Grundordnung gehalten haben. Denn jeder von uns weiß, wie Fußball geht. Diese Erfahrung – teilweise auch aus höheren Ligen – bringt uns gegen die Jüngeren weiter.“
Mike Hartl überrascht sich selbst mit vier gehaltenen Elfmetern im kleinen Finale
Auf Platz drei landete „Team jung“ des TSV Obergimpern. Im kleinen Finale, das im Elfmeterschießen ausgetragen wurde, avancierte Mike Hartl zum Helden der Gastgeber. Der Feldspieler, der beim TSV II diesmal zwischen den Pfosten stand, hielt vier Schüsse der St. Ilgener. „Das ist typisch Mike“, sagt Trainer Jonas Bauer. Auch Hartl spielt seine Taten herunter. „Ich bin zwar nicht so schlecht im Tor. Aber dass es so kommen würde, habe ich nicht geglaubt“, sagt er. Dass Hartl auch im Feld ins Tor muss, fürchtet er nicht. „Wir brauchen ihn auf der Acht“, sagt Bauer.
Auch der Obergimperner Spielertrainer ist zufrieden mit Platz drei für das „Team jung“ des TSV. „Es hat seinen Platz aus dem Vorjahr sogar um einen Rang verbessert“, freut sich Bauer. Der Schlüssel zum Erfolg für ihn: „Die Jungs haben die Tore gemacht. Das war im Vergleich zum „Team alt“ der größte Unterschied. Dieses war teilweise sogar die bessere Mannschaft, wir hatten aber keinen Torjäger dabei. Das ist auch das, was sich im Feld bei uns abzeichnet.“
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare