SG Kirchardt: Feeser – Herfel (85. Schumacher), Kachel, Danecker, Stefan Stötzel (46. Ince) – Betz (60. Leporino), Hinderhauser (60. Weber) – Baronas, Reitarow, Frey – Breve.
Tore: 0:1 Rehn (56.).
Am ersten offiziellen Spieltag der Landesliga Rhein-Neckar nach der Winterpause müssen sich die beiden Clubs aus dem Kreis Sinsheim mit Niederlagen abfinden. Das 0:1 der SG Kirchardt gegen den VfB St. Leon tut dabei besonders weh, denn ein wichtiger Spieler sah Rot. Der SC Rot-Weiß Rheinau kauft Türkspor Eppingen derweil den Schneid ab.

Keine Veränderungen in der Landesliga Rhein-Neckar: Die SG Kirchardt hat die große Chance verpasst, in der Tabelle einen Sprung auf Rang neun zu machen. Das gelang dem bis dahin punktgleichen Gegner der SGK, dem VfB St. Leon, nach dem 1:0 am Kettendwald. Damit bleiben die Kirchardter einen Zähler vor dem Abstiegsrelegationsplatz. Das nutzt wiederum Türkspor Eppingen. Denn der Abstand zum ersten Nichtabstiegsrang bleibt trotz des 0:3 gegen den Drittletzten SC Rot-Weiß Rheinau gleich bei 13 Punkten.
Erst einmal die Null halten – das war die Marschroute bei den Gästen nach der 0:3-Niederlage vor einer Woche beim Schlusslicht Türkspor Eppingen. „Deshalb wollten wir etwas tiefer stehen“, berichtet VfB-Trainer Daniel Bender. Dass seine Spieler aber auch so passiv waren, war nicht vorgesehen. Denn sie überließen zunächst das Geschehen auf dem Platz komplett den Kirchardtern. Doch bei zwei Distanzschüssen von David Reitarow (6. Minute) und Martin Frey (29.) war jeweils Gästetorwart Felix Gottselig zur Stelle.
Mit der ersten annähernd brenzligen Situation für die Kirchardter, als Jonas Kachel als letzter Mann den Ball gegen Jonas Rehn vertändelte, dem St. Leoner diesen aber wieder ablief (18.), wurden die Gäste mutiger. Gefährlich vors Tor der SGK kamen sie aber nicht.
Nach der Pause waren die Kirchardter dann komplett von der Rolle. Sie versuchten es nur noch mit langen Bällen, die leichte Beute für die kopfballstarken Gäste waren. Außerdem begingen sie ein Stürmerfoul nach dem anderen, was Denis Schwager in Rage brachte. „Die ersten 20 bis 25 Minuten waren echt gut. Wir haben versucht, Fußball zu spielen, was auch ganz gut geklappt hat“, berichtet der SGK-Trainer. „In der zweiten Halbzeit haben wir keine Ruhe mehr gefunden, sind nicht mehr ins Spiel gekommen, die zweiten Bälle haben gefehlt, und wir haben zu viele Fehlpässe gespielt.“
Mit einer sauberen Aktion kamen die St. Leoner zur Führung. Mit einem öffnenden Diagonalball auf Carl Leon Pohl hebelten die Gäste die gesamte Abwehr der Kirchardter aus, der uneigennützig noch mal auf Rehn querlegt, der nur noch einschieben musste (56.).
SG Kirchardt: Feeser – Herfel (85. Schumacher), Kachel, Danecker, Stefan Stötzel (46. Ince) – Betz (60. Leporino), Hinderhauser (60. Weber) – Baronas, Reitarow, Frey – Breve.
Tore: 0:1 Rehn (56.).
Vom Punkt hatte David Reitarow noch die große Chance auf den Ausgleich, nachdem Carlo Schmidt Martin Frey bei einem Kopfballduell im eigenen Strafraum geschuckt hatte. Doch der SGK-Stürmer drosch den Elfmeter drüber (79.). In der 90. Minute wurde Reitarow komplett zum tragischen Helden. An der Mittellinie verlor er ein Laufduell mit Schmidt und traf den VfB-Innenverteidiger mit offener Sohle am Fuß, obwohl er noch versuchte zurückzuziehen. Schiedsrichter Miguel Andrés Rapp wertete das Einsteigen als überhartes Spiel und zeigte dem Kirchardter Rot.
Eppingen konnte den Schwung aus dem 3:0 gegen St. Leon nicht mitnehmen. „Ich hatte das Gefühl, dass den Jungs klar war, dass es gegen den SC schwerer werden würde als gegen den VfB. Aber auf dem Platz sah es nicht so aus. Wir waren nicht von uns überzeugt. Und die Rheinauer haben das gemacht, was wir machen wollten: Sie haben sich in alle Zweikämpfe reingehauen. Wir haben dagegen Abstiegsballett dargeboten“, berichtet Türkspor-Trainer Mehmet Öztürk.
Türkspor Eppingen: De Pizzol – Gräßle, Yildirim (63. Leyan Yilmaz), Aslantas – Cetin (80. Schramowski), Burak Simsek, Kücükzeybek, Arslanoglu – Sebahattin Öztürk (76. Zor) – Taskin (29. Eckel), Alperen Yilmaz (80. Emre Simsek).
Tore: 0:1 Paschaloglou (32.), 0:2 Lenhard (36.), 0:3 Kadioglu (70.).
Bereits vor der Pause gerieten die Gastgeber durch Tore von Niko Paschaloglou (32.) und Mark Lenhard (36.) mit 0:2 in Rückstand. Nach dem Seitenwechsel mussten sie noch das 0:3 durch Danny Kadioglu hinnehmen (70.). Wirklich gefährlich wurden die Eppinger dagegen nicht. Öztürk: „Wir haben uns mit uns selbst sowie Schiedsrichterentscheidungen beschäftigt und haben immer wieder rumdiskutiert.“
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