Historische Landesliga-Heimpremiere für Türkspor Eppingen
Im ersten Spiel in Eppingen in der Landesliga empfängt der Aufsteiger den Vorjahres-Vizemeister ^TV Brühl. Die SG Kirchardt hat es derweil mit dem FV Nußloch zu tun.

Am dritten Spieltag der Landesliga Rhein-Neckar feiern sowohl die SG Kirchardt und Türkspor Eppingen ihre jeweilige Heimpremiere. Für den amtierenden Kreisliga-Meister aus Eppingen ist es sogar eine historische Partie. Erstmals in der Geschichte des Vereins empfängt der Club einen Gegner in der Landesliga. Am Sonntag (15 Uhr) ist der Vizemeister der Vorsaison, der TV Brühl, auf dem Kunstrasenplatz neben der HWH-Arena zu Gast. Kirchardt empfängt derweil ebenfalls am Sonntag (15 Uhr) den FV Nußloch.
Dass beide Mannschaften mit zwei Auswärtsspielen in die Spielzeit gestartet sind, lag an einer Anpassung des Spielplans auf dem Staffeltag. Ursprünglich sollte zwischen den ersten beiden Wochenenden schon ein Spieltag unter der Woche absolviert werden. An diesem hätten sowohl die Kirchardter als auch die Eppinger Heimrecht gehabt. Doch dieser Spieltag ist auf Ende September verlegt worden, damit die Mannschaften in der Landesliga Rhein-Neckar nicht mit einer englischen Woche in die Saison gehen müssen.
SG Kirchardt
Vier Punkte hat die SG Kirchardt in den ersten beiden Auswärtsspielen eingefahren – fast genauso viele wie in der gesamten vergangenen Saison, damals waren es fünf. SGK-Trainer Denis Schwager hängt den erfolgreichen Start in die aktuelle Spielzeit aber nicht besonders hoch. „Das liest sich gut und ist eine schöne Momentaufnahme. Die vier Punkte waren wichtig – und auch verdient. Wir können die Situation aber ganz gut einschätzen und verfallen nicht in Euphorie“, erklärt der 36-Jährige und verweist auf die vergangene Saison, als die Kirchardter ebenfalls vier Punkte in den ersten beiden Saisonspielen geholt, dann aber in ein Loch gefallen sind. In den weiteren Hinrundenpartien holte die SGK lediglich fünf weitere Zähler.
„Das liest sich gut und ist eine schöne Momentaufnahme. Wir können die Situation aber gut einschätzen.“Denis Schwager
Deshalb hält Schwager vor dem ersten Heimspiel der Runde an diesem Sonntag (15 Uhr) gegen den FV Nußloch auch die Anspannung hoch. „Wir versuchen, die Trainingsleistung hochzuhalten. Denn wenn wir jetzt zu Hause nicht nachlegen, bringt uns der gute Auftakt nichts“, erklärt Schwager. Auch die Kirchardter Spieler könnten das gut einordnen, hätten eine gute, intensive Trainingswoche hinter sich. Zumal die Rückkehr der Verteidiger Markus Willert, Stefan Stötzel und Jannik Dannecker, die zuletzt gefehlt haben, den Konkurrenzkampf anheizt. „Das hilft uns im Training und in den Spielen. Die Jungs geben noch mal mehr Gas, weil sie spielen wollen“, sagt Schwager.
Als Favorit gegen Nußloch sieht Schwager seine SGK dennoch nicht. „Wir haben mit Gianluca Breve und David Reitarow die beiden besten Spieler des FVN zu uns geholt“, sagt der Kirchardter Trainer mit einem Augenzwinkern. „Aber die Nußlocher Verantwortlichen haben gute Arbeit geleistet, die Abgänge kompensiert. Sie haben gute Neuzugänge bekommen. Die beiden Mannschaften liegen eng beieinander“, berichtet Schwager. „Das wird ein Duell auf Augenhöhe sein.“ Auch die Nußlocher sind mit vier Punkten aus den ersten beiden Saisonspielen gestartet.
Türkspor Eppingen
Die Vorfreude auf das erste Landesliga-Heimspiel der Vereinsgeschichte ist bei Türkspor Eppingen groß. Am Sonntag (15 Uhr) empfängt der amtierende Sinsheimer Kreisliga-Meister den TV Brühl auf dem Kunstrasenplatz neben der HWH-Arena. „Das erste Landesliga-Spiel für den Verein ist schon etwas Besonderes“, sagt Trainer Mehmet Öztürk, fügt aber hinzu: „Euphorisch sind wir aber nicht.“ Denn die Vorfreude wird etwas gedämpft durch die personelle Situation bei den Eppingern, die sich zwar ein bisschen gebessert hat, aber nicht wirklich entspannt ist. „Von der Anzahl der Spieler sind wir schon wieder besser besetzt. Fünf Urlauber sind zurück, aber zwei weitere in Urlaub gegangen“, berichtet Öztürk. „Doch auch, wenn die Spieler im Urlaub laufen oder ins Fitnessstudio gegangen sind, ersetzt das nicht das Mannschaftstraining. Denn man gewinnt ein Spiel nicht erst am Wochenende, sondern in der Trainingswoche davor.“
Und mit Brühl kommt vielleicht der falscheste Konkurrent für Türkspor als erster Heimgegner. Als Vizemeister der Vorsaison qualifizierte sich der TVB für die Relegation, scheiterte aber bereits in der ersten Runde an der Spvgg Neckarelz. „Das ist schon ein Kracher, der da auf uns zukommt“, sagt Öztürk. „Wir haben aber nichts zu verlieren. Denn keiner erwartet, dass wir die Brühler herspielen, wir wollen uns aber gut präsentieren.“
„Das erste Landesliga-Spiel für den Verein ist schon etwas Besonderes. Euphorisch sind wir aber nicht.“Mehmet Öztürk
Das Ziel sei, den Brühlern einen Kampf zu bieten. „Wir wollen zu Hause eine Festung werden – oder es dem jeweiligen Gegner zumindest ungemütlich machen, so dass der hinterher sagt, das war hart erkämpft“, berichtet Öztürk. „Wir müssen zufrieden mit uns sein.“
Doch noch müssen die Eppinger Abstriche an der defensiven Stabilität machen. In den ersten beiden Partien war Türkspor vor allem nach Ballverlusten in der Vorwärtsbewegung nach hinten offen. Um an den Punkten zu arbeiten, hat Öztürk die Trainingseinheiten extra von Montag, Mittwoch und Freitag auf Montag, Donnerstag und Samstag verlegt. „Am Samstag sind dann mehr Spieler da, um das Taktische zu besprechen und auszuprobieren. Nur an der Tafel klappt das nicht. Denn unter der Woche fehlten neben den Urlaubern unter anderem auch Fatih Kara, der schichtet“, erklärt der Türkspor-Trainer.
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