VfR Heilbronn reist mit Zuversicht zum Landesliga-Gipfeltreffen nach Heimerdingen
Der Landesliga-Zweite aus Heilbronn reist am Mittwochabend zum absoluten Topspiel zu Spitzenreiter TSV Heimerdingen. Die Revanche fürs 0:1-Hinspiel steht an.

Es ist womöglich das Spiel der Spiele, das für die Meisterschaftvergabe in der Landesliga vorentscheidenden Charakter hat. An diesem Mittwoch (19 Uhr) gastiert der Tabellenzweite VfR Heilbronn beim Spitzenreiter TSV Heimerdingen. Nur zwei Punkte trennen beide Vereine. Es ist ein Duell, das beide Teams gewinnen wollen, ja müssen, um den beschwerlichen Aufstiegs-Relegation-Marathon im Juni umgehen zu können.
"Gewinnt Heimerdingen, ist das wahrscheinlich die Entscheidung", weiß VfR-Vorstand Onur Celik bei dann fünf Punkten Rückstand dürfte die Meisterschaft an den TSV vergeben sein. "Wenn wir nicht verlieren, geht es so weiter wie bisher". Und das bis zum letzten Saisonspiel.
Spannend bis zum Rundenende würde es auch bleiben, sollte der VfR beim Spitzenreiter gewinnen. Dann aber mit dem Vorteil für Heilbronn mit einem Zähler Vorsprung in die abschließenden vier Begegnungen zu gehen. "Wir spielen voll auf Sieg", sagt Celik, es gebe kein großes Taktieren.
Heimerdingen erwartet Rekordkulisse
"Wahrscheinlich haben wir beide dasselbe Ziel, das Spiel gewinnen zu wollen. Alles andere würde mich überraschen", sagt der Heimerdinger Abteilungsleiter Uwe Sippel, lacht und schiebt nach: "Ich freue mich auf ein schönes Fußballfest, ein faires Spiel und viele Zuschauer." Der bisherige Besucherrekord in einem Punktspiel lautet 750, das war vor knapp vier Jahren. "In einer ähnlichen Konstellation mit dem SV Fellbach als Gegner", erinnert sich Sippel an ein 2:2. Fellbach stieg am Saisonende als Meister in die Verbandsliga auf, Heimerdingen folgte über die Relegationsrunde nach. "Was am Ende auch ein schönes Erlebnis war."
Aber für eine Wiederholung dieser Geschichte gebe es jedoch keine Garantie und so zählt für Sippel auf dem Weg zum direkten Aufstieg gegen den VfR nur der Sieg. Die Vizemeisterschaft und ein nächster Relegations-Marathon wäre "maximal der Trostpreis, aber erstrebenswert ist das nicht".
Mut macht den Unterländern das Hinspiel, das durch ein Tor von Martin Kuchtanin unglücklich mit 0:1 verloren wurde. "Wir waren da klar die bessere Mannschaft und müssen das Spiel auch gewinnen", blickt Celik zurück. "Selbst die Heimerdinger haben von einem sehr schmeichelhaften Sieg für sie gesprochen." Und wer im ersten Duell "schon die bessere Mannschaft war, der hat jetzt auch die Berechtigung, die Partie mit einer guten Leistung zu gewinnen." Zuversichtlich ist der VfR-Vorstand auch deshalb, weil "wir uns in der Rückrunde gesteigert und stabilisiert haben".
Wer hat die bessere Tagesform?
Aber es gibt viele Dinge, die diese Top-Begegnung entscheiden können. "Qualität hin oder her, es kommt auf die Form an, auf das Spielglück und am Ende des Tages spielen vielleicht auch die Nerven eine Rolle oder eine Schiedsrichter-Entscheidung", spekuliert Celik.
So sieht es auch Sippel, für den vor allem die Tagesform der entscheidende Faktor ist und glaubt: "Es wird ein Spiel mit offenem Visier. Der VfR ist individuell gut besetzt und vielleicht einen Tick stärker als wir." Doch dafür trete sein Team auf dem eigenen Platz an. Und so erwartet Sippel "ein offenes Spiel auf Augenhöhe, alles andere würde mich überraschen".
Beim VfR wird wohl Clemens Schlimgen fehlen. Marvin Reitz befindet sich zwar wieder im Training, ein Einsatz käme aber noch zu früh. Ansonsten sind alle an Bord, so wie beim TSV Heimerdingen, bei dem im Saisonendspurt die Leistungsträger Lars Ruckh und Kuchtannin wieder zur Verfügung stehen.
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