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VfR Heilbronn wird seiner Favoritenrolle beim SV Schluchtern gerecht

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Heilbronner Landesligist übernimmt durch einen 4:0 (1:0)-Erfolg bei Schlusslicht SV Schluchtern für mindestens eine Nacht wieder die Tabellenführung. Effizienz macht im Gessmann-Sportpark den Unterschied.

Deckel drauf: Mirco Born (vorne) erzielte zwei Tore beim 4:0-Erfolg seines VfR Heilbronn beim SV Schluchtern. In dieser Szene lässt er sich nach seinem Tor zum 4:0 feiern.
Deckel drauf: Mirco Born (vorne) erzielte zwei Tore beim 4:0-Erfolg seines VfR Heilbronn beim SV Schluchtern. In dieser Szene lässt er sich nach seinem Tor zum 4:0 feiern.  Foto: Ralf Seidel

Das Gelände rund um den Sportplatz des Fußball-Landesligisten SV Schluchtern war bestens besucht. Wer zu spät kam, fand nur noch in der zweiten Reihe Platz. Der Grund: Der ambitionierte VfR Heilbronn war zum Derby zu Gast. Doch trotz eines kämpferisch agierenden Gastgebers gewann der VfR deutlich mit 4:0 (1:0). Ihren saisonalen Schlussspurt mit dem Ziel in die Verbandsliga aufzusteigen, haben die Heilbronner unter Trainer Pascal Marche somit erfolgreich fortgesetzt.

Zu Beginn der Partie lieferten sich beide Mannschaften einen harten Kampf. Jedes Duell war für die rund 550 Zuschauer sogar hörbar – Aufschreie auf und neben dem Feld waren keine Seltenheit. Der VfR machte allerdings schon mit dem ersten Angriff klar, wer der Favorit war. Eine kluge Spielverlagerung auf links nutzte der vorgerückte Robin Dörner, um eine präzise Flanke auf den zweiten Pfosten zu schlagen. Dort stieg Mirco Born hoch und köpfte in der fünften Minute zum 1:0 für den VfR ein.

Ungenaue Zuspiele im Angriffsspiel des SV Schluchtern

In der Folge aber unterbrachen zahlreiche Foulspiele den Spielfluss. Einen Absprachefehler der Schluchterner Abwehr vergab Nick Hellmann (22.), er schob den Ball rechts am Tor vorbei. Der VfR dominierte weiterhin – wurde immer wieder durch Foulspiele gebremst.
Der SV Schluchtern hingegen ist nur durch lange Bälle auf den schnellen Jonathan Steffl zu gefährlichen Aktionen gekommen, häufig waren aber die Zuspiele zu ungenau. SVS-Torhüter Srdan Groznica hielt seine Mannschaft in der Partie, als er einen Fernschuss von Leorant Marmullaku spektakulär noch über die Latte lenkte.

Kurz vor der Pause stand nach einem Eckball plötzlich der Schluchterner Fabian Kirsten völlig frei am Elfmeterpunkt, köpfte jedoch zentral auf VfR-Torwart Murat Zeyrek, der parierte. So blieb es beim 0:1-Halbzeitstand aus Sicht der Gastgeber. In der Kabine reagierte SV-Spielertrainer Taylan Nogaybel und wechselte auf einigen Positionen, doch der taktische Kniff zeigte zunächst keinen entscheidenden Effekt. Leorant Marmullaku erhöhte nach einem schönen Zuspiel auf 2:0 für den VfR (50.) und die Schluchterner ließen zunehmend die Köpfe hängen. Zwar gewannen sie die Mehrzahl der Zweikämpfe, kreierten aber keine zwingenden Torchancen daraus. Strafraumaktionen waren daher auf beiden Seiten selten.

 

Die abstiegsgefährdeten Gastgeber des SV Schluchtern (in weiß) und Aufstiegsaspirant VfR Heilbronn schenkten sich im Gessmann-Sportpark lange nichts. Am Ende behielten die Gäste jedoch mit 4:0 die Oberhand.
Die abstiegsgefährdeten Gastgeber des SV Schluchtern (in weiß) und Aufstiegsaspirant VfR Heilbronn schenkten sich im Gessmann-Sportpark lange nichts. Am Ende behielten die Gäste jedoch mit 4:0 die Oberhand.  Foto: Ralf Seidel

Heilbronner Effizienz macht den Unterschied

Der VfR nutzte seine Chancen effektiver. Nach einer Flanke von Adrian Radu erhöhte Robin Dörner per sehenswertem Volley auf 3:0 (71.) – sehr zur Freude der mitgereisten Fans. Nur drei Minuten später traf Mirco Born mit einem überlegten Heber zum 4:0-Endstand. Denn in den Schlussminuten passierte nichts Entscheidendes mehr. Der Schluchtern zeigte zwar gute Ansätze im Zweikampfverhalten, forderte aber den Favoriten nicht ernsthaft heraus. Der VfR spielte seinen Rhythmus konsequent. „Glückwunsch an die Mannschaft“, sagte daher auch VfR-Trainer Pascal Marche. „Wir haben früh die Weichen gestellt und uns vom kämpferischen Schluchtern nicht beeindrucken lassen.“ Am Mittwoch reist der VfR nun zum Tabellenführer Heimerdingen. „Das wird ein Highlight, das wir uns verdient haben“, sagte Pascal Marche.

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