Im Pokal bisher obenauf: Die Hollenbacher mit Jonas Limbach beim Kopfball gegen den TSV Heimerdingen. Am Samstag beginnt nun bereits die Oberliga-Saison mit einem Heimspiel für die Hohenloher.
Foto: Marc Schmerbeck
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Es war so in der Mitte der Vorbereitung, als Reinhard Schenker fast schon überschwänglich von seiner Mannschaft schwärmte, „hungrig“ sei sie, „gierig“ und „engagiert“, lobte der Trainer des FSV Hollenbach. Nun, wenige Tage vor dem Oberliga-Start ist er weiterhin zufrieden mit der Arbeit seiner Jungs.
„Die Oberliga wird in dieser Saison bärenstark sein.“
Karlheinz Sprügel
Doch etwas Sorgen bereitet der aktuell kleine Kader. Denn noch vor dem ersten Ligaspiel haben die Hohenloher Verletzungsprobleme. Für Ivan Beslic (Kreuzbandriss) dürfte die Saison schon fast beendet sein, ehe sie begonnen hat. Rico Hofmann (Muskelbündelriss) wird vielleicht bis Ende der Hinrunde wieder einsatzbereit sein und bei Joshua Klöpfer (Sprunggelenk) gibt es noch viele Fragezeichen, doch auch bei ihm sieht es nach einer längeren Ausfallzeit aus. „Viel passieren sollte deshalb nicht mehr“, sagt Manager Karlheinz Sprügel.
Augen werden nach potenziellen Verstärkungen aufgehalten
So halten die Verantwortlichen zwar die Augen nach potenziellen Verstärkungen offen, doch zu diesem Zeitpunkt ist dies kein leichtes Unterfangen. Denn: „Wir wollen nur jemanden verpflichten, wenn er uns auch weiterhilft. Den Kader aufblähen müssen wir nicht“, sagt Schenker.
Vier Neuzugänge sind vor dieser Saison hinzugekommen. Neben Klöpfer noch Jason Wink (FC-Astoria Walldorf II), Umut Ünlü (Türkspor Mosbach) und Inas Music (Spvgg Satteldorf). Gegangen sind Philipp Hörner (TSV Tauberbischofsheim), Boris Nzuzi (TuRa Untermünkheim), Lorenz Minder (Sportfreunde Schwäbisch Hall), Noah Krieger (SGM Kreßberg), Marcello Operskalski (TSV Abtswind), Maurice Brauns (TSG Backnang) und Lukas Schappes (pausiert). Qualität ist trotzdem weiterhin genügend vorhanden.
FSV-Trainer Reinhard Schenker blickt gespannt auf den Rundenstart.
Foto: Schmerbeck
Wie in den vergangenen Jahren auch, lautet das erste Ziel der Hollenbacher: Klassenerhalt. Jeder Platz besser ist eine willkommene Zugabe. „Es gilt drinzubleiben. Alles andere ist kein Thema“, sagt Sprügel. „Die Mannschaft ist eigentlich stark genug, wenn es keine weiteren Ausfälle gibt.“ Doch wie üblich in der Oberliga, ist es schwer zu sagen, wie viele Punkte dafür nötig sind. Sollte der am Ende der Saison Zweitplatzierte aufsteigen und es keinen Absteiger aus der Regionalliga geben, müssen lediglich zwei Teams den Gang in die Verbandsliga antreten. Es kann aber bis zu sechs erwischen – je nachdem, wie viele Teams aus der Regionalliga kommen.
Fünf, sechs Mannschaften haben das Potenzial, vorne mitzuspielen
Und diese Saison ist ein noch engeres Feld zu erwarten. „Ich sehe keine Mannschaft, die abgeschlagen am Tabellenende stehen wird“, sagt Schenker. Genauso wenig ist mit einem klaren Durchmarsch an der Tabellenspitze zu rechnen. Denn sechs neue Mannschaften bringen frischen Wind in die Liga. Da sind die vier Aufsteiger FC Denzlingen und Türk. SV Singen sowie der Karlsruher SC II und Türkspor Neckarsulm. Die beiden letztgenannten hält Schenker für keine normalen Aufsteiger: „Der KSC will über kurz oder lang eher in die Regionalliga hoch und wird im vorderen Mittelfeld mitspielen können“, sagt er und schätzt Neckarsulm ähnlich ein. Zu den Titelkandidaten zählt er in erster Linie die beiden Regionalliga-Absteiger 1. Göppinger SV und FC 08 Villingen. Dazu kommen der VfR Mannheim, VfR Aalen und der SSV Reutlingen.
Der KSC II und Denzlingen sind Rückkehrer in die Oberliga. Karlsruhe spielte bereits von 2000 bis 2005 und von 2012 bis 2018 im Baden-Württembergischen Oberhaus. Denzlingen ist nach einer Saison Verbandsliga wieder zurück. Für die Neckarsulmer ist es hingegen das erste Mal überhaupt in der Oberliga. „Die Oberliga wird bärenstark sein“, prophezeit Sprügel.
Schenker hat die Intensität in der Vorbereitung hoch gehalten
Schenker hatte in der Vorbereitung die Intensität noch einmal erhöht, die Anforderungen angehoben. „Die körperliche Komponente ist ein zentraler Bestandteil“, sagt er. „Ich bin mir fast sicher, dass wir in der vergangenen Winterpause zu wenig getan haben.“ Diesen Fehler will er nicht erneut machen. Seine Mannschaft fand nur schwer in die zweite Saisonhälfte, geriet eher unnötig in Abstiegsgefahr. „Ab dem Zeitpunkt, als wir die Zügel angezogen haben, haben wir auch eine andere Intensität in unser Spiel bekommen, eine andere Aggressivität. Deshalb will ich nicht zu viel dosieren, zu vorsichtig sein“, sagt Schenker. „Ich freue mich auf den Saisonstart. Die Anspannung steigt, bevor es losgeht, weiß man ja nie genau, wo man steht. Kleinigkeiten werden die Spiele entscheiden.“
„Ich freue mich jetzt auf den Start. Die Anspannung steigt.“
Reinhard Schenker
Auch taktisch passte er einige Dinge an – um neue Reizpunkte zu setzen. Am Samstag wird sich gegen den SV Oberachern zeigen, wie weit das Team wirklich ist. Einen ersten Blick auf die Favoriten gibt es bereits am Freitag, wenn der FC 08 Villingen auf den SSV Reutlingen trifft.
Der Kader des FSV Hollenbach
Tor: Nico Purtscher (24); Matthis Lang (20).Abwehr: Jason Wink (23); Peter Engelmann (19); Niklas Breuninger (24); Marco Mütsch (20); Arne Schülke (27); Sebastian Schiek (35); Juan Faßbinder (21).Mittelfeld: Jonas Limbach (25); Julian Henning (22); Felix Limbach (23); Joshua Klöpfer (19); Umut Ünlü (22); Marco Specht (21); Luke Knapp (20), Ivan Beslic (24).Sturm: Hannes Scherer (28); Inas Music (20); Niklas Dörr (19); Rico Hofmann (21).Trainer: Reinhard Schenker, Nicolas Schlegel (Co-Trainer).Neuzugänge: Jason Wink (FC-Astoria Walldorf II); Umut Ünlü (TS Mosbach); Joshua Klöpfer (SG Sonnenhof Großaspach U 19); Inas Music (SpVgg Satteldorf).Abgänge: Philipp Hörner (TSV Tauberbischofsheim); Boris Nzuzi (TuRa Untermünkheim); Lorenz Minder (Sportfreunde Schwäbisch Hall); Noah Krieger (SGM Kreßberg), Marcello Operskalski (TSV Abtswind); Maurice Brauns (TSG Backnang); Lukas Schappes (pausiert).
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