FSV Hollenbach will die Energie mitnehmen
Fußball-Oberligist FSV Hollenbach fährt am Samstag mit gestärktem Selbstbewusstsein nach Schwäbisch Gmünd

Der 3:2-Sieg hat Eindruck hinterlassen. Der erste Dreier des Oberligisten FSV Hollenbach in diesem Jahr durch zwei späte Tore gegen den FSV 08 Bietigheim-Bissingen war ein Stimmungsaufheller bei den abstiegsgefährdeten Hohenlohern.
Stimmung beim FSV Hollenbach ist gelöster
„Ich hatte in der Trainingswoche natürlich gemerkt, dass einfach die Stimmung ein bisschen gelöster ist“, sagte Trainer Reinhard Schenker. „Trotzdem bleiben wir konzentriert und arbeiten weiter, weil wir noch nichts erreicht haben. Aber natürlich tut so ein Sieg gut – gerade, wenn man davor ein paar Spiele verloren hat.“
Und es geht für die Hollenbacher nun auch am Samstag um 15 Uhr richtungsweisend weiter. Der Weg führt zum punktgleichen 1. FC Normannia Gmünd. „Gerade jetzt vor dem Spiel gegen den direkten Konkurrenten ist es gut, wenn man merkt, dass wir wieder voll da sind. Das ist jetzt ein Spiel, das uns in die Situation bringen kann, die Abstiegsplätze zu verlassen.“
Enges Spiel, in dem Kleinigkeiten entscheiden
Allerdings sind die Gmünder in diesem Jahr lediglich vom Tabellenführer VfR Aalen bezwungen worden. Am vergangenen Wochenende holten sie beim Tabellenzweiten VfR Mannheim einen Punkt. Es war das dritte Unentschieden seit der Winterpause. Auf einen Sieg warten sie allerdings noch. Dennoch sollte das Warnung genug für die Hollenbacher sein. „Ich hoffe, dass wir die Energie mitnehmen und dann das Spiel, ob glücklich oder unglücklich oder verdient – egal wie –, auf unsere Seite ziehen können“, sagt FSV-Kapitän Sebastian Schiek. „Das sind alles enge Spiele, in denen Kleinigkeiten entscheiden. Die Mannschaft, die mehr Fehler macht, wird am Ende das Nachsehen haben. Ich denke, die Gmünder werden wie wir bis zum Ende im Abstiegskampf stecken.“
Gmünd ist körperlicher als Bissingen
Das Hinspiel endete 0:0, wobei sich Gmünds Torhüter Yannick Ellermann das Schienbein brach. Seit diesem Jahr steht er aber wieder zwischen den Pfosten. „Das ist eine Mannschaft, die fußballerisch zu überzeugen weiß. Der FSV möchte Fußball spielen und hat eine sehr hohe Qualität bei Standards“, sagt Gmünds Trainer Zlatko Blaskic über die Hollenbacher. „Wir freuen uns aber auf dieses Spiel gegen einen direkten Konkurrenten um den Ligaverbleib.“
Reinhard Schenker hat ebenfalls Respekt vor den Gmündern. „Ich denke, das wird ein relativ ähnliches Spiel wie das gegen Bissingen. Ich glaube, dass Gmünd vielleicht noch ein bisschen körperlicher und aggressiver spielt. Ich gehe aber trotzdem von einem relativ ähnlichen Spiel von der Herangehensweise aus.“
Aschauer ist ein Unterschiedsspieler bei Gmünd
So erwartet er einen Gegner, der in erster Linie auf Umschaltmomente hofft. Für die Hollenbacher gilt es vor allem, Lösungen gegen die stabile Defensive der Gastgeber zu finden. Erst 35 Gegentore ließen sie zu – dafür wurden auch nur 30 Treffer erzielt.“
In der Offensive warnt Schenker vor Alexander Aschauer, der „ein Unterschiedsspieler“ sei. „Für uns wird es ganz wichtig sein, bei den zweiten Bällen bereit zu sein“, sagt Schenker weiter. „Weil die Gmünder doch häufig ihn auch schon früh suchen und Aschauer dann versucht, den Ball abzulegen. Und da müssen wir in den zweiten Wellen einfach noch ein bisschen präsenter sein.“
In seiner Spielanalyse der vergangenen Partie hatte Schenker einige Feinheiten entdeckt, an denen er in der Trainingswoche arbeitete. Dabei ging es unter anderem, um die Positionierung der Sechser und der Außenverteidiger.
Hollenbach spielte gegen Bissingen dominant
Der FSV-Trainer hatte auch festgestellt, dass seine Mannschaft deutlich dominanter aufgetreten war, als er nach dem Spiel – auch wegen der späten Tore – den Eindruck gehabt hatte. „Wir waren insgesamt in allen Bereichen die bessere Mannschaft, waren in allen Statistiken vorne und hatten die bessere Spielanlage“, sagt Schenker, dessen zweite Erkenntnis war: „Wir müssen uns bei niemanden bedanken, weil die Tore alle regulär waren.“ So sei Hannes Scherer vor dem 1:1 keineswegs im Abseits gestanden, wie die Bissinger dachten. „Und die zweite Aktion, bei der sie sich beschwert haben, dass Niklas Dörr dem Keeper fast das Trikot auszieht, war absolut gar nicht erkennbar.“ Es sei eine normale Strafraumsituation gewesen. Nun geht der Blick aber wieder nach vorne.
Zum Hollenbacher Kader stößt Peter Engelmann, der seine Krankheit auskuriert hat. So stehen Schenker alle Spieler zur Verfügung.
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