Kurz vor der Winterpause hat sich das Lazarett des FSV Hollenbach gelichtet. Außer den drei Langzeitverletzten Niklas Dörr, Ivan Beslic und Joshua Klöpfer fehlt beim Oberligisten kein Spieler mehr. Das macht zum einen die Arbeit von Reinhard Schenker leichter, denn ihm stehen nun wieder mehr Optionen an den Spieltagen zur Verfügung. Zum anderen bringt das allerdings auch die Hollenbacher Mannschaft wieder weiter. „Der Konkurrenzkampf im Training ist wieder gestiegen“, berichtet der Coach.
FSV Hollenbach will Sieg für die Psyche – Mannschaft empfängt die TSG Backnang
Die Hollenbacher wollen mit einem Sieg gegen die TSG Backnang überwintern. Doch bevor der FSV in die Winterpause kann wartet noch der SV Oberachern – der ursprüngliche Termin musste zuvor abgesagt werden.

Noch etwas verstimmt ist Reinhard Schenker darüber, wie das am vergangenen Samstag gelaufen ist. Der Tross des FSV Hollenbach saß inklusive des Trainers bereits eine Stunde im Bus auf dem Weg zum SV Oberachern, wo eigentlich das letzte Oberliga-Hinrundenspiel für die Hohenloher stattfinden hätte sollen. Doch dann kam die Info, dass die Partie wegen der Witterungsbedingungen abgesagt wurde, was jetzt dazu führt, dass sich der Beginn der Winterpause für den FSV nach hinten verschiebt. Denn die Begegnung wurde direkt auf den 6. Dezember (14 Uhr) neu terminiert.
FSV Hollenbach startet nach kurzer Erholungspause wieder ins Training
Schenker machte aus der Not eine Tugend und gab seinen Spielern das Wochenende frei. „In Hollenbach war ja auch alles gefroren. Wenn wir trainiert hätten, wäre es nur Beschäftigungstherapie gewesen. Deshalb haben wir lieber das Wochenende zur Regeneration genutzt“, berichtet der FSV-Coach. „Denn man merkt, dass die Jungs langsam müde werden – nicht nur körperlich, sondern auch mental.“
Nach der kurzen Erholungspause starteten die Hollenbacher im Training in dieser Woche noch mal durch. „Wir haben am Montag ganz anders trainiert, als wenn wir am Samstag ein Spiel gehabt hätten. Es war schon zu Beginn der Woche sehr intensiv“, erklärt Schenker. Der Fokus lag dabei auf dem Körperlichen. „Wir haben viel im läuferischen Bereich gemacht. Denn die Bedingungen geben es aktuell nicht her, dass man nur über das fußballerische Element kommt“, sagt der Coach.
FSV Hollenbach-Coach Reinhard Schenker bereitet Team auf Spiel gegen die TSG Backnang vor
Das wird seiner Meinung der Schlüssel zum Erfolg gegen die TSG Backnang an diesem Samstag (14 Uhr) sein. „Die Plätze werden nach ein paar Minuten ordentlich aufgewühlt sein. Dann wird die Körperlichkeit und die Zweikampfpräsenz ausschlaggebend sein“, berichtet Schenker. Denn das Duell mit Backnang ist noch mal ein sogenanntes Sechs-Punkte-Spiel. „Man sieht ja, wie eng alles zusammen ist. Mittlerweile schiebt sich sogar das obere Mittelfeld und das untere Mittelfeld zusammen“, erzählt Schenker. „Deshalb ist jedes Spiel wichtig – erst recht gegen einen direkten Konkurrenten.“ Denn die Hollenbacher stehen aktuell mit 20 Punkten auf Platz zwölf, der gesichert den Klassenerhalt in der Oberliga bedeutet. Backnang folgt mit 19 Zählern auf dem 15. Rang, dem ersten Abstiegsplatz.
Sieg über die TSG Backnang wäre für FSV Hollenbach psychologisch wichtig
Deshalb wäre ein Hollenbacher Sieg gegen die TSG auch psychologisch wichtig. Mit dann 23 Zählern wäre praktisch sichergestellt, dass der FSV über dem Strich überwintern würde. „Psychologisch wäre das ganz wichtig – vor allem, da die Winterpause sehr lange ist. Außerdem stünden wir direkt wieder im ersten Saisonspiel im neuen Kalenderjahr unter Druck“, berichtet Schenker.
Diesen will der FSV-Trainer vermeiden. Auch wenn er sagt: „Wenn es darauf ankam, dann waren die Jungs da und haben meistens auch die wichtigen Punkte geholt.“ Das macht ihm auch Mut vor dem Duell mit Backnang, das nach vier Niederlagen in Folge in der Tabelle abgerutscht ist. Da gehöre die TSG aber gar nicht hin, ist Schenker überzeugt. „Die Backnanger sind eine Mannschaft, die das Zeug dazu hat, die Klasse zu halten. Auch in den letzten Partien haben sie nicht den Eindruck gemacht, dass sie chancenlos waren, auch wenn sie verloren haben“, berichtet der Hollenbacher Coach. Vor dieser Niederlagenserie „war die TSG immer im Mittelfeld der Liga platziert.“
Die Stärken der TSG sind vor allem die Kompaktheit und die mannschaftliche Geschlossenheit – primär in der Defensive. „Sie verteidigt gemeinsam von vorne bis hinten, ist körperlich gut aufgestellt und stark im Umschaltspiel“, sagt Schenker.

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