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FSV Hollenbach geht mit Niederlagenserie in die Pause

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Im letzten Oberliga-Spiel des Jahres kassiert der FSV Hollenbach beim FC Nöttingen ein 1:4 und rutscht auf Rang elf ab. Eine Elfmeter-Situation sorgt für Diskussionen. 

Hollenbachs Juan Faßbinder will im Strafraum an Dennis Klemm vorbei. Doch der Nöttinger brachte ihn zu Fall. Ein möglicher Elfmeterpfiff zugunsten der Hohenloher blieb allerdings aus.
Foto: Herbert Schmerbeck
Hollenbachs Juan Faßbinder will im Strafraum an Dennis Klemm vorbei. Doch der Nöttinger brachte ihn zu Fall. Ein möglicher Elfmeterpfiff zugunsten der Hohenloher blieb allerdings aus. Foto: Herbert Schmerbeck  Foto: Herbert Schmerbeck

Das hatte sich Reinhard Schenker ganz anders vorgestellt. Seine Rückkehr an alte Wirkungsstätte endete am Samstagnachmittag mit einer 1:4-Niederlage. Der FC Nöttingen war „eine Nummer zu groß“, wie Manager Karlheinz Sprügel befand. Und er fügte an: „Ich habe selten eine spielerisch stärkere Mannschaft gesehen.“ Mit dem Tempospiel der Gastgeber, mit der quirligen, flinken Offensive kamen die personell weiter extrem angeschlagenen Hollenbacher überhaupt nicht klar und verabschieden sich nun mit einer Serie von drei Niederlagen in Folge in die Winterpause der Fußball-Oberliga.

 „Ich verliere sehr, sehr ungern. Egal ob gegen Nöttingen oder jemand anderen. Wahrscheinlich ist der Ehrgeiz gegen den Ex-Verein eher noch größer, dann die Enttäuschung dementsprechend genauso“, sagte Schenker, der sieben Jahre in Nöttingen spielte, dazu ein Jahr als Co- und eines als Cheftrainer fungierte. Er gestand aber auch ein: „Es war hochverdient, auch in der Höhe völlig in Ordnung. Es hätte sogar noch höher ausgehen können. Wir sind heute nicht an unser Limit gekommen.“ Der Coach stellte aber klar: „Das ist aber kein Vorwurf an meine Jungs. Wir gehen seit Wochen auf dem Zahnfleisch, weil wir sehr viele Verletzte haben und seit Woche spielen wir mit vier, fünf 19-Jährigen in der Startformation, bei denen die Leistungsschwankungen groß sind. Wir schauen jetzt mal, dass unsere Verletzten zurückkommen und wir die Winterpause nutzen können, um etwas runterzufahren.“

Ausgebliebener Elferpfiff als Knackpunkt

Seine Mannschaft kam nur schwer ins letzte Spiel des Jahres. Torhüter Philipp Hörner rettete ein ums andere Mal. In der Anfangsphase war Nöttingen das deutlich bessere Team und ging dann auch in der elften Minute verdient in Führung. Nach einer Flanke klärte der FSV zunächst, doch der Ball landete direkt bei Felix Waldraff, der den Ball bei seiner Direktabnahme perfekt zum 1:0 traf.

Langsam kamen die Gäste nun besser in die Zweikämpfe, verteidigte auch die schnellen Angriffe besser. Trotzdem war der Ausgleich nach einer Viertelstunde eher überraschend. Ivan Beslic zog aus 20 Metern ab und traf zum 1:1. In der 25. Minute rettete dann erneut Hörner. Kurz darauf gingen auch bereits die Flutlichter in der Kleiner-Arena an. Nur wenig später krachte der Ball gegen die Hollenbacher Latte, dann parierte wieder Hörner (30.). Bitter aus FSV-Sicht dann in der 32. Minute, dass der Schiedsrichter eine Szene anders wahrnahm als die Hollenbacher. Juan Faßbinder legte im Strafraum den Ball an Dennis Klemm vorbei, der ihn dann am Fuß traf und zu Fall brachte. Doch der Elfmeterpfiff blieb aus. „Die Argumentation war, dass es keine aktive Bewegung des Gegenspielers gab“, sagte Schenker. „Das habe ich anders gesehen.“ Als er Faßbinder hochhalf erklärte der Schiedsrichter, dass der Hollenbacher in den Nöttinger reingelaufen sei. So ging es eben mit einem 1:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel hatte der FSV überhaupt keinen Zugriff mehr. Nöttingen dominierte nun. „Die haben keinen Fehlpass gespielt“, sagte FSV-Co-Trainer Nicolas Schlegel anerkennend. „Die haben schon richtig viel Qualität.“ Der FCN machte nun richtig Druck. Ein Kopfball flog in der 54. Minute noch knapp über die Latte, dann schloss Jimmy Marton (62.) einen schönen Angriff zum 2:1 ab. In der 66. Minute schob David Stojak den Ball noch über die Latte. Das 3:1 fiel dann in der 72. Minute nach einem Freistoß aus dem Halbfeld, den Stefan Zimmermann mit dem Kopf verwertete.

Am Ende wird es eins deutliche Niederlage 

 Und trotz der Nöttinger Überlegenheit hätten es die Hohenloher noch einmal spannend machen können. Niklas Dörr, kurz zuvor eingewechselt, setzte sich schön im Strafraum durch, kam aus etwas spitzem Winkel zum Abschluss, doch Torhüter Thilo Marksteiner rettete mit einer Fußabwehr. Dafür spielten die Gastgeber zwei Minuten später einen Angriff über rechts schön aus und Matej Mijic vollendete am langen Pfosten eine Flanke von Marton zum 4:1.

Es war dann auch der Endstand, der für große Enttäuschung bei Reinhard Schenker an alter Wirkungsstätte sorgte, an die er zum ersten Mal als Trainer einer gegnerischen Mannschaft zurück gekommen war.

FC Nöttingen: Marksteiner, Zimmermann, Krajinovic, Türköz, Marton (83. Lutz), Hecht-Zirpel (74. Mijic), Knäblein, Fassler, Waldraff (86. Rabold), Klemm (58. De Santis), Stojak (87. Sahiti).

FSV Hollenbach: Hörner, Engelmann, Schülke, Jonas Limbach, Faßbinder (85. Beez) , Scherer, Operskalski (52. Henning), Schiek, Mütsch, Knapp (79. Dörr), Beslic.

Tore: 1:0 (11.) Felix Waldraff 1:1 (15.) Ivan Beslic, 2:1 (62.) Jimmy Marton, 3:1 (73.) Stefan Zimmermann, 4:1 (82. Matej Mijic.

Schiedsrichter: Christoph Busch.

Zuschauer: 231.

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