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Nachholspiel in Reutlingen: Doppelschlag führt zur Niederlage des FSV Hollenbach

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Fußball-Oberligist FSV Hollenbach verliert das Nachholspiel in Reutlingen. Die zweite Niederlage im dritten Spiel des Jahres. Am Samstag kommt Aufsteiger Denzlingen in die Jako Arena.

Normalerweise fühlen sich die Hollenbacher mit Jonas (links) und Felix Limbach im heimischen Stadion wohl. Dort empfangen sie nach der Niederlage gegen Reutlingen nun am Samstag den FC Denzlingen.
Foto: Marc Schmerbeck
Normalerweise fühlen sich die Hollenbacher mit Jonas (links) und Felix Limbach im heimischen Stadion wohl. Dort empfangen sie nach der Niederlage gegen Reutlingen nun am Samstag den FC Denzlingen. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

So ganz hat der FSV Hollenbach nach der Winterpause seinen Rhythmus noch nicht gefunden, auch nach dem Sieg gegen den VfR Mannheim nicht. Am Mittwoch kassierte der Fußball-Oberligist im dritten Pflichtspiel des Jahres seine zweite Niederlage. 0:2 hieß es in der Nachholpartie beim SSV Reutlingen vor rund 750 Zuschauern. "Wir werden es thematisieren, die Dinge klar ansprechen und hoffen, dass wir es besser machen", sagte Trainer Martin Lanig. Die Gelegenheit zum Bessermachen haben die Hollenbacher bereits am Samstag, wenn um 15 Uhr der FC Denzlingen zu Gast in der Jako Arena ist.

Hollenbach hatte selbst Schuld an den beiden Gegentoren

"Wir sind ordentlich ins Spiel reingekommen", analysierte Lanig. "Wir wollten die Dinge so umsetzen, wie wir es besprochen hatten, haben dann aber viel dafür getan, dass wir durch zwei Tore in Rückstand geraten sind." Die beiden Reutlinger Treffer fielen kurz vor der Halbzeit. "Wir haben die beiden Konter blitzsauber ausspielen können", sagte SSV-Coach Philipp Reitter. Ein Doppelschlag sorgte für den K.o. der Gäste. Erst traf Riccardo Gorgoglione in der 39. Minute, dann legte Onesi Kuengienda (43.) nach.

Nicht alle Spieler des FSV Hollenbach zeigten die gewohnte Leistung

"Man hat es Reutlingen angesehen, um was es geht", sagte Lanig und sprach von einem "unangenehmen" Gegner sowie einem "zweikampfbetonten" Spiel, in dem seine Mannschaft kein Mittel gefunden habe, sich durchzusetzen. "Wir haben es nicht so angenommen, wie man es annehmen muss. Das hat auch mit Leidenschaft zu tun, mit Mentalität. Es gehört eine gewisse Reife dazu, so ein Spiel über die Bühne zu bekommen. Das habe ich in vielen Teilen des Spiels von meiner Mannschaft nicht gesehen."

Zwar mühten sich die Hollenbacher, doch die Durchschlagskraft fehlte. Im Spiel nach vorne blieben die Gäste zu harmlos, weil die Reutlinger, die nun in diesem Jahr bereits acht Punkte geholt haben, auch gut verteidigten. "Es war dann auch so, dass wir Spieler drin hatten, die nicht auf dem Level waren, das wir von ihnen gewohnt sind, und das wir im Kollektiv auch brauchen. Das ist bei uns ein schmaler Grat, wie bei vielen Mannschaften in der Oberliga", sagte Lanig.

"Wir haben es auch schon gut hinbekommen, dass wir dementsprechend auch die Punkte geholt haben, die wir jetzt auf dem Konto haben, aber wir hatten auch Spiele drin, in denen wir es aus den unterschiedlichen Gründen nicht hinbekommen haben. Und dann reicht es auch nicht."

Trainer Martin Lanig hofft auf Besserung

Nun hofft er auf Besserung im Heimspiel gegen den FC Denzlingen. Doch der abstiegsgefährdete Aufsteiger kommt mit viel Selbstvertrauen. Wie Reutlingen sind die Denzlinger in diesem Jahr noch ungeschlagen, habenfünf Punkte geholt (2:2 gegen Backnang, 1:1 gegen Göppingen und 2:1 gegen Mutschelbach). Mit dieser Serie schoben sich die Südbadener auf Rang 14 nach vorne.

"Langfristig gesehen erhoffen wir uns schon maximale Punkte", meinte Kapitän Marius Uhl. "Aber wir schauen von Spiel zu Spiel, auch wenn das langweilig klingt." Sein Blick - und auch der des gesamten Teams - geht trotz der aktuellen Schwierigkeiten mit dem Rhythmus nach oben.

Hollenbach hat gegen Mannschaften aus dem hinteren Tabellenbereich Probleme

"Wir wollen den Anschluss wieder finden. Wir haben so eine gute Vorrunde gespielt, die Spitzenteams Villingen und Großaspach geschlagen und gegen Göppingen Unentschieden gespielt, das zeigt das Potenzial der Mannschaft", sagt Uhl. "Wir haben schon den Anspruch, jedes Spiel zu gewinnen, das muss unser Anspruch sein, da wir schon bewiesen haben, dass wir gegen jeden Gegner bestehen können."

Doch gerade gegen die Teams aus dem hinteren Tabellenbereich hatten die Hollenbacher so ihre Probleme. Auch im Hinspiel in Denzlingen, das aber mit 2:0 gewonnen wurde. "Da hatten wir keinen guten Tag erwischt", erinnert sich Uhl an ein Spiel an einem heißen Tag auf relativ schwachem Niveau und einen Gegner, der in der Offensive harmlos war. "In einem Heimspiel sind wir nicht nur wegen der Tabellensituation Favorit. Am Schlachtfestspiel haben wir auch selten verloren, deshalb bin ich zuversichtlich, dass wir drei Punkte holen." Zumal die Hollenbacher ihr bisher einziges Heimspiel in diesem Jahr gegen Pforzheim verloren haben.

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