FSV Hollenbach empfängt die Wundertüte Göppingen
Am Samstag ist der schwer einzuschätzende 1. Göppinger SV zu Gast beim Fußball-Oberligisten in der Jako Arena.

Zwei Spiele, vier Punkte: Hollenbach hat zuletzt jeweils nach Rückstand gezeigt, was mit Moral, Charakter und Einsatzwillen möglich ist. Die Hoffnung im Kampf um den Klassenerhalt ist wieder deutlich stärker aufgekeimt, auch wenn die Hohenloher weiter auf dem drittletzten Platz stehen.
Im Tabellenkeller der Oberliga geht es eng zu
Doch im Keller der Oberliga geht es extrem eng zu. Gegen den 1. Göppinger SV will der FSV nun am Samstag (Spielbeginn 15 Uhr) den nächsten Schritt machen und sich vor heimischem Publikum beim Schlachtfestspiel belohnen. Auf sechs bis sieben Punkte hatte Manager Karlheinz Sprügel aus den Partien gegen Bietigheim-Bissingen (3:2), Normannia Gmünd (2:2) und Göppingen gehofft. Noch ist das Ziel erreichbar.
„Ich glaube, dass es auch wieder ein Spiel sein wird, in dem der Kampf dominieren wird. Es geht darum, die Zweikämpfe zu gewinnen und darüber dann ins eigene Spiel zu kommen. Denn auch Göppingen möchte Fußball spielen, ähnlich wie wir“, sagt FSV-Trainer Reinhard Schenker. Doch im Abstiegskampf sind eben auch andere Attribute gefragt.
Es geht für Hollenbach gegen einen direkten Konkurrenten
Die Gäste stehen mit nur zwei Punkten mehr auf Rang 14. Es geht auch darum, den direkten Konkurrenten nicht wegziehen zu lassen und diesen im besten Fall zu überholen. Wichtig wäre dies auch im Hinblick auf die nächsten Aufgaben. Denn danach steht ein Dreierpack gegen die Spitzenmannschaften VfR Aalen (1.), VfR Mannheim (2.) und TSV Essingen (3.) an.
Die Angst Fehler zu machen ist vorhanden
„Jeder hat sich reingehauen, jeder hat versucht, das Beste aus sich rauszuholen“, sagt Trainer Reinhard Schenker im Rückblick auf das Unentschieden in Schwäbisch Gmünd. „Das ist eben Abstiegskampf. Wir haben es auch beim Gegner gesehen, dass er jetzt auch nicht so von Selbstvertrauen strotzt.“ So verzieh er auch seinem Team die eine oder andere Unzulänglichkeit. „Man merkt schon, dass ab und zu die Angst davor, Fehler zu machen, spürbar ist. Trotz des Sieges in der Woche davor gegen Bissingen ist das Selbstvertrauen natürlich noch nicht so gestärkt, dass man mit vollem Selbstbewusstsein und mit ganzem Vertrauen die Aktionen mit voller Überzeugung durchzieht. Aber ansonsten war die Leistung okay“, sagt Schenker.
Er sah trotzdem Ansätze zur Verbesserung, vor allem im Spiel über die Flügel. Da sei auffällig gewesen, dass die Situationen nicht richtig erkannt und falsche Entscheidungen getroffen wurden. „Wenn wir Überzahlsituationen hatten, haben wir teilweise zu früh geflankt. Wenn wir hätten flanken müssen, sind wir ins Dribbling gegangen“, analysiert Schenker. „Und in der Defensive geht es auch darum, dass wir in der Viererkette ein bisschen kompakter verteidigen. Bei beiden Gegentoren haben wir die Schnittstellen zu weit offen gelassen.“
Göppingen ist bei Standards gefährlich
Gegen Göppingen werden auch die Standards ein Thema sein, denn da sind die Gäste sehr stark. Der GSV spielt eine durchwachsene Runde mit schwankenden Leistungen. Vor der Winterpause hatte das Team von Trainer Gianni Covelli eine starke Phase, gewann jeweils 3:0 gegen den FC Nöttingen sowie den FV Ravensburg und setzte sich etwas von den Abstiegsrängen ab. Nun ist Göppingen wieder mittendrin im Kampf um den Klassenerhalt. Denn in diesem Jahr gelang noch kein Sieg. Auf zwei Unentschieden folgten drei Niederlagen – allerdings auch gegen die Top Drei der Liga.
Die Göppinger sind aktuell schwer einzuschätzen
„Die sind schwer einzuschätzen, bisschen eine Wundertüte“, sagt Schenker. Die Leistungen und vor allem das Wechseln zwischen Vierer- und Fünferkette „machen es schwer, sich taktisch auf sie einzustellen. Wichtig ist, dass wir sie nicht in den Flow kommen lassen, weil sie auch viel Qualität mitbringen“, sagt Schenker. Im Hinspiel gelang es dem FSV gut, die Kreise der beispielsweise mit Kevin Dicklhuber oder Filip Milisic individuell stark besetzten Göppinger einzudämmen. Die Hohenloher gewannen schließlich 4:2. Auch dabei lag Hollenbach zweimal (0:1 und 1:2) zurück, bevor sie das Spiel drehten. So war es auch zuletzt gegen Bissingen und Gmünd. Es scheint so, dass der FSV erst nach Rückständen sein volles Potenzial abruft.
„Es geht auch um die Balance. Man will ja nicht ins offene Messer rennen“, sagt Schenker. „Natürlich ist aber klar, wenn man hinten liegt, braucht man natürlich den Ball häufiger in der Box.“ Und so waren die Hollenbacher in den vergangenen beiden Spielen vor allem in der Schlussphase drückend.
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