FC Union nimmt die erste Hürde

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Fußball - Heilbronn besiegt den Enz-Murr Bezirksliga-Vizemeister GSV Pleidelsheim 4:2

Von unserem Redakteur Alexander Bertok

Betim Rugovaj (Zweiter von rechts) nutzt einen Fehler des Pleidelsheimer Torhüters und staubt zur 3:1-Führung des FC Union Heilbronn ab. Es war die Vorentscheidung in einem spannenden Spiel, das der FCU mit 4:2 gewann.Foto: Alexander Betok
Betim Rugovaj (Zweiter von rechts) nutzt einen Fehler des Pleidelsheimer Torhüters und staubt zur 3:1-Führung des FC Union Heilbronn ab. Es war die Vorentscheidung in einem spannenden Spiel, das der FCU mit 4:2 gewann.Foto: Alexander Betok

Fußball - Auf dem Sportgelände des SSV Auenstein besiegte der Unterländer Bezirksliga-Vizemeister FC Union Heilbronn den Zweiten der Bezirksliga Enz-Murr, den GSV Pleidelsheim, im ersten Relegationsspiel gestern Abend vor 800 Zuschauern mit 4:2. Damit hat der FCU die erste von drei Hürden auf dem Weg in die Landesliga genommen. Die Adler-Truppe trifft nun am Sonntag in Neuenstein auf die Spvgg Gröningen-Satteldorf, die sich gegen den TV Nellmersbach nach Verlängerung 1:0 durchsetzte.

Es war nicht der Sieg des besseren Teams, sondern der Mannschaft, die sich in der Summe weniger Fehler erlaubte, effektiver die Chancen nutzte, den besseren Torhüter hatte und am Ende über die größeren Kraftreserven verfügte.

Der Pleidelsheimer Trainer Thilo Koch sprach von Torgeschenken und individuellem Fehlverhalten. "Das darf nicht passieren", sagte Koch. "Wir haben mehr investiert, waren optisch überlegen und das bessere Team. Das dritte Tor war kläglich und letztlich entscheidend. Wenn man solche Fehler macht, hat man es nicht verdient zu gewinnen."

Ungeheuer Die erste Halbzeit begann verhalten. Die erste zwingende Chance erspielte sich der FCU. Nach einem langen Pass von Steffen Lauser, legte Seba Öztürk den Ball auf Joe Brown ab, der zum 1:0 einschob. In der 32. Minute war es der Pleidelsheimer Daniel Schick, der zum 1:1 traf. Derselbe Spieler zeigte in der 34. und 40. Minute, warum er als Freistoß-Ungeheuer gilt und 20 seiner 28 Saisontreffer aus Standardsituationen heraus erzielt hatte. Diesmal scheiterte er aber zweimal an der Latte. In der 35. Minute landete ein abgefälschter Ball bei Öztürk, der zum 2:1 vollendete. In den letzten Minuten vor der Pause brannte es im FCU-Strafraum lichterloh, eine Serie von Eckbällen und Freistößen sorgte im Minutentakt für Gefahr. Mit Glück und Geschick sowie einem guten Torhüter Goar Kempf-Heitlinger wurde der Ausgleich verhindert.

"Das ist eine One-Man-Show von Daniel Schick, die Führung für uns ist schmeichelhaft", sagte der Sportliche Leiter des FCU, Dieter Gerstung. Doch dann fand das Trainerduo Sven Herms und Markus Junker in der Kabine wohl die richtigen Worte. "Keine Fouls, wir dürfen keine Standards mehr zulassen und müssen schneller kontern", so die Losung von Junker für die zweiten 45 Minuten.

Die Worte fanden Gehör, denn die Unterländer steigerten sich. Nach 51 Minuten ließ der GSV-Schlussmann einen harmlosen Freistoß von Öztürk abprallen und Betim Rugovaj staubte zum 3:1 ab. Dann war es ein Foul von Markus Hartmann, das den Pleidelsheimern per Elfmeter den Anschlusstreffer ermöglichte. Doch das GSV-Team war mit der Kraft am Ende. Ein typisches Joe-Brown-Tor brachte dann in der 75. Minute die Entscheidung. Aus 35 Metern setzte der Torjäger zu einem Heber an. GSV-Keeper Jens Krüger irrte etwas planlos im Strafraum umher, kam zwar mit den Fingerspitzen noch an den Ball, das 4:2 war dennoch nicht zu verhindern.

Glanzparaden In den Schlussminuten verhinderte auf Heilbronner Seite Kempf-Heitlinger mit zwei Glanzparaden weitere Gegentreffer und in der Nachspielzeit scheiterten Serden Bakacak und Öztürk jeweils an der Latte.

"In der ersten Halbzeit waren wir zu weit weg vom Gegner. Mit den zwei Einwechslungen nach der Pause kam mehr Struktur in unser Spiel", analysierte Herms. "Über 90 Minuten gesehen, aufgrund unserer Leistungssteigerung mit einer aggressiveren und präsenteren Spielweise war der Sieg nicht unverdient, wenn auch etwas glücklich." Vorausblickend meinte Herms: "Wir haben die Qualität jeden schlagen zu können, aber es wurde lediglich das erste von drei Endspielen gewonnen. Ich will keine Spaßbremse sein, aber die Jungs müssen jetzt wieder heruntergeholt werden, die Spannung muss weiter hoch gehalten werden."

FC Union Heilbronn: Kempf-Hheitlinger, Celylan, Brim, Schwab, Hartmann, Lauser, Daxhammer (46. Stranger), Yilmaz (46. Bakacak), Rugovaj, Öztürk, Brown (86. Kilic)

GSV Pleidelsheim: J. Krüger, Heusel, Ferrara, Hirsch, Metsch, Glietti (55. Weiß), Betz, T. Krüger, Montesano, Schick, Michailidis (55. Vößen).

Tore: 1:0 (15.) Brown, 1:1 (32.) Schick, 2:1 (35.) Öztürk, 3:1 (51.) Rugovaj, 3:2 (63. Foulelfmeter) Schick, 4:2 (75.) Brown. Schiedrichter: Timo Lämmle (SRG Waiblingen). Zuschauer: 800.

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