Druck auf SG Kirchardt wächst, Türkspor Eppingen kann Sprung auf vorletzten Platz richtig einschätzen
In der Landesliga Rhein-Neckar will die SG Kirchardt gegen die Spvgg Ketsch endlich die Negativserie beenden. Die SGK ist nach der Winterpause noch sieglos. Türkspor Eppingen reist derweil als krasser Außenseiter zum Tabellenzweiten Srbija Mannheim.

„Wenn Srbija Mannheim Punkte liegen lässt, dann am liebsten gegen uns.“ Trainer Mehmet Öztürk und Türkspor Eppingen fahren nicht mit einer weiß gehissten Flagge am Sonntag (15 Uhr) in die Quadratestadt, auch wenn der Landesliga-Tabellenvorletzte beim Zweiten krasser Außenseiter ist. Bei der SG Kirchardt wächst nach nur einem Punkt aus den vier Spielen seit der Winterpause der Druck. Die SGK-Verantwortlichen verfallen vor dem Heimspiel gegen die Spvgg Ketsch am Sonntag (15 Uhr) aber nicht in Panik.
SG Kirchardt – Spvgg Ketsch
Nur zwei Tore in vier Spielen seit der Winterpause – die Ausbeute vor dem gegnerischen Kasten ist aktuell das größte Problem bei den Kirchardtern. „Dass dann die Chancen, in der Landesliga Spiele zu gewinnen, nicht so groß sind, dürfte jedem klar sein“, erklärt Stefan Stötzel, der gerade den zum zweiten Mal Vater gewordenen Trainer Denis Schwager vertritt. „Es fehlt aktuell der Killerinstinkt, unbedingt das Tor machen zu wollen. Wir treffen vor dem gegnerischen Kasten in der Regel die falschen Entscheidungen.“
Doch genau daraus zieht der SGK-Assistenzcoach auch Zuversicht für die nächste Aufgabe am Sonntag (15 Uhr) gegen die Spvgg Ketsch. Denn die Kirchardter erspielen sich Chancen, nur mit dem Knipsen hapert es derzeit. „Es fehlt einfach das Spielglück“, sagt Stötzel. „Wenn man am Wochenende sieht, wie kläglich wir mit unseren Chancen umgehen, glaubt man nicht, dass wir Torabschlüsse trainieren. Aber in den Einheiten fliegen die Dinger ins Tor – unglaublich.“
Eine weitere Option in der Offensive gegen Ketsch ist wieder David Reitarow, der seine drei Spiele lange Sperre nach seiner Roten Karte gegen den VfB St. Leon abgesessen hat. „Ich gehe davon aus, dass uns die Ketscher anlaufen werden. Deshalb wird David Räume bekommen, um seine Geschwindigkeit auszuspielen. ist einer der schnellsten Spieler der Liga. Außerdem wird er Räume für andere Spieler kreieren, weil sich Abwehrspieler auf ihn konzentrieren müssen“, berichtet Stötzel.. „Dazu kann er gute Standards schießen.“
Dafür fehlte unter der Woche Trainer Schwager, weil er zum zweiten Mal Vater geworden ist. So groß ist die Einschränkung dadurch aber nicht, ist Stötzel überzeugt. „Es ist ja nicht so, dass wir Jambalaya machen, wenn er nicht da ist. Wir haben ja auch noch die beiden Kapitäne Dimitrios Babanatsas und Marvin Betz, die im Training mithelfen. Und es sind ja alles Erwachsene, die wissen, worauf es ankommt. Sie ziehen auch gut mit“, berichtet der SGK-Co-Trainer. „Optimal ist es aber nicht. Denis bringt viel mehr Emotionalität und Power mit.“
FK Srbija Mannheim – Türkspor Eppingen
Es fühle sich gut an, zum ersten Mal seit Mitte Oktober nicht mehr die rote Laterne zu tragen, sagt Mehmet Öztürk. „Eine große Wirkung hat das allerdings nicht bei mir. Wir stehen immer noch unter dem Strich und haben weiterhin großen Rückstand auf das rettende Ufer. Und das ist das, was zählt“, schränkt der Trainer von Türkspor Eppingen direkt ein. „Bei den Spielern ist es ähnlich. Aber natürlich ist es für sie gut zu sehen, dass wir Mannschaften hinter uns lassen können.“
Die Kraichgauer haben aber direkt wieder einen extrem schweren Brocken vor der Brust. Am Sonntag (15 Uhr) müssen sie beim Tabellenzweiten Srbija Mannheim ran. „Dass das ein ganz dickes Brett wird, darauf musste ich im Training noch mal explizit hinweisen, weil am Dienstag kurzzeitig der Wurm drin war“, sagt Mehmet Öztürk.Bruder Leichtfuß hatte Einzug gehalten. Der ein oder andere hatte schon wieder die Überzeugung, dass es in Zukunft mit Hacke, Spitze, eins-zwei-drei geht, nachdem man die SG Kirchardt mit 4:1 besiegt hat. „Nur weil wir ein Mal gewonnen haben, läuft es nicht automatisch“, ärgert sich Mehmet Öztürk. „Wenn wir so auftreten, werden wir bei Srbija mit 0:20 verlieren. Das Problem: Einige Jungs sind immer noch nicht in der Landesliga angekommen.“
Und Srbija bringt ganz viel Qualität auf den Platz. „Es fasst ein Rädchen ins andere. Und die Mannheimer haben Bock, Fußball zu spielen“, berichtet Mehmet Öztürk und warnt: „Wir dürfen sie nicht einfach zocken lassen. Wir müssen eklig sein und ihre Aktionen weit weg von unserem Tor auch mal mit Gelb-würdigen Fouls unterbinden. Und wir müssen gut stehen.“
Außerdem „müssen wir unsere Aktionen klar beenden“, sagt Mehmet Öztürk, wenn die Kraichgauer selbst zu Möglichkeiten kommen. „Der Ball muss nicht unbedingt im Tor sein, aber er muss ruhen – also Abstoß, Einwurf oder Anspiel“, sagt Mehmet Öztürk, damit die Eppinger sich defensiv ordnen können.
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