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Die Richtung bei den Pink Ladies des TSV Neuenstein stimmt

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Trotz witterungsbedingter Schwierigkeiten in der Vorbereitung sind Pink Ladies für das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch gut gerüstet. Trainerin Leonie Uhl ist mit der Winter-Vorbereitung des TSV Neuenstein zufrieden.

Am Mittwoch steht für die Pink Ladies mit Charlotte Giehl (vorne) und Malin Hornberger das Pokal-Viertelfinalspiel gegen den VfL Herrenberg an. Die Neunesteinerinnen wollen ins Halbfinale.
Foto: Marc Schmerbeck
Am Mittwoch steht für die Pink Ladies mit Charlotte Giehl (vorne) und Malin Hornberger das Pokal-Viertelfinalspiel gegen den VfL Herrenberg an. Die Neunesteinerinnen wollen ins Halbfinale. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Marc Schmerbeck

Die Vorbereitung auf die Rückrunde war für viele Amateurteams in diesem Winter eine Geduldsprobe – bisher auch für die Fußballerinnen des TSV Neuenstein. Wochenlang war an ein reguläres Training auf dem heimischen Rasen kaum zu denken.

Dennoch zieht Trainerin Leonie Uhl ein positives Fazit. „Die Vorbereitung lief wirklich gut. Die Mädels sind motiviert, haben Spaß am Fußball und haben in Sachen Fitness ordentlich Gas gegeben“, sagt sie und sieht das Team für das Pokal-Viertelfinale am Mittwoch um 19.30 Uhr gegen den VfL Herrenberg gut gerüstet.

Witterungsbedingte Platzbedingungen erschwerten den Trainingsbetrieb

Der Rasenplatz in Neuenstein war wegen der Witterung nicht benutzbar. Glück im Unglück: Der kleine Kunstrasenplatz am Sportgelände stand zur Verfügung. Zudem halfen gute Kontakte nach Öhringen, wenn dort kurzfristig Trainingszeiten frei wurden. „Wir haben uns da gegenseitig unterstützt. Wenn irgendwo ein Platz frei war, haben wir die Info bekommen und konnten trainieren“, berichtet Uhl.

Ganz ohne Ballarbeit lief die Vorbereitung allerdings nie ab. „Wir haben nicht wochenlang nur Läufe gemacht“, betont die Trainerin. Viele Spielformen und Fitnessarbeit mit Ball standen auf dem Programm. Für taktische Inhalte sei jedoch die volle Platzbreite wichtig – und die habe eben gefehlt. „Das werden wir jetzt mit besserem Wetter noch einmal gezielt angehen“, sagt Uhl.

Testspiele des TSV Neuenstein liefen gut

Die Testspiele lieferten wertvolle Erkenntnisse. Gegen höherklassige Gegner wie die Regionalligisten Spvgg Greuther Fürth und SV Weinberg zeigte Neuenstein ansprechende Leistungen. Zwar gingen die Partien verloren, doch Uhl sah viel Positives: „Teilweise hatten wir sogar die besseren Chancen. Wir haben uns richtig gute Möglichkeiten herausgespielt.“ Besonders gegen Weinberg sei mehr drin gewesen, wenn man die eigenen Chancen konsequenter genutzt hätte.

Dass ihre Mannschaft mithalten kann, sei eine wichtige Erkenntnis für Uhl: „Wenn du gegen solche Gegner deine Aktionen ausspielen kannst, ist das eine gute Basis.“ Am vergangenen Wochenende folgte dann ein Spiel gegen den Bayernligisten TSV Theuern – diesmal war Neuenstein die dominierende Mannschaft und gewann 4:0. „Wir waren präsent, haben Zweikämpfe gewonnen und immer wieder die Tiefe gesucht“, sagte Uhl.

Leonie Uhl blickt zuversichtlich auf die Rückrunde

Mit Blick auf die Rückrunde – Start ist am 15. März – und das anstehende Pokal-Viertelfinale gegen den VfL Herrenberg auf dem heimischen Rasen in Neuenstein sieht Uhl ihr Team gut gerüstet. „Wir waren erst ein Mal im Pokal-Halbfinale. Das ist ein klares Ziel“, sagt die Trainerin. Herrenberg spiele zwar eine Liga höher, befinde sich aber ebenfalls im Umbruch: „Ich sehe das als ein Spiel auf Augenhöhe an.“

Personell kann Leonie Uhl weitgehend aus dem Vollen schöpfen. „Das ist bei unserer Kadergröße enorm wichtig“, sagt Uhl, der 18 Feldspielerinnen zur Verfügung stehen. In der Winterpause wurde Mia Hommel reaktiviert, die eine Pause eingelegt hatte. Inhaltlich arbeitet das Team vor allem am strukturierten Spielaufbau.

Chancenverwertung soll besser werden

„Wir wollen von hinten heraus Fußball spielen und nicht nur lange Bälle schlagen.“ Auch Laufwege ohne Ball, Spielverlagerungen und mehr Entschlossenheit im Abschluss stehen auf der Agenda. „Es ist schön, wenn man sich Chancen erarbeitet. Aber am Ende musst du sie auch nutzen“, sagt Uhl. Genau hier hat es in der Hinrunde zu oft gehakt. Für Uhl selbst ist die Rückrunde auch eine Bewährungsprobe. Die langjährige Spielerin, die noch an einem Kreuzbandriss laboriert, hat in der Winterpause interimsweise die Trainerrolle übernommen.

Leonie Uhl hat Spaß am Trainerdasein gefunden 

„Es macht mir sehr viel Spaß“, sagt sie. Natürlich sei es eine Umstellung, plötzlich Entscheidungen zu treffen und Spielerinnen auch einmal auf die Bank zu setzen. „Aber das Team hat die Spielphilosophie sehr gut angenommen. Da ist Respekt da und eine gute Zusammenarbeit.“ Wie es dann über die Saison hinaus weitergeht, ist offen und hängt auch etwas von den nächsten Spielen ab.

Die Richtung stimmt also beim TSV Neuenstein. Trotz widriger Bedingungen im Winter, trotz engen Kaders und mancher Ungewissheit. „Im Team steckt enorm viel Potenzial“, ist sich die Trainerin sicher. Es muss nun gelingen, dieses auch auf den Platz zu bringen und die Chancen zu nutzen.

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