Der Weg des FSV Hollenbach in der Winter-Vorbereitung stimmt
Fußball-Oberligist FSV Hollenbach ist nochmal auf dem Transfermarkt tätig geworden. Warum noch ein Torhüter verpflichtet wurde und wie das-Testspielsieg gegen die Sportfreunde Schwäbisch Hall verlief.

Kurzfristig ist der FSV Hollenbach noch mal auf dem Transfermarkt tätig geworden. „Wir haben einen neuen Torhüter verpflichtet“, erklärte Manager Karlheinz Sprügel am Rande des 4:0-Testspielsiegs am Samstag bei den Sportfreunden Schwäbisch Hall, zu dem er meinte: „Das war ein super Spiel.“
Mathis Lang hat sich verletzt, die Hollenbacher wollten deshalb auf Nummer sicher gehen
Mathis Lang, die Nummer zwei der Hollenbacher, hatte sich zuvor das Innenband gerissen. „Es war uns zu riskant“, meinte Trainer Reinhard Schenker. Denn die Prognosen fürs Langs Genesung lauten vier bis sechs Wochen. Und am 22. Februar startet bereits die Restrückrunde mit der Partie beim FC Denzlingen. „Jetzt konnten wir noch etwas machen und reagieren“, sagte Sprügel. „Unser A-Jugend-Torwart ist noch zu jung. Er dürfte selbst mit ärztlichem Attest nicht in der Oberliga eingesetzt werden.“
So verstärkt nun Jannis Bieniek den Kader. Der 22-Jährige spielte beim VfR Gommersdorf in der Verbandsliga, beim TSV Pfedelbach in der Landesliga und war dann zuletzt beim VfR Heilbronn. Wegen seines Studiums in Würzburg trat er in dieser Saison etwas kürzer und war deshalb nun frei für die Hollenbacher. „Er hilft uns vorerst bis Saisonende aus“, sagt Sprügel. „Es ist aber ausgemacht, dass Lang, wenn er wieder fit ist, die Nummer zwei sein wird.“ Als erster Torwart ist ohnehin Nico Purtscher gesetzt.
A-Jugendspieler Leon Wildermann hinterlässt guten Eindruck
Mit Leon Wildermann war außerdem ein A-Jugendspieler mit von der Partie. Der 18-Jährige wird auch mit ins Trainingslager der Hollenbacher fahren. „Er macht einen super Eindruck, hat sich nahtlos eingefügt und ist nicht abgefallen“, sagte Sprügel. Am Samstag spielte Wildermann in der Abwehrkette und machte einen sicheren Eindruck. Nicht dabei waren Jason Wink, der leicht angeschlagen ist, und Jonas Limbach aus beruflichen Gründen. Verletzt pausieren aktuell noch Marco Specht und Ivan Beslic.
Gegen den Verbandsligisten spielte der Oberligist wie schon im ersten Test gegen die Würzburger Kickers einen guten Fußball. „Hollenbach war uns in allen Belangen überlegen“, sagte Sportfreunde-Trainer Thorsten Schift. Felix Limbach (35. Minute), Hannes Scherer (37.), Inas Music (49.) und Janis Gesell (74.) erzielten die Hollenbacher Treffer. „Wir haben zehn, 20 Minuten gebraucht, bis wir reingekommen sind. Dann haben wir den Ball aber gut laufen lassen“, sagte Schenker. „Die Jungs haben Bock auf das, was wir vorhaben.“ Und das ist auch zu sehen. Die Leichtigkeit, die gegen Ende der Hinrunde etwas abhandengekommen war, ist wieder zurück. Die Pause hat augenscheinlich gutgetan.
Die bisherigen Testspiele sind ungefähr so verlaufen, wie es sich die Hollenbacher vorstellten
„Die Jungs ziehen super mit. Die beiden Testspiele bisher sind ungefähr so gelaufen, wie wir uns das vorstellen“, sagte Schenker, der in dieser Winter-Vorbereitung auch viel Wert auf die Ergebnisse in den Testspielen legt. Er will eine gewisse Siegermentalität entwickeln. Die Grundlage dafür soll die Fitness sein. „Es ist schon hart“, sagtr Linksverteidiger Juan Faßbinder zu den ersten beiden Wochen der Vorbereitung. „Aber das muss auch so sein. Das gehört dazu. Wir sind motiviert, heiß, es wird Zeit, dass es wieder losgeht. Wir haben gute Tests gegen gute Teams.“ Spiele gegen den 1. FC Bruchsal, den VfR Gommersdorf und den VfR Heilbronn stehen noch an. „Im Moment sind wir auf einem guten Weg“, sagt Faßbinder.
Rund vier Wochen dauert es noch, bis die Partie gegen Denzlingen ansteht. Schenker hofft, dass die Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte eine größere Konstanz als in der ersten auf den Platz bringt. Er will auch mehr taktische Variabilität erreichen. „Wir müssen in Phasen, in denen es nicht so läuft, dahin kommen, dass wir uns auch mal in einem kompakten Block nach hinten fallen lassen, bis wir wieder ins Spiel kommen“, sagte der Trainer.
Schwäbisch Halls Trainer Thorsten Schift gibt zu, dass sein Team chancenlos war
Wie Hollenbach in der Oberliga stecken die Sportfreunde Schwäbisch Hall noch im Verbandsliga-Abstiegskampf. „Wir waren chancenlos“, sagte Schift. „Die haben uns dominiert. Das muss man auch mal eingestehen. Wir waren immer einen Tick zu langsam.“ Er blickt aber zuversichtlich auf die Restsaison: „Es wird schon eine schwierige Rückrunde. Wenn alle da sind, haben wir eine gute Mannschaft.“ Allerdings verletzten sich Kapitän Niklas Vuletic und Daniel Martin. Dafür stiegen Matti Bunk und Azad Toptik wieder ins Training ein. „Die Liga ist recht ausgeglichen. Es sind einige gute Mannschaften, die hinten drinstehen. Aber wir versuchen, dass wir eine gute Rückrunde hinbekommen“, sagte Schift, der auch davon sprach, dass einige Leistungsträger in der Hinrunde nicht auf dem höchsten Level waren.
Für beide Teams wird es nun in den verbleibenden Vorbereitungswochen auch darum gehen, das nötige Selbstvertrauen zu finden.
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